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Avatar #88767
am Montag, 24. Februar 2020 um 22:08

GKV: Wir suchen die Vollidioten unter den Ärzten!

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GKV-Spitzenverband kritisiert Kosten von Spahns Gesetz zu Patientendaten
vom Montag, 24. Februar 2020
Der Ge­sund­heits­mi­nis­ter will pro Patient und Not­fall­daten­satz, den ein Arzt erstellt, tatsächlich 30€ zahlen. Die Kassen meinen, das sei ein völlig überteuerter Preis. 15€ würden auch ausreichen.

Frage: Sind Notfalldaten wichtig? Vermutlich schon.
Frage: Sind Notfalldaten wertvoll? Vermutlich schon.
Frage: Können falsche oder unvollständige Notfalldatensätze schwerwiegende Folgen haben? Vermutlich schon.
Frage: Kann das Leben eines Patienten von den Notfalldaten abhängen? Vermutlich schon.

Lieber Patient,
wenn Notfalldaten so wichtig zu sein scheinen, wieviel Geld wärest du bereit dafür auszugeben, damit diese Daten zuverlässig erhoben, eingetragen und überprüft werden - und das noch von einem Arzt?

50€ oder mehr, das wäre meine Erwartungshaltung.

Wer 30€ zahlen will, der befeuert den Slogan "If you pay peanuts you will get monkeys". Mit anderen Worten: Das Produkt ist von dürftiger Qualität.

Wer nur 15€ zahlen will, muss entweder die Vollidioten unter den Ärzten finden - es gibt immer welche, die sich am ethischen Nasenring durch die Manege ziehen lassen und von Ökonomie keinen blassen schimmer haben. Oder er nimmt billigend in Kauf, dass jemand mit der Qualifikation einer Reinigungsfachkraft die Notfalldatensätze bereitstellt.

Avatar #648603
am Dienstag, 25. Februar 2020 um 05:42

@fjmvw: Tatsächlich viel weniger (8,79 € reichen doch auch)

Sie schreiben, die Kassen meinen, 15 € würden ausreichen. Woher Ihr Optimismus?

Reichen sollen offenbar 8,79 €

Denn das ist der „Zuschlag für die Anlage eines Not­fall­daten­satzes“ (GOP 01640, 80 Punkte), den KBV und Kassen 2017 ausgehandelt haben. <https://www.kbv.de/tools/ebm/html/01640_2900811063872460660768.html>

Bei Verdoppelung sind das immerhin schon mal 17,52 € für:

- Persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt,
- Überprüfung der Notwendigkeit zur Anlage eines Not­fall­daten­satzes,
- Einholung der Einwilligung des Patienten zur Anlage eines Not­fall­daten­satzes und
- Anlage eines Not­fall­daten­satzes mit Eintragungen zu medizinisch notfallrelevanten Informationen über den Patienten,
- Übertragung des Not­fall­daten­satzes auf die elektronische Gesundheitskarte (eGK) des Patienten

(Obligater Leistungsinhalt lt. EBM)

Von 30 € oder 50 € kann keine Rede sein.

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