DÄ plusForenKommentare Newswarum können Impfgegner

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Avatar #772524
am Mittwoch, 25. März 2020 um 23:19

warum können Impfgegner

wie chatzebusi nicht einfach die Schnauze halten?
Warum blubbern sie arglistig dummen Dreck von Verschwörungstheoretikern unkritisch nach und plappern was von Impfungen?

Ich meine, die Covoid-Krise zeigt doch eindrucksvoll, wie schlimm eine Welt ohne Impfungen wäre.

Ekelhaft.
Avatar #106067
am Donnerstag, 26. März 2020 um 17:25

"Wie bitte"? Infektiologischer Aberglaube!

Wer meint, mit "Flu Vaccine Increases Coronavirus Risk 36% Says Military Study" By Benjamin Krause
https://www.disabledveterans.org/2020/03/11/flu-vaccine-increases-coronavirus-risk/
sei irgendetwas bewiesen, sollte der infektiologisch inkompetenten Sekundärliteratur keine Glauben schenken. Diese ist erst wichtigtuerisch im Nachhinein zum Zeitpunkt der jetzigen SARS-CoV-2 Infektionen und COVID-19-Erkrankungen veröffentlicht worden und ebenso wie Ebola-Infektionen (s.u.) grundsätzlich nicht vergleichbar.

Ein kurzer Blick in die Originalarbeit https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0264410X19313647?via%3Dihub
genügt:
"Influenza vaccination and respiratory virus interference among Department of Defense personnel during the 2017–2018 influenza Season" von Greg G. Wolff
https://doi.org/10.1016/j.vaccine.2019.10.005
bezieht sich mit 2017-2018 auf eine Zeit v o r SARS-CoV-2 Infektionen und COVID-19 Erkrankungen.
Die Zusammenfassung bringt es an den Tag:
"Highlights
•We examined virus interference in a Department of Defense dependent population.
•Vaccinated personnel did not have significant odds of respiratory illnesses.
•Vaccinated personnel were protected against influenza.
•Odds of virus interference by vaccination varied for individual respiratory viruses."
Die Schlussfolgerungen besagen:
"Conclusions - Receipt of influenza vaccination was not associated with virus interference among our population. Examining virus interference by specific respiratory viruses showed mixed results. Vaccine derived virus interference was significantly associated with coronavirus and human metapneumovirus; however, significant protection with vaccination was associated not only with most influenza viruses, but also parainfluenza, RSV, and non-influenza virus coinfections."
Keine Virusinterferenz mit der Influenza-Impfung. Im Gegenteil, signifikanter Schutz durch die Influenza-Impfung, vornehmlich bei Influenza-ähnlichen Virusinfekten.

Einzige Ausnahmen waren Infektionen mit den alt bekannten Coronaviren vom Typ HCoV-HKU1, HCoV-NL63, HCoV-OC43 und HCoV-229E, welche allerdings nur vergleichsweise geringfügige Erkältungs-Symptome verursachen und mit dem humanen Metapneumovirus. Die relative Risk-Ratio von 1,36 liegt auf der Hand, weil beide Virusgruppen überhaupt keine Ähnlichkeit mit Influenza-ähnlichen Viren mehr haben.

Greg G. Wolff betont die überragende Schutzwirkung der Influenza-Impfung schon deswegen, weil z. B. Coronaviren vom Typ HCoV-HKU1, HCoV-NL63, HCoV-OC43 und HCoV-229E nur für etwa 10 Prozent bei weit über 6.000 Probanden verantwortlich waren.

Wie gesagt, Lesen und Verstehen wissenschaftlicher Studien sind zwei wichtige Voraussetzungen. Denn es kommt nicht nur darauf an, sie zu interpretieren, sondern die dazugehörigen Fakten zu extrahieren.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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