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Avatar #810440
am Dienstag, 21. Juli 2020 um 19:43

Triage- Kein Problem

Kommentar zur Nachricht
Verfassungs­beschwerden gegen Triage eingereicht
vom Dienstag, 21. Juli 2020
Keine Behandlung wenn eine Patientenverfügung dies ausschließt!

Die Regel Frauen und Kinder zuerst, hatte früher evtl. Gründe. Aber wer will überhaupt künstlich beatmet werden? Ich nicht!
Avatar #735550
am Dienstag, 21. Juli 2020 um 20:34

Sind hier nicht logische Fehler?

"Nach Ansicht von Abilitywatch, die die betroffenen Kläger unterstützt, ist eine Lösung, die Menschen mit Behinderungen in so einer Situation benachteiligt, nicht verfassungs­ge­mäß." - Bestreitet das irgend jemand? Das sieht mir nach einem Strohmann-Argument aus - ich bastle einen Standpunkt, den ich der Gegenseite unterstelle, und bekämpfe dann diesen Standpunkt.

"Mediziner könnten entscheiden, wie eine lebensrettende Behandlung aussehen könne und für wen sie indiziert sei." - Das ist schön. Auch meine Meinung.

"...dass der Gesetzgeber seiner Schutzpflicht den betroffenen Bür­gern gegenüber nachkommt und verfassungsrechtlich nachprüfbare Prinzipien regelt, nach denen im Fall einer Triage zu entscheiden sei." - Warum, wenn die Ärzte entscheiden können?

„Wenn es zu wenig Behandlungsplätze gibt, ist die Frage, wer diese bekommt, hingegen keine medizinische Frage, sondern eine Gesellschaftliche“, schreibt Abilitywatch. - Um Gotteswillen, das ist natürlich eine medizinische Frage! Was sonst?

Insgesamt erscheint mir das sehr unausgegoren.
Avatar #709744
am Mittwoch, 22. Juli 2020 um 11:50

Unterstützung für Abilitywatch

Im Falle einer Triage geht es immer auch um gesellschaftlich-ethische Fragen - niemals nur um "reine" Medizin. Oder möchte irgendjemand behaupten, dass Ärzt_innen Menschen ohne ethische und gesellschaftliche Vorstellungen sind?
Avatar #722321
am Sonntag, 26. Juli 2020 um 00:42

Frage der Erkennung vorbestehender Behinderung

Auch vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) kam Kritik. Habe mir daraufhin den Triage-Text durchgesehen. Konnte eigentlich kein rechtes Risiko erkennen. Dennoch könnte insbesondere bei ausgeprägter Seh-oder Hörbeeinträchtigung die Gefahr der Fehleinschätzung entstehen. Aus meiner Sicht sollte deshalb die Richtlinie expressis verbis ergänzt werden:
!!! Auf etwaige vorbestehende Behinderungen achten, insbesondere auf Beeinträchtigungen des Sehens, des Hörens und des Sprechens!!!!

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