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Avatar #753715
am Donnerstag, 30. Juli 2020 um 18:57

Junge ÄrztInnen/ „Arzt für digitale Medizin“

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Junge Ärzte schlagen „Arzt für digitale Medizin“ vor
vom Dienstag, 16. Juni 2020
Ich halte das für unsinnig. Es gab ja früher auch keinen Arzt für Telefongespräche oder Arzt für Kugelkopfschreibmaschinen-Arztbriefe. Digitale Technologien sind Mittel zum Zweck, idealerweise zur Unterstützung der ärztlichen Diagnostik, Therapie und Beratung, Dokumentation und Abrechnung, sowie zur Verbesserung der intersektoralen, interdisziplinären und Interprofessionellen Kooperationen.
Sinnvoll wäre, wenn angehende Ärztinnen und Ärzte schon im Studium verschiedene digitale Technologien kennenlernen würden und mit ihren KollegInnen aus anderen Gesundheitsberufen den Einsatz dieser Technologien reflektieren.
Avatar #763854
am Sonntag, 9. August 2020 um 14:06

Zusatzbezeichnung Medizinische Informatik

Das wäre eine konsequente und zukunftsweisende Weiterentwicklung der Zusatzbezeichnung „Medizinische Informatik“. Die Zusatzbezeichnung Medizinische Informatik wurde gerade dementsprechend überarbeitet: https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Weiterbildung/_Muster-Kursbuecher/20200428_MKB-MedInformatik.pdf #MedizinischeInformatik #DigitaleMedizin
Avatar #839347
am Dienstag, 18. August 2020 um 10:37

Eine weitere Facharztrichtung für digitale Medizin?

Für welches Problem soll das die Lösung sein? Das geht aus meiner Sicht am (Patienten-)Bedarf vorbei.

Es braucht Ärzt*innen mit Erfahrung in der Prävention, Behandlung und vor allem im Management chronischer Erkrankungen, die etwas von dem verstehen, was sie anwenden und verordnen sollen und wollen. Und was macht das Praxis-Team?

Nötig sind interdisziplinäre Ansätze: Wie werden Technologie-gestützt die richtigen Informationen zur richtigen Zeit dort und dann verfügbar für die, die damit arbeiten, eine bessere individualisierte Versorgung ermöglicht und vor allem die Gesundheits- und Digitalkompetenz unterstützt - auch bei Patienten, anderen Berufsgruppen und Akteuren, die in der Versorgungskette mitspielen?

Bildung und Vernetzung in der Fläche sind die Game Changer und nicht noch mehr Institutionalisierung und Isolierung von Expertentum.

Oder schreibt der Hausarzt der Ärztin für digitale Medizin ein Konsil, welche App er der Patientin verordnen soll? Dabei könnten doch z.B. KI-basierte Tools unterstützen, die speziell für Allgemein- & Schwerpunktpraxen entwickelt werden könnten - wenn sich Fach-, IT-Expert*innen und politisch Verantwortliche zusammentuen und auch mal Patientenvertreter einbeziehen würden.

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