DÄ plusForenKommentare NewsDie Gene sollen schuld sein??

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Avatar #749369
am Dienstag, 11. Februar 2020 um 19:50

Mitunter ist es umgekehrt

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ADHS: Patienten aus ärmeren Familien werden häufiger mit Medikamenten behandelt
vom Dienstag, 11. Februar 2020
In den USA werden Latinos und Afroamerikaner signifikant weniger mit ADHS diagnostiziert und entsprechend medikamentös behandelt. In Deutschland werden Türken und Araber genau so verhältnismäßig unterdiagnostiziert und untertherapiert. Kulturelle und sprachliche Zugangsschwellen zur medizinischen Versorgung eben.
Avatar #749369
am Dienstag, 11. Februar 2020 um 19:58

Der Faktor Sozialisation bzw. Aufwachsen in prekären Verhältnissen spielt eine Rolle beim Outcome un

Die überwältigende Rolle der Genetik bei ADHS ist mittlerweile wissenschaftlich hinlänglich dokumentiert... die Sozialisation bzw. ob jemand auf einem adeligen englischen Landsitz des 19. Jahrhunderts oder in "der Bronx" aufwächst, die spielt eine Rolle, ob die Person mit ADHS ein visionärer Unternehmer wie Elon Musk oder ein Obdachloser vom Bahnhof oder Gefängnisinsasse wird.
Avatar #720508
am Dienstag, 11. Februar 2020 um 22:38

Ist das denn so? Oder gibt es begriffliche Missverständnisse u.ä.

Wenn die Einen zu alt, krank, inaktiv sind - ist jede Bewegung für sie zuviel.
Manche Kinder langweilen sich auch einfach in der Umgebung Erwachsener. Auch in Schulen.
Mit "Diagnosen" die gerade en Mode sind um sich zu werfen, verschafft
auch den Dümmsten, med. Ungebildetesten oder auch an seiner Arbeit
desinteressiertesten ein tolles überlegenes Gefühl. Damit kann Jeder
angeben.
Vom sog. "Zappelphilipp" Struwelpeter, war man doch Jahrzehnte weg.
Kinder müssen sich bewegen/auch austoben. Das kommt heutzutage alles
viel zu kurz. - Wird denn im Laufe der "Diagnostik" auch ein oder mehrere Intelligenztests gemacht? Zwingend vorgeschrieben?
gemacht? Oder mehrere? Als Pflicht
Avatar #749369
am Mittwoch, 12. Februar 2020 um 00:18

Krankheitswert von ADHS ist abhängig von Schweregrad, Sozialisation und primär vorhandenen Komorbidi

...und ADHS ist nicht per se eine Krankheit, sondern viel eher eine Disposition für Krankheit. Ob aus ADHS Krankheit wird, das ergibt sich aus Schweregrad, Sozialisation und Komorbiditäten. Ich selbst habe als von Geburt an vorhandene Komorbidität eine eher leichte Tic-Störung, eine Freundin hat als Komorbidität Schizophrenie (die Hirnentwicklungsstörungen überlappen sich). Was die Sozialisation angeht, es macht einen riesigen Unterschied, ob jemand behütet und unter Rücksichtnahme des Umfelds auf Neurodiversität aufwächst oder ob er oder sie unter schwierigen familiären und sozioökonomischen Verhältnissen aufwächst... ganz vereinfacht nicht vollständig richtig kann man sagen: ADHS plus Trauma = Borderline, zu Coping bei ADHS https://www.adhspedia.de/wiki/Coping_bei_ADHS , @ e.ne, um Ihre Vorurteile zu widerlegen, lesen Sie doch mal sich umher unter den Erfahrungsberichten von Betroffenen https://adhs-forum.adxs.org/ , btw, das, was bisher von der wahren quantitativen Dimension von ADHS im medizinischen Alltag in der Psychiatrie erkannt geschweige denn behandelt wird, das ist nur die Spitze des Eisbergs... um die 50% der Patienten in der Psychiatrie und knapp 10% ADHS-Spektrum an der Gesamtbevölkerung , das ist das wahre Ausmaß von ADHS https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0043-119987?device=mobile&innerWidth=360&offsetWidth=360 , so nebenbei auch die Prognose von Russel Barkley, dem weltweit renommiertesten Wissenschaftler zu ADHS, der prognostiziert, dass sich das ADHS-Spektrum früher oder später als das zentrale Thema in der Psychiatrie insgesamt herausstellen wird (eben um die 50% der Patienten in der Psychiatrie)...
Avatar #759489
am Montag, 17. Februar 2020 um 15:00

Die Gene sollen schuld sein??

...das erklärt jedenfalls KEINESFALLS die Zunahme der Diagnose in den letzten Jahrzehnten seit Ritas Entdeckung, das Ritalin nicht nur gegen Adipositas helfen könnte....
Es gibt auch andere Sichtweisen:
https://adhskritik.com/2018/10/15/adhs-aberglaube-5-adhs-ist-eine-spezifische-genetisch-verursachte-krankheit/