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am Donnerstag, 16. Juli 2020 um 11:31

Deutsche CORONA-App - ein Trauerspiel

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COVID-19: Leopoldina diskutiert Rolle der Tracing-Apps
vom Mittwoch, 15. Juli 2020
Bisher hat ein papiergestütztes(!) Formular, das keinesfalls fotokopiert und weitergegeben werden. darf, 2 Teile: Ein Teil geht ans Labor, die untere Hälfte nimmt der Patient umständlich mit nach Hause.

Auf beiden Teilen ist ein identischer QR-Code aufgedruckt, der es möglich macht, dass das Ergebnis zum richtigen Patienten führt. Jedoch nur, wenn der Patient das Laborergebnis in seiner App freigibt, werden – falls der Test positiv ausfällt – dann auch die richtigen Kontaktpersonen dieses Patienten darüber benachrichtigt, dass sich ihr Risikostatus verändert hat.

In dem gesamten Prozess werden keine Namen hin und hergeschickt, sondern anonyme Nummern. Der QR-Code steht letztlich für eine zehnstellige TAN-Nummer für die Laborprobe und den Patienten.

Doch in der Praxis müssen zurzeit Patienten, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, die App auf ihr Handy herunterladen, bei einer Hotline anrufen (Telefon: 08 00 / 7 54 00 02), sich plausibel(?) identifizieren und erst dann die zehnstellige TAN in ihre App eingeben.
Erst nach diesem extrem bürokratischen Manöver werden endlich die Kontaktpersonen der vergangenen zwei Wochen durch die App kontaktiert. Das machen viele Smartphone-User niemals mit.

Das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystems für den Infektionsschutz (DEMIS) berichtet von gerade erst 15% der Labore, Gesundheitsämter und weiteren Gesundheitseinrichtungen, welche die Testergebnisse online in das System einstellen. Das rot-rot-grüne Bundesland Berlin hat noch nicht einmal das geschafft.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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