DÄ plusForenKommentare NewsIn Pflegeheimen und Krankenhäusern wird nicht routinemäßig getestet: Folge sind lfd. Neuinfektionen

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Avatar #835656
am Samstag, 22. August 2020 um 11:24

Analyse des RKI durch Verzerrungen geprägt

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Infektionsketten oft zwischen privaten Haushalten
vom Freitag, 21. August 2020
Leider sind die zur Verfügung stehenden Daten ziemlich ungünstig verteilt, sodass die Minderjährigen und Senioren mit Haushalten und Betreuungseinrichtungen überproportional stark repräsentiert sind.

Den U20ern und Ü80ern kann nämlich in 43,6% der Fälle ein wahrscheinlicher Infektionsort zugeordnet werden, während das für die übrigen, die 81,6% der Fälle repräsentieren, nur bei 23,6% möglich war.

29,4% der Daten stammen also von 18,4% der Fälle - und deren hauptsächliche Infektionsort sind (im Gegensatz zu den übrigen 81,6%) Haushalte und Betreuungseinrichtungen.

Bei den übrigen 81,6% war eine Zuordnung nur in 23,6% der Fälle möglich - und in dem Fall häufig der Haushalt, Arbeitsplatz (insbesondere Tönnies&Co) oder eine Gesundheitseinrichtungen der wahrscheinliche Infektionsort.

Diese möglichen Infektionsorte sind also überproportional stark vertreten und dieser Effekt wird durch den hohen Anteil von 73%, denen keinen Infektionsort zugeordnet werden kann, nochmal verstärkt.

Krankenhäuser und Seniorenheime nehmen durch die vielen vulnerablen Personen natürlich nochmal eine besondere Bedeutung ein (auch unabhängig vom Anteil der Infektionen) - aber die Bedeutung von Haushalten wird, dadurch dass es zu vielen anderen Orten schlicht und ergreifend gar keine Informationen gibt, evtl stark überzeichnet.

Die gewonnenen Erkenntnisse sind also primär durch die Art und Weise der Datenerhebung geprägt und diese müsste eigentlich deutlich detaillierter und umfangreicher erfolgen, um letztendlich vernünftige Rückschlüsse ziehen zu können.
Avatar #830245
am Sonntag, 23. August 2020 um 00:15

In Pflegeheimen und Krankenhäusern wird nicht routinemäßig getestet: Folge sind lfd. Neuinfektionen

Zitat:
"Vor allem in Alten- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern sowie in Flüchtlings- und Asylbe­werber­unterkünften kam es hingegen zu mehr als zehn Neuinfektionen pro erkanntem Ausbruchsgeschehen." Und wieso gibt es in Pflegeheimen und Krankenhäusern immer mehr Neuinfektionen? Weil man dort zu wenig testet. Denn positive Tests würden Quarantänen nach sich ziehen und würden die Zahl der Infizierten deutlich verringern.
Daher wären laufende Tests in diesen Einrichtungen sehr sinnvoll.

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