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Avatar #722321
am Mittwoch, 12. August 2020 um 00:25

falsche Hoffnung

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Freie Wähler für Rückkauf privatisierter Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt
vom Dienstag, 11. August 2020
Einfach nur die Krankenhäuser zurückkaufen und meinen, dass dann alles wieder gut werden würde, ist aus meiner Sicht eher eine "falsche Hoffnung". Die Krankenhäuser wurden ja verkauft, weil die Träger der öffentlichen Hand sich von dieser Bürde trennen wollten. Aus meiner Sicht und nach meinem Kenntnisstand liegt das Problem ja nicht nur in Fallpauschalen und vergleichbaren Fragen, oft sind es ja Strukturprobleme, z. B. sinkende Entbindungszahlen in der Geburtshilfe oder Fachkräftemangel, sei es im ärztlichen oder pflegerischen Bereich. Auch wenn es unter sozialem Aspekt f. manche bitter klingen mag, ein Rückkauf ohne grundlegende Reformen ist aus meiner Sicht eher rückwärts gewandt; die von der CDU geäußerten Vorstellungen, die wesentliche Strukturveränderungen bedingen dürften, sind aus meiner Sicht die einzige Möglichkeit sinnvollen Handels. Man muss alles zusammen sehen und immer wieder fragen, wer zahlt alles? "Der Staat" oder "die Allgemeinheit" mögen manche sagen; Aber, wer ist der Staat? Der Staat sind wir, die Bürgerinnen und Bürger!!! Und am Ende eine "böse" Erkenntnis: "Wo ein Bett ist, ist auch ein Patient", aber der Patient muss auch nach neuesten Erkenntnissen versorgt werden!
Avatar #92214
am Mittwoch, 12. August 2020 um 10:43

Freie Wähler für Rückkauf privatisierter Krankenhäuser.....

Keine utopische Idee, nämlich dann nicht, wenn der zukünftige Betreiber vergleichbare Maßstäbe wie der private setzt. Gleichzeitig ist natürlich zu erkunden, warum die Verluste, die sicherlich zur Veräußerung eines Klinikums geführt haben, entstanden sind und warum diese nach Kauf durch den Privaten wohl nicht mehr entstehen. Die verpönten Wirtschaftlichkeitsprüfungen durch fachkundige Berater (z.B. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, öffentlich bestellt und vereidigte Sachverständige u.a.) müssen als Grundlage für Übernahmegespräche dienen. Das Land muss sich verpflichten, den wahrscheinlich zu finanzierenden "Wiedereinkaufspreis" mittel- bis langfristig durch die Übernahme von Zins und Tilgung sicherzustellen. Die Krankenkassen müssen sich ggf. mit einem höhren Entgelt abfinden müssen, wenn z.B. tarifgebundene Löhne und Gehälter gezahlt werden. Nochmals: Im Ansatz eine überlegenswerte Idee. Sollte diese auch auf den Bereich SGB XI, also Alten- und Pflegeheime, ambulante Dienste übertragen werden?

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