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am Freitag, 21. Februar 2020 um 13:55

Wachsende Wissensasymmetrien

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Digitale Gesundheit: Tech-Konzerne als Treiber
aus Deutsches Ärzteblatt 8/2020 vom Freitag, 21. Februar 2020
Besten Dank für die ausgezeichnet neutral gehaltene Situationsbeschreibung. Durch Erheben von Daten von Bürgern, denen eine bessere Gesundheit versprochen wird, kumulieren die ICT-Konzerne, die nicht wirklich konkurrieren, sondern eher komplementär agieren, Daten und Informationen und scheinbares "Wissen" von Krankheit und Gesundheit, das dann der öffentliche Sektor, und so auch Universitäten bzw. Hochschulen, "einkaufen" kann. So entsteht nicht nur eine Disruption der Versorgung, sondern auch eine gravierende Asymmetrie des Gesundheitswissens zwischen ICT-Industrie und Universität, von der medizinischen Praxis ganz zu schweigen. Daher ist die selbstbestimmte Qualitätssicherung der Digitalisierung des Gesundheitssektors durch die Gesundheitsberufe selbst enorm wichtig. Dabei spielen Skalen zur Bewertung einzelner digitaler Gesundheitstechnologien (DGT) eine grundlegende Rolle. Es ist deshalb dringend erforderlich, explizit Nutzen, Risiken und Kosten von DGTs differenziert operationalisiert und relational abzuschätzen, um die digitale Transformation des Gesundheitsbereichs qualifiziert mitzugestalten.

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