DÄ plusForenKommentare NewsAntibiotika können 2 von 3 Operationen bei unkomplizierter Appendizitis vermeiden

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Avatar #103970
am Dienstag, 28. Juli 2020 um 22:49

Antibiotika können 2 von 3 Operationen bei unkomplizierter Appendizitis vermeiden

Schlechter Artikel. Welches Antibiotikum.
Dieter Döring
FA für Allgemeinmedizin
Avatar #546371
am Mittwoch, 29. Juli 2020 um 09:47

Diese Information vermisse ich auch

In der Tat fragte auch ich mich nach dem Lesen des Artikels, welches Antibiotikum bzw. welche Antibiotika zum Einsatz kamen.
Bei intravenöser Gabe gehe ich jedoch davon aus, daß die Behandlung stationär stattfand. Daraus schließe ich weiterhin, daß ein ambulantes Behandlungssetting, etwa in einer Allgemeinarztpraxis, nicht sinnvoll ist.

Angelika F., Allgemeinärztin
Avatar #719548
am Donnerstag, 30. Juli 2020 um 10:25

Antibiotikagabe ist auch ein (noch oft unverstandener) Eingriff

Wir wissen ja spätestens seit den Checkpoint-Inhibitoren und den Teil- Verlust deren Wirkung im Rahmen einer Antibiotika-Behandlung, daß unser Darm-Mikrobiom und die damit zusammenhängende Organisation unserer Immunlage (extra vage formuliert) eine deutliche Rolle spielt. Unkritische Antibiotikagabe - und hier wurden ja Diagnosen behandelt, die aus der Bildgebung kamen - halte ich bezüglich der Spätwirkungen für mindestens genauso bedenklich wie die Entfernung der Appendix. Dies sollte man ja auch nur dann tun, wenn klinisch eine lokale Peritonitis vorliegt. Man kann zwar mehr operieren, wenn man Ultraschallbilder oder MRT-Bilder behandelt, aber ethisch ist das nicht... Auch wenn es vielleicht den GF freut.

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