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Avatar #651439
am Sonntag, 10. Mai 2020 um 19:09

Schätzwert Reproduktionszahl

Kommentar zur Nachricht
COVID-19: Reproduktionsrate steigt wieder über kritischen Wert 1
vom Samstag, 9. Mai 2020
Wie gesagt: Es ist ein Schätzwert mit allen Fehlermöglichkeiten, die denkbar sind. Für wissenschftliche Studien wäre das völlig inakzeptabel. Für weitreichende politische Maßnahmen durch medizinische Laien und für die Akzeptanz der gut dokumentierten Kollateralschäden aber wohl ausreichend.
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am Sonntag, 10. Mai 2020 um 19:34

"aufmerksam beobachten..."

Sollte ein Wissenschaftler, bevor er Äusserungen veröffentlicht.
Die obige Meldung ist dagegen keine wissenschaftliche sondern eine politisch (gewünschte?) Äusserung.
Schon der einfache Menschenverstand sagt, dass eine "Reproduktionszahl" bei inzwischen sehr niedriger Infiziertenzahl und bei gleichzeitig verstärkten Testbemühungen ansteigen muss.
Avatar #825141
am Sonntag, 10. Mai 2020 um 20:38

Eine statistische Meisterleistung....

des RKI - als Grundlage der Pandemie!
Näheres hierzu siehe die Ausführungen von Prof. C. Kuhbandner, Uni Regensburg z.B. bei Heise.online, der die groben statischen Fehler des RKI offenlegt und zu dem nachvollziehbaren Schluß kommt, dass zu keinem Zeitpunkt ein exponentielles Wachstum der Coronapandemie nachweisbar war!
Avatar #822318
am Sonntag, 10. Mai 2020 um 22:06
geändert am 10.05.2020 22:10:42
geändert am 10.05.2020 22:11:16
geändert am 10.05.2020 22:18:42
geändert am 10.05.2020 22:21:48

Eigentlich müsste man das RKI verklagen

Für diese Panikmache auf Grundlage von haltlosen Schätzungen müsste man das RKI eigentlich anzeigen.
Es passiert jetzt zum wiederholten Male, dass einfach ein Anstieg GESCHÄTZT wird, obwohl alle Daten einen klaren Abfall anzeigen.
Die Medien stürzen sich sofort drauf und die meisten Schafe lesen nur die HEADLINE und generieren Klicks.
Naja es passt der Kanzlerin und ihrem dauerpessimistischen Gefolge natürlich absolut ins Konzept.
Wer weiss, wieviel collateral Todesfälle diese eine Panikmeldung verursacht.
Gibt es überhaupt noch eine Chance auf eine unparteiiische Aufklärung? Es ist ja nun mal immer offensichtlicher, dass Wodarg und Co. zumindest zum Teil recht hatten.
Es hat schon wirklich etwas diktatorisches, oder?
Avatar #828574
am Montag, 11. Mai 2020 um 16:05

Arme Epidemiologie

Laut der Originalarbeit von Lipsitch, Science, 2003, ist die Reproduktionszahl das Produkt aus R0 und dem noch nicht immunen Anteil der Population. Das RKI, das natürlich keinen der beiden Faktoren kennt, definiert R deshalb einfach um und bildet dazu den Quotienten aus den Infektionsmeldungen der letzten drei Tage im Vergleich zu den vorangegangenen drei Tagen. Während das Original-R sich also beim Abklingen des Infektionsgeschehens der Null annähert, beträgt das RKI-R bei gleichbleibender Anzahl nachgewiesener Infektionen genau 1. Bedenkt man, dass das RKI sich bei der Berechnung nicht auf die tatsächlich gemeldeten Fälle beschränkt, sondern auch noch"erwartete" Fälle in beliebiger Höhe dazu addiert (Nowcast), darf man das Ergebnis zwar als meisterliches Hütchenspiel, aber als Schande für die Epidemiologie werten.

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