DÄ plusForenKommentare NewsMedizinstudenten Hände gebunden - In der Corona Krise

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Avatar #821087
am Dienstag, 24. März 2020 um 19:04

Kirche im Dorf lassen

Liebe Kollegen,

ich verstehe Ihren Ärger absolut, jedoch betrachten Sie alle doch einmal diese neue und sehr schnell ausartende Lage in der wir uns alle befinden. Es gilt damit aufzuhören, wie besessen an dem zweiten Staatsexamen im April festzuhalten. Ich denke Herr Spahn, das IMPP und das MFT werden sich sehr wohl und ausführlich Gedanken darüber gemacht haben, was sie nun planen und dass dadurch wirklich so wenig Nachteile wie möglich für uns Studierende entstehen. Man kann es nunmal nicht allen Recht machen, jedoch denke ich, dass es genau in dieser Lage nicht auf ein paar gesunde Medizinstudenten ankommt. Vielmehr geht es um den Schutz der Masse und dafür muss der ein oder andere jetzt wohl einmal in den sauren Apfel beißen. Wir werden schon eine super Ausbildung bekommen und alle miteinander tolle Ärzte werden!
Avatar #821087
am Dienstag, 24. März 2020 um 19:05

kleiner Anhang

...und am Ende des Tages sind wir alle doch nur Ärzte aus Leidenschaft...
das haben wir durch die bestandenen Strapazen des Studiums bereits bewiesen.
Avatar #822018
am Dienstag, 24. März 2020 um 19:43

M2 - Faire Infomationspolitik

Ich bin Medizinstudierende und wollte genau wie meine Kommilitonen gerne im Mai mit viel Elan und Spaß an der Sache in das PJ starten. Als wir letzte Woche durch diesen Artikel von den Plänen erfuhren, ohne M2 ins PJ gesandt zu werden, war das schockierend.
Trotz der monatelangen Vorbereitung auf diese 3 Tage im April konnten wir aber einsehen, dass es in dieser unvorhersehbaren Situation wichtiger ist mitzuhelfen. Wir waren uns der Verantwortung als Medizinstudenten bewusst und wir waren auch bereit – wie so viele Menschen aktuell – Einschränkungen hinzunehmen. Seither rechnen wir jede Minute mit einer offiziellen Absage des M2 und einer genauen Angabe wo wir so bald eingesetzt und gebraucht werden ... und nichts passiert. So langsam macht sich der Gedanke breit, dass der eigentliche Grund für den Vorschlag zur Absage des M2 nicht die Dringlichkeit von weiteren 5000 Hilfskräften, sondern die verständlicherweise komplizierte Organisation eines Examens zur Corona-Zeit ist. Es macht mich sehr traurig, dass man nicht ehrlich mit uns umgeht. Man kann doch auch offen darüber diskutieren, wie sich die neuen Richtlinien des Infektionsschutzes für systemrelevante Examina umsetzen lassen. Alle Studenten würden die Anstrengungen würdigen, die das Impp und alle Landesprüfungsämter für uns auf sich genommen hätten. Wir wären unglaublich dankbar dafür, dieses Examen schreiben zu dürfen. Je länger diese Hängepartie noch andauert, umso niedergeschlagener und kraftloser sind wir... das wäre kein guter Start ins PJ.

Wir wollten sehr gerne mithelfen, aber angesichts der Informationspolitik fühlen wir uns selbst hilflos und im Stich gelassen.
Avatar #822023
am Dienstag, 24. März 2020 um 20:41

An den Orthopäden/Unfallchirurgen in spe

Mal davon abgesehen, dass ich alle Patienten zutiefst bedauere, die sich von einem Arzt mit einer so beleidigenden und derben Ausdrucksweise behandelt lassen müssen, hinkt diese Argumentation, sofern man es überhaupt so nennen kann, gewaltig.
Es soll also wahrscheinlicher sein, sich in einem Raum, indem man sowieso mindestens 2m Abstand zu seinem Nachbarn hat, der vermutlich ohnehin seit 100 Tagen quasi in freiwilliger Selbstisolation gelebt hat, sich mit dem Coronavirus zu infizieren (und dann auch daran zu sterben), als im Krankenhaus beim täglichen Kontakt mit Erkrankten?
Es scheint mir eher so, dass hier kurz vor dem Examen in den ersten Probeexamina nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt wurden und der Traum vom weißen Kittel und dem Titel Unfallchirug und Orthopäde ohne den Zusatz „in spe“ zu zerplatzen droht. Da kommt eine Absage der Prüfung natürlich gelegen.
Möglicherweise irre ich mich, doch es fällt mir sonst definitiv kein Grund ein, warum es ein Medizinstudent sonst gutheißen könnte, wie momentan mit ihnen umgesprungen wird!
Wie MedizinstudentX schon angemerkt hat, gibt es keine offiziellen Ansagen von Seiten des IMPP. Statt sich direkt an die Medizinstudenten zu wenden, gibt Frau Jünger ein Interview im Deutschlandfunk, in dem sie lediglich bestätigt, dass den Studenten noch vor der Prüfung mitgeteilt wird ob diese stattfindet oder nicht.
Zivilcourage in aller Ehre, aber Fairness gegenüber den Kollegen und Kommilitonen ist meiner Meinung nach ebenfalls ein hohes Gut.

Avatar #822275
am Donnerstag, 26. März 2020 um 13:22

Medizinstudenten Hände gebunden - In der Corona Krise

Unter folgendem Titel habe ich nun ein Youtube Video erstellt, auf dem ich diese Problematiken anspreche.
Dabei teile ich wie viele andere auch die Meinung, aus Fairness, das M2 zu erlassen!

Gerne könnt ihr mich unterstützen, indem ihr das Video weiter teilt, damit möglichst alle Menschen in Deutschland erfahren, wie unsere derzeitige unfassbare und ungerechte Lage ist!

Link zum Video: https://youtu.be/cHFro6HxFM4

Beste Grüße!

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