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Avatar #837554
am Freitag, 31. Juli 2020 um 17:10

Welche Motivation treibt eine derart einseitige Darstellung?

Zunächst bleibt man nach Lesen diese Artikels peinlich berührt zurück, liest sich der Artikel doch wie ein reines Lobbypapier. Auch wenn der Autor sicher keinerlei derartige Verbindungen aufweist, werden nach Blick in Publikationsliste und Internet Auftritt Interessen und Motivationslagen durchaus deutlich. Verwundert hat mich letztlich, dass die Thematik der Dissertation von Herrn Dr. Scholl und dem damit gezeigten frühen Interesse an ethischen Fragestellungen keinerlei Niederschlag in dessen Polemik findet. Vor diesem Hintergrund und der jüngsten Stellungnahme des deutschen Ethikrates zum Thema, kann man von einem ethisch orientierten Berufsstand durchaus verlangen, derartige Überlegungen mit einzubeziehen.
Avatar #106067
am Mittwoch, 16. September 2020 um 11:16

Mein Ernährungs-ABC

1. AUTHENTIZITÄT - stark übergewichtige (BMI 35++) KollegInnen sollten keine Ernährungsberatung machen, es sei denn, sie üben sich in

2. BESCHEIDENHEIT, was ihre eigenen Gewichtsreduktions-Ziele und Aktivitäten angeht.

3. CRASH-DIÄTEN sollten vermieden werden. Sie führen zu Jo-Jo-Effekten und höherer Inzidenz von Cholelithiasis.

4. EINSCHRÄNKUNGEN - es geht nicht ohne massive Veränderung und Reduktion der Energieaufnahme.

5. FERTIGGERICHTE müssen weg, auch wenn es der Lebensmittelindustrie nicht passt!

6. GESUNDHEIT und Ernährung ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit.

7. HILFREICH sind ausgewogene Diäten, ob low fat, low carb, paläo, ovo-lacto-vegetarisch, trennkost oder intervall.

8. JUTE STATT PLASTIK: eigenhändig frisch zubereitet, z. B. Salat (nicht keimbelastet im Plastikbeutel) oder ungezuckerter Vollmilch-Joghurt mit frischen (!) Früchten verdünnt, nicht verarbeitetes (unprocessed meat) Fleisch usw.

9. KUNST ODER KANN DAS WEG? Kein Kunstkäse, vegetarischer Fleisch- und Wurstersatz, Eiweiß- oder Milchpulver, Kunstaromen, Geschmacksverstärker und unnötige Zusatzstoffe.

10. LIEBER mit gutem Gewissen genießen, statt unnötig kasteien.

11. MENGEN reduzieren. Auch Alkohol, Zigaretten und a l l e weiteren Drogen gehören dazu!

12. NICHT NACHLASSEN - auch Diätfehler, Exzesse und Ausrutscher sind korrigierbar.

13. OPULENTE Gewürze, Blüten, Dekos mit Kräutern - das Auge ist mit!

14. PROTEINREICH ist nicht Alles, aber Wichtig. Fette und Kohlenhydrate sind qualitativ, nicht quantitativ gefragt.

15. QUINOA ist schön und gut, aber durch heimische Produkte ersetzbar. Es muss nicht den in Süd- und Mittelamerika heimischen Bauern weggekauft werden.

16. REGIONALITÄT hilft nicht nur die CO2-Bilanz zu verbessern.

17. SESAM ÖFFNE DICH - japanische, chinesische und fernöstliche Lebens-("in der Ruhe liegt die Kraft") und Ernährungsweisen mit pflanzlichen Ölen, viel Gemüse und moderaten Fleisch- und Fischmengen können die legendäre in Japan belegte Lebenserwartung mit bedingen (ausgenommen SUMO-Ringer). Dies gilt auch für die europäische mediterrane Diät mit moderatem Alkoholgenuss.

18. TEE-ZEREMONIE - ostfriesisch entspannend und beruhigend auch mit Sahne im hektischen Alltagsleben, doch bitte wenn erforderlich nur Rohr- statt Rübenzucker verwenden.

19. UMWELTBEWUSSTSEIN fördern, UNIFORMITÄT vermeiden. Regionalität ist ein wichtiges Thema, aber kein Dogma. Fisch (der manchmal aus Alaska/USA kommt) muss man mögen; bitte nichts erzwingen.

20. VIELFALT VS. VEGANISMUS: Das Nahrungs- und Genussmittelangebot ist bei uns im Gegensatz zu Dritte-Welt- und Schwellenländern allgemein zugänglicher Luxus auch bei ALDI & Co geworden. Eine bewusste Mangelernährung ist bei menschlichen Omnivoren und mit Muttermilch Gestillten m. E. obsolet.

21. WAHRHEITEN, allgemeingültig,
herauszufinden, ist in der Oekotrophologie fast unmöglich. Interessenverbände, Lobbyisten, "gekaufte" Wissenschaft, "Gesundheits"-Politik, "pressure groups" schaffen nicht Wissen, sondern Marktmacht, Trends, Meinungsmache und dienen den Kapitalverwertungsinteressen der global operierenden Lebensmittelkonzerne.

22. X-DIÄTEMPFEHLUNGEN nutzen rein gar nichts, wenn der Input regelmäßig größer als der Output ist. Selbst einen Hund anzuschaffen nützt nichts, wenn dieser nur auf dem Laufband "gassi" geht.

23. ALL-YOU-CAN-EAT/YOU-CAN-DRINK und FLATRATE-MENTALITÄT sind echte Totengräber im Gesundheits- und Krankheitswesen post-industrieller Gesellschaften - zugleich schaffen medizinische Forschung, Entwicklung und Versorgung die höchsten Lebenserwartungen der Welt.

24. ZEIT ist der wichtigste Faktor bei der eigenständigen Beschaffung, Zubereitung und dem genussvoll Verzehr von Speisen und Getränken - so wichtig wie die Luft zum Atmen. Das sollten wir uns alle nicht nehmen lassen.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund (z.Zt. Ramatuelle/F)
Avatar #842462
am Freitag, 18. September 2020 um 10:49

Falschaussage Treibhausgasemissionen

Laut Johannes Scholl "trägt der gesamte Agrarsektor zu 9,3 % zu den Treibhausgas-Emissionen bei". Das ist falsch. Wer dem Link zur Quelle (United States Environmental Protection Agency - EPA) folgt kommt zu den "U.S. Greenhouse Gas Emissions and Sinks", also lediglich dem US-amerikanischen Anteil. Steht kaum zu übersehen in der Überschrift.
Durch eine kurze Recherche (eigentlich nur die drei Wörter "co2 emissions agriculture" bei google eingeben) kommt man ebenfalls zur EPA. Hier werden jedoch die weltweiten Emissionen betrachtet und die EPA kommt zu dem Schluss, dass die Landwirtschaft weltweit mit 23 % zu den Treibhausgasemissionen beiträgt.

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