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am Montag, 19. Oktober 2020 um 22:48

Retinopathie in den letzten 20-30 Jahren zurückgegangen

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Zu wenig leitliniengerechte Augenarzt­kontrollen bei Diabetes
vom Montag, 19. Oktober 2020
Das Ergebnis der zitierten Studie, dass "be­reits rund 30 Prozent aller neudiagnostizierten Diabetes-Typ-2-Patienten Veränderungen an der Retina aufweisen“, kann ich aus der Erfahrung in meiner Praxis der letzten 20 Jahre, an der Westküste Schleswig-Holsteins, nicht bestätigen. In den 80-er Jahren des vorigen Jahrhunderts war die diabetische Retinopathie noch recht häufig, Anfang der 90-er Jahre hat sie eindeutig abgenommen, damals begannen die Patienten damit, selber den Blutzucker zu messen - zu dieser Zeit lebte und arbeitete ich in Oberhessen. Möglicherweise handelt es sich um eine ältere Studie oder es gibt möglicherweise auch regionale Unterschiede (regionale Unterschiede in der Lebensweise sind ja bekannt; so ist Hamburg nach meinem Kenntnisstand die Stadt mit der höchsten Rate an Fitness-Center-Besuchen) vielleicht wird auch regional unterschiedlich oft getestet. In Dithmarschen, an der Westküste Schleswig-Holsteins, wo ich seit 20 Jahren tätig bin, sehe ich nicht wenige Patienten, die zur Funduskopie wegen ihres Diabetes kommen, aber nur wenige haben diabetische Netzhautveränderungen.
(Einem früheren Kreispräsidenten Dithmarschens wurden die Worte zugeschrieben: "Ein Dithmarscher ist entweder zwei Meter groß oder zwei Zentner schwer oder beides".)

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