DÄ plusForenKommentare NewsMuss man lebhafte Kinder unbedingt zu Patienten machen?

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #830245
am Donnerstag, 18. Juni 2020 um 11:12

Muss man lebhafte Kinder unbedingt zu Patienten machen?

Kommentar zur Nachricht
Computerspiel unterstützt Behandlung von Kindern mit ADHS
vom Mittwoch, 17. Juni 2020
Wenn man alles, was man zu ADHS hört und liest, gewinnt man den Eindruck, dass da oft gesunde Kinder zu Patienten gemacht werden. Ist es nicht positiv, wenn ein Kind lebhaft ist?
Vielleicht gibt es auch nur zu viele Psychologen und Psychiater?
Avatar #794668
am Donnerstag, 18. Juni 2020 um 13:03

Antwort

Pathologisiert werden Kinder/Jugendliche/Erwachsene mit ADHS nur durch die Reaktionen ihrer Umwelt.
Fragen Sie doch mal GrundschullehrerInnen, ob sie es positiv finden, wenn Kinder lebhaft sind!
In Eltern-Selbsthilfegruppen höre ich immer wieder von geradezu gruseligen Szenen, in denen engagierte Eltern zu unerwünschten Helikoptereltern degradiert werden und den betroffenen Kindern Zumutungen abverlangt werden, die bei Hunden unter ähnlichen Voraussetzzungen den Tierschutz auf den Plan rufen würden.

Ob wir "zu viele" Psychiater und Psychologen haben, kann ich nicht beurteilen.
Es mangelt aber mit Sicherheit an Fachleuten im diagnostischen und therapeutischen Sektor, die wirklich wissen, was sie tun.
Avatar #749369
am Donnerstag, 18. Juni 2020 um 20:54

Erst mal schlau machen und dann erst reden... ...

...das gilt auch für bestimmte Kommentare auf Atilla-Hildmann-Niveau auf ärzteblatt online...

ADHS wird ansonsten nach wie vor unterdiagnostiziert und nicht überdiagnostiziert (auch wenn sich erfreulicherweise langsam aber sicher etwas tut.)... siehe dazu https://adhs-forum.adxs.org/viewtopic.php?f=7&t=124

Wer nicht nur komplett abgedroschene, von der Wirklichkeit längst widerlegte Plattitüden von sich geben will, der kann sich ja mal umher lesen in Erfahrungsberichten von Betroffenen in ADHS-Internetforen https://adhs-forum.adxs.org/index.php

ADHS macht übrigens um die 10% der Gesamtbevölkerung in Deutschland und mindestens 30% bis eher 50% der Gesamtzahl der Patienten in der Psychiatrie aus https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0043-119987?device=mobile&innerWidth=360&offsetWidth=360

Zur zwar bröckelnden, aber nach wie vor vorhandenen Inkompetenz, Ignoranz und Arroganz hinsichtlich ADHS auch das hier https://www.doccheck.com/de/detail/articles/12992-adhs-geballte-inkompetenz-und-ignoranz-der-psychiater

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos