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Avatar #830245
am Mittwoch, 27. Mai 2020 um 21:05

Digitale Akte halte ich für wenig sinnvoll, weil

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Mehrheit der Bevölkerung hält elektronische Patientenakte für sinnvoll
vom Mittwoch, 27. Mai 2020
die Gefahr besteht, dass Ärzte die evtl. Fehldiagnosen ihrer Vorgänger ungeprüft übernehmen.
Untersuchungsergebnisse wie Laborbefunde, Ergebnisse technischer Untersuchungen (EKG, Lz-Blutdruck, Lungenfunktionsprüfung, etc.) könnte man in der dig. Akte speichern.
Arztbriefe oder andere Wertungen sollten m. E. nicht gespeichert werden. Ich würde bei mir die Zustimmung dazu verweigern oder die Zustimmung nur auf einzelne von mir geprüfte Berichte erteilen.
Avatar #106067
am Mittwoch, 3. Juni 2020 um 10:18

GKV-Kassen müssen IT-Kundendienst machen

In diesem Zusammenhang habe ich heute an den Kollegen Ullrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands e. V. zu seinen aktuellen Nachrichten aus Berlin vom 02. Juni 2020 geschrieben:

"Lieber Kollege Ulrich Weigeldt,

Herzlichen Dank für Ihren aktuellen Rundbrief. Und ganz besonders für Ihre Kernaussage: „Wir machen Medizin, nicht den IT-Kundenservice für Krankenkassen!“

Aus meiner Sicht ist es unerträglich, dass ständig auf die niedergelassenen Haus- und Fachärzte eingedroschen wird, wir hätten nicht unsere EDV-Hausaufgaben gemacht.
Im Gegenteil! Unsere EDV-Anlagen sind zumeist auf dem neuesten Stand, werden durch teure Updates ständig aktualisiert und durch Praxispersonal/Praxisinhaber gewartet.

Ich spreche für viele meiner Kolleginnen und Kollegen, die im hausärztlichen Bereich ein Höchstmaß an Digitalisierung und elektronischer Patientenakte in der Praxisdokumentation seit Jahrzehnten (in meiner Praxis seit 1997) implementiert und realisiert haben. Wir sind es, die jederzeit auf Knopfdruck eine komplette medizinische EDV-Dokumentation erstellen, auf beliebigen elektronischen Medien speichern und herausgeben können.

Davon kann man bei den Gesetzlichen Krankenkassen der GKV nicht mal ansatzweise sprechen: Immer noch müssen massenweise papiergestützte Formulare umständlich, händisch ausgefüllt, gestempelt und eigenhändig unterschrieben werden. Immer noch wird der uneingeschränkte EDV-Austausch unter Kolleginnen und Kollegen in Klinik und Praxis be- und verhindert, ohne dass es dafür sachlich-inhaltliche Gründe gäbe.

Ich würde mich freuen, wenn Sie bei Ihrem nächsten Rundbrief darauf noch einmal explizit hinweisen könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler
Facharzt für Allgemeinmedizin
Kleppingstr. 24
44 135 Dortmund

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