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Avatar #823290
am Mittwoch, 1. April 2020 um 11:18

Enttäuscht

Viele Dinge hat die Politik in den letzten Tagen durchaus souverän gelöst, was große Wertschätzung verdient.
Diese Entscheidung ist allerdings für viele Betroffene die schlechteste Option, bei vielen besseren Alternativen.
Die Studierenden, die in diesen Tagen eine Ressource darstellen werden nicht geschont und nutzbringend bei hoher Arbeitsmotivation stimuliert, sondern verschwenderisch verbrannt.
Es entsteht ein hoher Verlust kurzfristiger an Arbeitsmotivation, tiefgreifenden Nachteilen für Studierende (die von der Politik nicht anerkannt werden) und langfristigen Ressourcenverlusten, weil nicht nur ich meine Lebensplanung an solche Fehlentscheidungen anpassen werde.
Die Frustration ist groß, habe als Helfender nie eine geringere Wertschätzung gespürt.
Mehrere Optionen, die weniger Schaden angerichtet hätten, wurden nicht ergriffen.
Ich hoffe die Politik schafft noch eine Korrektur der Misere.
Avatar #822275
am Mittwoch, 1. April 2020 um 12:31

Fehlentscheidung des BMG belastet Medizinstudierende weiterhin

Ich schließe mich den meisten Vorrednern an:
Es wurde seitens des BMG eine sehr schlechte Entscheidung getroffen und das eigentliche Problem weiter auf die einzelnen Länder und den Studenten weitergeleitet.
Derzeit entpuppt sich das BMG für diesen Fall als eine bittere Enttäuschung...
Herr Jens Spahn, der keine Ahnung vom Medizinstudium hat, und auch nicht im Krankenhaus arbeiten muss/musste, entscheidet über das Schicksal der Medizinstudierende... auch wenn seine Worte an uns respektvoll klingt, verdeutlichen seine Taten leider, dass es ihm egal ist, in was für eine Situation sich die 4600 Studenten vor dem M2 befinden...
Das BMG trägt nun systematisch dazu bei, Potenzial der Studierende zu verschwenden, indem man sie bis ans Limit verachtet - wenn man sich genau mit der Verordnung befasst...

Derzeit gibt es in Hessen noch keine Entscheidung.
Seit etwa 3 Wochen aktualisiere ich meine Mails in etwa 10 Minuten Takt.
Es sind noch 2 Wochen bis zur eigentlichen Prüfung.
Es sind noch 0 Minuten bis zur Müdigkeit vom trostlosen Warten.

...ich habe zwei Videos mit noch mehr Punkten auf youtube gestellt, falls es jemanden interessiert:
"Medizinstudenten Hände gebunden - In der Corona Krise"
(es gibt ein langes und ein kurzes "Update" Video)

Mittlerweile bin ich tatsächlich aber auch froh, dass es überhaupt eine Entscheidung seitens des BMG gibt - unabhängig davon, wie schlecht diese ist.
Nun hoffe ich, dass das HLPUG endlich ein Zeichen setzt...
Das Warten hat sich nicht geändert, und die Umstände auch nicht - um eine "schnelle" Lösung zu bitten ist wohl auch veraltet.

Dennoch, bei all dem Stress, danke ich allen, die sich für uns einsetzen und eingesetzt haben, viele Menschen haben mir in dieser Zeit auch Kraft und Mut gegeben, das weiß ich sehr wertzuschätzen.
Avatar #584609
am Mittwoch, 1. April 2020 um 12:53

Ungleichbehandlung sollte verfassungsrechtlich bedenklich sein

Auf der Grundlage eines Gesetzes sollen grundverschiedene Bedingungen herrschen, je nach Bundesland wo die Universität ist? Die einen Studenten (zB. Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Sachsen) können ihr M2 mit monatelanger Vorbereitung ablegen und sich dann gegen Ende vom PJ auf Stellen mit diesem Zeugnis bewerben. Die anderen (z.B. Baden-Würrtemberg) haben umsonst gelernt, müssen direkt ins PJ, haben Nachteile bei der Stellenbewerbung und dürfen „zur Belohnung“ das Hammerexamen schreiben. Wobei das M2 dann noch „geteilt“ wird mit Studenten, die wiederum ein halbes Jahr gelernt haben. Das scheint doch eklatant den Gleichheitsgrundsatz zu verletzten. Ist es eine Lotterie in welchem Bundesland man studiert hat? Beim Abitur hat man sich geeinigt und hier nicht? Es würde mich Interessieren wie das Verwaltungsrechtler und Verfassungsrechtler sehen! Zumal das Gesetz von einer regelhaften Verschiebung ausging, von der ja keine Rede sein kann.
Avatar #820557
am Mittwoch, 1. April 2020 um 13:32

Wie kann das rechtens sein? Chancenungleichheit! Wir könnte man uns noch mehr bestrafen! Nicht mal e

Keine Worte! Ich bin nur fassungslos und manche Landesprüfungsämter erlauben nicht mal vom Examen zurück zu tretten! Eine Schande, die euch für die Ewigkeit verfolgen und begleiten wird!
Avatar #820588
am Mittwoch, 1. April 2020 um 17:10

Skandal!

Was hier passiert ist einfach unfassbar. Kaum hat BW entschieden, keine M2-Prüfungen durchzuführen, vermelden andere Bundesländer reihenweise, dass die M2 wie geplant stattfindet. Darunter das stark von Corona betroffenen NRW! Wie kann es sein, dass Abiturprüfungen für ein Hundertfaches an Teilnehmern durchführbar sind?
Als Student in BW so behandelt zu werden ist einfach nur ein Tiefschlag.
Nach derartig unfairen Entscheidungen soll ich mich nach diesem PJ, in Lehre ohnehin nicht mehr stattfinden wird, dazu motivieren, mit vollem Einsatz in meinen Job zu starten? Nachdem ich bei Bewerbungen um Jobs auch benachteiligt sein werde durch die fehlende M2-Note? Eine M2-Note, die im Wettbewerb mit Studierenden entstanden ist, die die doppelte Lernzeit hatten?
Diesen schäbigen Umgang mit uns Studierenden werde sehr viele von uns nicht so schnell vergessen, davon können die Verantwortlichen ausgehen. Schämt euch!

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