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Avatar #711280
am Samstag, 29. Februar 2020 um 13:04

Was für eine Corona Hysterie...

Kommentar zur Nachricht
SARS-CoV-2: Zahl der Infizierten in Deutschland erhöht sich weiter
vom Freitag, 28. Februar 2020
Was für eine Corona Hysterie... natürlich für schwer Vorerkrankte, multimorbide und besonders ältere über 80 Jährige ein zu ca. 15% erhöhtes Letalitäts Risiko wie bei allen anderen Infektionen wie Influenza und Co.
Erinnern wir uns doch mal an die Schweinegrippe wo der Impfstoff (Millionenschaden für uns Steuerzahler) noch einen Tag vor der Pandemie-Ausrufung durch die WHO zum Patent angemeldet wurde... Was will man wohl nun mit dieser Corona Hysterie erreichen...
Welche Symptome verursacht das neue Coronavirus?
Viele Menschen haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. Hinzukommen können Fieber, Husten und Atemprobleme, wie sie auch bei einer Grippe auftreten. Auch Kopfschmerzen oder Durchfall sind möglich. Die Inkubationszeit - der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen - beträgt nach derzeitigem Stand meist 2 bis 14 Tage. Das ist der Grund dafür, dass Verdachtsfälle zwei Wochen isoliert werden.
Wie gefährlich ist das Virus?
Nach einer von Chinas Gesundheitsbehörde vorgestellten Analyse sterben im Land 2,3 Prozent der mit Sars-CoV-2 Infizierten. Betroffen sind demnach vor allem alte Menschen und solche mit schweren Vorerkrankungen wie Herzkreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Bei Menschen über 80 Jahren liegt die aus den dort vorliegenden Daten errechnete Todesrate bei knapp 15 Prozent… https://www.bionity.com/de/news/1165115/immer-mehr-covid-19-ausbrueche-welches-risiko-hat-deutschland.html?pk_campaign=ca0264&WT.mc_id=ca0264

Staatliche Stellen wie das Robert Koch-Institut (RKI) betonen auf ihrer Internetseite, dass es keine hinreichenden Belege dafür gebe, dass gesunde Menschen, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen, ihr Ansteckungsrisiko damit deutlich verringern. Zu den wichtigsten und effektivsten Schutzmaßnahmen für die Allgemeinbevölkerung zählen demnach etwa gute Händehygiene und Abstandhalten zu Erkrankten.
Als gesunder Mensch auf der Straße eine Maske zu tragen, um sich vor vermeintlich vorhandenen Viren in der Luft zu schützen, bezeichneten Experten mehrfach als unsinnig… https://www.bionity.com/de/news/1165116/coronavirus-was-kann-mundschutz-leisten-und-was-nicht.html?pk_campaign=ca0264&WT.mc_id=ca0264
Avatar #711626
am Sonntag, 1. März 2020 um 08:20

hier schaut man noch etwas tiefer in die Problematik

https://www.rubikon.news/artikel/pest-und-corona
Es ist nicht nur ein medizinisches Thema...
Avatar #667548
am Sonntag, 1. März 2020 um 23:15

Diskussion

Meine Meinung ist, dass wir dieses Coronavirus SARS 2, COVID 19 als Ärzte (und nicht als die panische Herde die es immer gibt) spätestens jetzt sehr ernst nehmen sollten um die Bevölkerung so gut es geht zu schützen. Das sagt einem der gesunde Menschenverstand wenn man z.B. nach China schaut. Bisher haben wir doch in Deutschland kaum getestet ( in meiner Praxis (bin Assistenzarzt) zumindest nicht), wie auch wenn es anfangs heißt nur Kontaktpersonen/Reiserückkehrer aus China etc., das kann man doch schon seit Tagen über den Haufen werfen und man müsste jetzt alle mit schwereren Atemwegserkrankungen testen um Infizierte zu entdecken und isolieren zu können, aber man braucht erstmal 1 Woche um zu klären wer dies bezahlt, obwohl Virologen schon lange klar ist das es nach Deutschland kommt. Und wer soll die Tests durchführen, es gibt doch noch nicht einmal genug Schutzkleidung und FFP2 in den Praxen, auch kann man fast nichts mehr bestellen, auch weil Masken vor ein paar Wochen nach China verkauft wurden. Wenn der Arzt oder Helferin bei der Abnahme eines dann pos. Testes nicht 100% geschützt war, dann müssen sie nach und nach auch in Quarantäne.
Eigentlich müsste man jetzt gut geschulte und ausgerüstete Teams über die Gesundheitsämter bilden und Proben flächendeckend abnehmen. Wie soll sich denn ein Hausarzt beim Hausbesuch ausreichend schützen? Wie sind ihre Erfahrungen? Laufen denn schon viele Tests an Krankenhäusern? Wo kann man sachlich ohne irgendeine Panik/Verschwörung gemeinsam als Ärzte darüber diskutieren?
Avatar #816458
am Montag, 2. März 2020 um 01:18

Virus Genom HIV-ähnlich

Die Schlussfolgerung am Ende des Artikels sind erschreckend. Das neue Virus könnte (ähnlich wie AIDS) nie ganz aus dem Körper des infizierten verschwinden. Auch nach anfänglich milden Symptomen könnte die Krankheit später wieder (anders und massiver) ausbrechen. Eventuell bleiben auch die Träger ansteckend für andere.

Da sind die derzeitigen Quarantäne-Maßnahmen durchaus nicht übertrieben. Aber was nützen diese? Man kann die Menschen nicht ein Leben lang isolieren. Ich wäre für einen fundierten Beitrag des Ärzteblatts zu diesen Studien sehr dankbar.

https://www.thailandmedical.news/news/breaking-latestcoronavirus-research-reveals-that-the-virus-has-mutated-gene-similar-to-hiv-and-is-1,000-times-more-potent-
Avatar #817651
am Montag, 2. März 2020 um 22:08

Kann man Patienten mit besonderem Risiko erkennen und Empfehlungen aussprechen ?

Vor der Bildung spezifischer Antikörper übernehmen Collektine (Mannose-bindende Lektine) eine Rolle in der Infektabwehr, indem sie Bakterien und Viren über Oberflächen-Glycoproteine erkennen und durch Aktivierung des Komplement-Systems zerstören (Howard).
Collektine zirkulieren im Blut (als mannose-binding lectin, MBL), existieren aber auch ortsständig, vor allem in der Lunge als surfactant protein (SP) A und D. Es wurde gezeigt, dass SP-D in der Lage ist, das SARS-Coronavirus zu binden (Watson). Die Konzentration in der Lunge nimmt mit dem Alter ab (Betsuyaku), was zur beobachteten hohen Sterblichkeit alter Menschen in der gegenwärtigen Epidemie beitragen könnte. Obwohl das im Serum zirkulierende MBL bei einer Tröpfcheninfektion über die Lunge eine untergeordnete Rolle bei der Infektabwehr spielen sollte, wurde gezeigt, dass Polymorphismen in diesem Protein ein erhöhtes Risiko für SARS-Infektionen darstellen (Eddie). Die Rolle von Collektinen bei der Abwehr von Coronaviren scheint also gut belegt.
Polymorphismen von Serum-MBL sind nicht allzu selten und tragen ein erhöhtes Risiko von Infekten im Atemwegsbereich (Cedzynski) aber auch von wiederkehrender Otitis Media im frühen Kindesalter (Wiertsema, Darmawan), können also schon auf Grund der Krankengeschichte ohne aufwendige genetische Analyse vermutet werden.
Betsuyaku et al haben auch gezeigt, dass Rauchen einen negativen Einfluss auf die Konzentration von SP-A und D hat. Obwohl dies eigentlich ein naheliegender Gedanke sein sollte, habe ich keine Untersuchungen zum Einfluss des Rauchens auf den Verlauf der SARS-Erkrankung finden können. Für den hierzulande wenig beachteten Ausbruch des MERS-Coronavirus im Nahen Osten 2014 wurde Rauchen jedoch als unabhängiges Infektionsrisiko beschrieben (Alraddadi).
Strukturell zeichen sich die Collektine durch eine Kollagen-ähnliche Domäne aus, über die das Komplement-System aktiviert wird (Howard). Die Synthese de Collektine ist damit, wie die der Kollagene, direkt von Vitamin C abhängig.
Diese Informationen zusammen begründen die folgende Empfehlungen:
• Rauchern, insbesondere fortgeschrittenen Alters wird empfohlen, das Rauchen einzustellen, zumindest bis die Corona-Epidemie abgeklungen ist.
• Für eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C sollte gesorgt werden.
• Patienten mit häufigen Infektionen im Kindesalter einschließlich Otitis Media haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko zu erkranken und sollten besondere Vorsicht walten lassen.
Dr. med. Volkmar Günzler-Pukall
Literatur
Alraddadi et al., Emerg Infect Dis. 2016 Jan; 22: 49–55
Betsuyaku et al., Eur Respir J 2004 ; 24 :964-970
Cedzynski et al., Clin Exp Immunol 2004; 136:304–311
Darmawan et al., Int J Otolaryngol 2018:6178159, eCollection 2018
Eddie et al., J Infect Dis 2005, 191: 1697–1704
Howard et al., Semin Immunopathol 2018 ; 40 :75-85
Watson et al., J Innate Immun 2019 ; 11 :13-28
Wiertsema et al. J Allergy Clin Immunol. 2006; 117:1344-50

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