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Avatar #748250
am Donnerstag, 22. Oktober 2020 um 22:50

Evidenz

Das rufen nach Evidenz i.S. der evidenzbasierten Medizin ist für die Kritiker der Maskenpflicht sehr einfach, da es diese nie geben wird. Es wird niemals eine prospektiv randomisierte Studie dazu geben, genauso wenig wie es eine zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes im OP geben wird oder gibt. Eine Kontrollgruppe ist auf Grund des hohen Risikos schlicht unethisch. Dieses Fehlen bedeutet allerdings nicht im Umkehrschluss, dass der MNS unwirksam ist!

Es gibt Studien, die auf eine Wirksamkeit des MNS bei Corona hindeuten, man muss sie wiederum nur wahrnehmen wollen, exemplarisch:
https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2768533 und das Editorial
https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2768532

Die Autoren des von Ihnen zitierten NEJM-Artikels distanzieren sich übrigens entschieden von der (auch von Ihnen vorgenommenen) Uminterpretation des Inhalts zu der Aussage, dass eine MNS-Pflicht/Empfehlung nichts bringt
https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMc2020836
"We therefore strongly support the calls of public health agencies for all people to wear masks when circumstances compel them to be within 6 ft of others for sustained periods."

Frau Professor Kappten bezieht sich übrigens auf Niedriginzidenzperioden (Juli 2020), da sind wir ja mittlerweile auch wieder raus.

Dias virusbeladene Speicheltropfen vom MNS abgefangen werden (und im Nahbereich entscheidend sind) ist schon lange technisch/methodisch einwandfrei bewiesen und darauf zielt ja auch das Tragen des MNS bei Corona und anderen Infektionskrankheiten.

Zum unanständigen Agieren unseres Präsidenten haben Frau Förtsch und Herr Dannenberg hier alles wesentliche gesagt. Die Folge ist nämlich im Zweifel u.a., dass wir in unseren Praxen und Notaufnahmen noch mehr von renitent-aggressiven Maskenverweigerern stehen haben, die sich auf den "obersten Kollegen" berufen können (was er sicherlich nicht intendiert hat, aber auslöst), den Betrieb stören, andere Patienten und das Personal gefährden und ultimativ sogar zu einer Schließung der Praxis führen können, so sie denn im worst case Corona in das Personal hereintragen.
Avatar #106067
am Donnerstag, 22. Oktober 2020 um 23:11

Vgl. auf Twitter

Thomas G. Schätzler
@ThomasGSchtzler
Antworten @BILD
Oberpeinlich! Gestern bei Lanz im ZDF als BÄK-Präsident konfabuliert: „Weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind“, wird er von Prof. K.-D. Zastrow"abgewatscht". Vgl. https://t.co/P3urw8VFV0

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Dr. med. Thomas Georg Schätzler
Arzt | Ärztin (Allgemeinmedizin)
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/29974-fluiddynamik-modelle-entkraeften-nicht-belegten-maskenschutz
FLUIDDYNAMIK-MODELLE ENTKRÄFTEN NICHT BELEGTEN MASKENSCHUTZ
Forschungsgruppen aus dem Bereich der Fluiddynamik entwickelten ein verbessertes Modell der Ausbreitung infektiöser Tröpfchen. Dabei zeigt sich, Masken tragen, Abstände halten führt nicht zu absoluter Sicherheit. Denn auch Masken können nicht verhindern, dass infektiöse Tröpfchen z.B. beim Husten/Niesen über mehrere Meter übertragen werden und in der Luft verweilen können.

Das Fluiddynamik-Modell für infektiöse Tröpfchen findet sich publiziert als

"Host-to-host airborne transmission as a multiphase flow problem for science-based social distance guidelines" von S.Balachandar et al. https://doi.org/10.1016/j.ijmultiphaseflow.2020.103439
Doch Mund- und Nasenmasken können in klinischer und alltagsgerechter Versuchsanordnung auch ohne aufwändige Fluiddynamik-Forschungen die tatsächliche Übertragung des Coronavirus zu einem großen Teil nachweisbar verhindern, jedoch nicht vollständig eindämmen. Damit sinkt die Ansteckungs-Wahrscheinlichkeit entscheidend. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie japanischer Wissenschaftler. Die Forschergruppe um Professor Kawaoka Yoshihiro und Professor Ueki Hiroshi vom Institut für Medizinische Wissenschaft der Tokio Universität hat dabei untersucht, wie gut welche Art von Masken schützen. Dazu wurden zwei Puppen mit den Gesichtern zueinander aufgestellt. Eine sendet das Virus aus, die andere atmet es ein. Das Ergebnis:

Trägt nur eine Person eine Stoffmaske ist das Ansteckungsrisiko um bis zu 17 Prozent geringer, eine chirurgische Maske reduziert das Risiko um 47 Prozent. Tragen beide Personen eine Stoffmaske, verringert sich die Ansteckungsgefahr um 70 Prozent, eine eng anliegende medizinische N95-Maske reduziert die Viruslast sogar um 79 Prozent.

https://rheinischer-spiegel.de/japanische-studie-testete-schutz-von-stoffmasken-ansteckungsgefahr-deutlich-verringert/
...

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #98718
am Freitag, 23. Oktober 2020 um 00:29

Gehört abgesetzt

Gottseidank gibt es hier Ärzte, die diesen Unsinn des Bundesärztekammerpräsidenten entlarven und widerlegen. Wenn man dessen Äußerungen über die Unwirksamkeit von Mund-Nasen-Schutz im Fernsehen in den letzten Tagen verfolgt, dann bekommt man als Patientin den Eindruck, dass die Wissenschaft hier in Deutschland bei manchen Ärztefunktionären einen ähnlich schweren Stand hat wie gegenwärtig in Amerika.
Dorothea Maxin, Lupus-Erythematodes-Selbsthilfegruppe Darmstadt
Avatar #672734
am Freitag, 23. Oktober 2020 um 08:43

Black Bus matters ... in Darmstadt weiter Mummenschanz!

"Der „Corona-Info-Bus“ wurde in Darmstadt vor allem von Anhängern verschiedener „Querdenken“-Initiativen aus Darmstadt, Wiesbaden und Frankfurt freudig begrüßt. "
https://www.op-online.de/region/darmstadt/corona-proteste-darmstadt-masken-maskenpflicht-gegner-verweigerer-leugner-querdenken-belagern-schule-90077095.html
Vielleicht noch freie Plätze im Bus ... für private Meinungsäusserung?
Avatar #640189
am Freitag, 23. Oktober 2020 um 10:16

Stratege der "Herdenimmunität"

Klaus Reinhardt hat sich bereits im März für eine (nicht durch Impfungen, sondern Masseninfektionen implementierte) Strategie der "Herdenimmunität" ausgesprochen:

"Wichtig ist, dass wir Risikogruppen isolieren, dann können wir durch eine langsame und kontrollierte weitere Ausbreitung in der jüngeren Bevölkerung einen Durchseuchungsgrad erreichen, der die Epidemie zum Ende bringt.“

(Aus diesem Interview zitiert: https://www.rnd.de/politik/gesellschaft-durch-corona-uberfordert-arzteprasident-reinhardt-warnt-ITO2SESDPBERXJNCUAWU4B36VQ.html)

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