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Avatar #745246
am Freitag, 14. August 2020 um 02:02
geändert am 14.08.2020 02:27:02
geändert am 14.08.2020 02:31:11

Ich bitte um ein wenig mehr Relativierung

Kommentar zur Nachricht
Deutlich mehr Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 – vor allem bei Jüngeren
vom Donnerstag, 13. August 2020
In der Kalernderwoche 32 wurden laut RKI der bisherige Rekordwert von 672.671 Tests auf SARS-CoV-2 verzeichnet bzw. durchgeführt. Positiv getestet wurden davon 6909 Personen, was einem Anteil von 1.03% entspricht. (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-08-12-de.pdf?__blob=publicationFile)

Wir alle kennen die geringe, aber dennoch vorhandene Fehlerquote der dafür existierenden Testverfahren und daher ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, das es sich bei einem großen Teil der heute noch positiv Getesteten, nur um Falsch-Positive Resultate handelt.

Ob eine zusätzliche Infektion durch z.b. Influenzaviren oder auch andere Erreger besteht, wird meines Wissens zusätzlich ebenfalls nicht annährend flächendeckend getestet oder dokumentarisch erfasst. In meinen Augen ein medizinisches Paradoxon sofern man bedenkt, das die Sentinellabore in Deutschland einen mehr als signifikant höheren Anteil an positiv auf Influenza Getesteten angeben, als dies jemals beim Corona-Erreger der Fall gewesen wäre bzw. noch ist.
Avatar #826363
am Sonntag, 16. August 2020 um 10:51

Es geht nicht nur um Tote

@Andre B.
Was nicht passt, wird passend konstruiert.
1. Die Zahl falsch negativer Tests ist um ein Vielfaches höher als falsch positiver. Wer wirklich in dieser Pandemie etwas mit Tests und Patienten zu tun hat, weiß das auch.
2. Relativierung ist immer Unsinn.
3. Auch bei vermeintlich "leichten" Verläufen kommt es vielfach zu Schäden an der Lunge und anderen Organen.
4. Problematisch an der steigenden Zahl infizierter Jüngerer ist die hohe Anzahl sozialer Kontakte sowie die Teilnahme an möglichen Superspreading-Events wie Schule, Feiern usw.
5. Gefährdungen kleinzureden hat noch nie geholfen, es geht um eine realistische Einschätzung. Alle Daten zeigen eindeutig: es ist nicht gut, was sich im Moment anbahnt.
6. Wer Leugnungsthesen verbreitet, wirkt daran mit, dass wir dahin kommen, wo wir alle nicht hinwollen: erneute striktere Maßnahmen zur Eindammung.
Avatar #745246
am Dienstag, 18. August 2020 um 02:41
geändert am 18.08.2020 02:44:47
geändert am 18.08.2020 02:46:58
geändert am 18.08.2020 02:50:24
geändert am 18.08.2020 02:51:52
geändert am 18.08.2020 02:53:16
geändert am 18.08.2020 02:54:22

“Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.” (Albert Camus, 1947)

@eugfra
Getreu dem von mir ztierten Sprichwort möchte ich folgendes dazu sagen. Auch Sie bitte ich eindringlich Ihr Schwarz.-Weiss Denken zu hinterfragen und wenigstens einmal in Erwägung zu ziehen, das es einen fundamentalen Unterschied ausmacht, ob eine Person Dinge wissenschaftlich hinterfragt oder man wie in Ihrem Fall schlicht Meinung zu Fakten macht. Das in Zusammenhang bringen von validierten Zahlen und den zur Bewertung dessen unerlässlichen Bezugsgrößen, hat mit "Konstruieren" rein gar nichts zu tun! Ganz im Gegenteil, das RKI bastelt sich trotz besserem Wissen seit Beginn der Einschränkungen eine Gefährdngssituation, die schilcht und einfach erschreckend unwissenschaftlich, völlig vezerrt und mehr als nur unpräzise dargestellt wird. Eigentlich eine Schande für dieses bislang so renomierte Institut und einstigen Wiege der Infektologie.

Grundsätzlich muss der Verordnungsgeber nachweisen, dass die Corona-Verordnungen für die angegebene Zielsetzung (Vermeidung einer Überlastung des Gesundheitssystems?) geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sind. Es müssten also bereits übergreifende, wissenschaftlich untermauerte Begründungen dafür vorliegen, die alle genannten Zweifel hinfällig machen. Können Sie dazu bitte seriöse, wissenschaftliche Quellen nennen?

Bevor ich auf Ihre einzelnen Punkte eingehe, so möchte ich kurz versuchen zu verdeutlichen, wieso die ursächliche "News" und dann in der Form präsentiert, so absolut NULL Aussagekraft hat.

Die täglich vom RKI veröffentlichte Zahl der SARS-CoV-2-Infizierten ist als völlig unbrauchbar zu betrachten, wenn sie sich in der gleichen Größenordnung wie dieser zu erwartende Fehler bewegt. Dafür benötigt es kein medizinisches Fachwissen, sondern bloß ein wenig Schulmathematik. Für eine objektive Beurteilung der epidemiologischen Lage ist es erforderlich, den Messfehler der Tests aus den Ergebnissen heraus zu rechnen. Um die Abhängigkeit von der Anzahl der Tests zu beseitigen, müsste jeweils mit den relativen Werten der Infizierten in Bezug auf die Anzahl der Tests gerechnet werden, nicht mit den absoluten Zahlen der Infizierten. Jedoch ist auch in diesem Fall eine Relevanz des R-Werts bei ausklingender Krankheit nicht erkennbar.

Zu Ihren Punkten:
1. "Die Zahl falsch negativer Tests ist um ein Vielfaches höher als falsch positiver. Wer wirklich in dieser Pandemie etwas mit Tests und Patienten zu tun hat, weiß das auch."

Bevor man an Anderen die man nicht kennt auf einem bestimmten Gebiet Unwissenheit attestiert, so sollte man selbst annährend wissen wovon man spricht. Ihre obrige Aussage ist zwar grundsätzlich nicht übermässig relevant , aber dennoch falsch! Da Ihnen dahingehend leider auch elementares Wissen zu fehlen scheint, empfehle ich Ihnen folgende Lektüre dazu. ( https://multipolar-magazin.de/artikel/warum-die-pandemie-nicht-endet & https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/hcp/duration-isolation.html)

2. Wieso sollte/kann eine fundierte wissenschaftlich begründete Relativierung Unsinn sein?

3. Aufgrund der geringen Anzahl an Personen die erkranken und überhaupt hospitalisiert werden müssen bzw. bei denen eine schwere Lungenschädigung das nötig macht, ist dies wie bei Influenza auch eine schwerwiegende, aber dennoch sehr selten auftretende Komplikation.

4. Inzwischen sollten Sie es ja verstanden haben, wir haben nicht mehr Infizierte oder gar Erkrankte, sondern erfasst werden größtenteils nur boch falsch-positive Ergebnisse.

5. Wenn man die oben genannten Zahlen und Ihre Bedeutung verstanden hat, dann ist auch das erledigt.

6. Von Welchen Thesen sprechen Sie bitte? Mich interessieren in diesem Zusammenhang auch keinerlei Thesen, sondern nur fundierte wissenschaftliche Informationen.

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