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Avatar #729895
am Freitag, 25. September 2020 um 21:45

Wie sieht die Realität aus?

Kommentar zur Nachricht
Corona: Merkel trifft sich am Sonntag mit CDU-­Kabinettsmitgliedern
vom Freitag, 25. September 2020
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wie sieht die Realität in Ihren Praxen und Krankenhäusen aus? Haben Sie aktuell viele Corona- Patienten, die Symptome haben oder schwer erkrankt sind? Ich habe meinen letzten Patienten mit positiven Corona-Test und Symptomen (Bronchitis) Ende April gesehen und das trotz Korona-Schprechstunde. Ende April mussten wir Kurzarbeit unterschreiben, da wir fast nichts zu tun hatten. Wir durften keine Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen machen, die Menschen hatten Angst in die Praxis zu kommen und sagten die Termine ab. Ist es während einer Pandemie möglich, dass Ärzte und MFA in die Kurzarbeit geschickt werden? In diesen fast 7 Monaten hatte ich nicht einen Brief aus dem Krankenhaus bekommen, dass jemand von unseren Patienten wegen COVID in stationärer Behandlung war. Die Anzahl von positiven Test liegt aktuell bei 0, 74 bis 0, 86%. Der Test hat eine Fehlerquote von 1, 4%, das bedeutet, wie befinden uns im Bereich der Fehlertoleranz! Nicht die Anzahl der positiven Test ist für die Maßnahmen maßgebend, sondern die Anzahl von Schwerkranken und Toten.
Avatar #745246
am Montag, 28. September 2020 um 13:30
geändert am 28.09.2020 13:41:54

Aus dem "Panikpapier" des BMI zur Bewältigung der "Corona-Krise"

Auszüge:

4. Schlussfolgerungen für Maßnahmen und offene Kommunikation

4 a. Worst case verdeutlichen! Wir müssen wegkommen von einer
Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer
prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die
Älteren betrifft, den-ken sich viele dann unbewusst und uneingestanden:
«Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen,
wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe
ich so schon ein bisschen früher». Diese Mechanismen haben in der
Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen. Um
diegewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten
Auswirkungen einer Durchseu-chung auf die menschliche Gesellschaft
verdeutlicht werden:

(1)Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins
Krankenhausgebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend
zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen ist für jeden Menschen
eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Le-bensgefahr
schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls.Die Bilder aus Italien sind
verstörend.

(2)Kinder werden kaum unter der Epidemie leiden": Falsch. Kinder werden
sich leicht anste-cken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den
Nachbarskindern. Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon
qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil
sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es
das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.

(3)Folgeschäden: Auch wenn wir bisher nur Berichte über einzelne Fälle
haben, zeichnen sie doch ein alarmierendes Bild. Selbst anscheinend Geheilte
nach einem milden Verlauf können anscheinend jederzeit Rückfälle erleben,
die dann ganz plötzlich tödlich enden, durch Herzin-farkt oder
Lungenversagen, weil das Virus unbemerkt den Weg in die Lunge oder das
Herz gefunden hat. Dies mögen Einzelfälle sein, werden aber ständig wie ein
Damoklesschwert über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren. Eine
viel häufigere Folge ist monate-und wahrscheinlich jahrelang anhaltende
Müdigkeit und reduzierte Lungenkapazität, wie dies schon oft von SARS-
Überlebenden berichtet wurde und auch jetzt bei COVID-19 der Fall ist,
obwohl die Dauer natürlich noch nicht abgeschätzt werden kann.

Ausserdem sollte auch historisch argumentiert werden, nach der
mathematischen Formel: 2019 = 1919 + 1929!

"Man braucht sich nur die oben dargestellten Zahlen zu veranschaulichen
bezüglich der anzunehmen-den Sterblichkeitsrate (mehr als 1% bei optimaler
Gesundheitsversorgung, also weit über 3% durch Überlastung bei
Durchseuchung), im Vergleich zu 2% bei der Spanischen Grippe, und
bezüglich der zu erwartenden Wirtschaftskrise bei Scheitern der Eindämmung,
dann wird diese Formel jedem einleuchten."

Das vollständige Dokument lässt sich hier einsehen:
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/20
20/corona/szenarienpapier-covid-
19.pdf;jsessionid=1964954CD89D7225E8C39096DE13E1EE.1_cid295?
__blob=publicationFile&v=4
Avatar #745246
am Montag, 28. September 2020 um 15:46

@Ärzteblatt Redaktion

Sehr geehrte Damen und Herren,

wieso bitte wurde mein funktionierender Link zum Papier des BMI, durch einen
anderen GAR NICHT verfügbaren Link ersetzt?

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen im Voraus!

Ihre Version hatte noch den Vermerk "Für den Dienstgebrauch", die Version des
BMI ist daher "offiziell" und direkter.

Redaktion DÄ
Avatar #745246
am Montag, 28. September 2020 um 15:57
geändert am 28.09.2020 15:58:26

@Ärzteblatt -Korrektur bzw. Ergänzung

Der von Ihnen angebotene (geänderte) Link muss ganz in die Adresszeile der Browsers kopiert oder vollständig markiert und dann manuell geöffnet werden, ansonsten bekommt man eine Fehlermeldung angezeigt.
Avatar #795594
am Montag, 28. September 2020 um 23:06

Die Realität sieht so aus

Intensivbetten stehen größtenteils leer. Ganze Stationen werden seit Monaten vorgehalten für zu erwartende Covid19 - Patienten, die es nicht gibt. Dafür gibt's zum Glück Ausgleichszahlungen vom Staat.
Durchschnittlich 30% der Mitarbeiter in der Pflege und im Besonderen die Therapeuten wurden entlassen. Jene, die noch eine Anstellung haben, sind seit April in Kurzarbeit. Das dürfte überall das gleiche Bild sein. Fakt ist daß mit den Zahlen von angeblich Neuinfizierten getrickst wird. Jeder Wiederholungstest von einem einzigen Patienten, der durchaus mehrmals in einer Woche positiv getestet wird, wird uns als Neuinfizierter in den Medien gemeldet. Zahlreiche Aufklärungsvideos bei YouTube vom Corona-Ausschuss und vielen Ärzten, unabhängigen Journalisten und Anwälten.

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