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am Donnerstag, 29. Oktober 2020 um 12:44

Die Stunde der Kanzlerin

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Harte Einschnitte sollen nationale Gesundheitsnotlage verhindern
vom Mittwoch, 28. Oktober 2020
In ihrer Regierungserklärung hat die Bundeskanzlerin mit der notwendigen Klarheit die notwendigen Maßnahmen aufgelistet. Eine Regierungserklärung hat diesen Zweck. Sie ist NICHT Auftakt einer Grundsatzdebatte, sondern deren Ende. Diese Debatte hat auch seit Monaten stattgefunden : in der Bevölkerung, in den Landesparlamenten und auch im Bundestag, vor allem aber in den Wissenschaftsbereichen . Die Bundesregierung hat getan, wozu sie verpflichtete ist, nämlich aus diesem großen Spektrum von Debatten rationale Schlußfolgerungen zu ziehen und sie tut nun was sie tun muß - nämlich mit der der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus angepaßten Konsequenz Handlungen einzuleiten. Niemand hat das Parlament gehindert und niemand hindert das Parlament an Debatten und Gesetzesvorlagen. Den räumlichen und zeitlichen Gradienten der Virusausbreitung immer wieder zu hinterfragen ist Unsinn. Jeder kann das aus den täglichen Veröffentlichungen des RKI ganz einfach entnehmen. Die AfD als Opposition kann durchaus Normenkontrollklagen starten - einen Gefallen tut sie sich damit nicht. Denn allen Bürger, die die Regierungserklärung und die anschließenden Redebeiträge gesehen haben, wird die Profilierungsneurose der AfD und übrigens auch der FDP nicht verborgen geblieben sein. Es ist jetzt unerheblich, von wo sich das Virus anfänglich ausgebreitet hat ( es kam von den westlichen und südlichen Grenzen der Bundesrepublik). Jetzt gilt mit absoluter Priorität :"Ausbreitung stoppen". Das bedeutet nichts anderes als "Bewegung der Virustransporteure stoppen" - und die Virustransporteure sind wir selbst - die Bürger.
Avatar #106067
am Donnerstag, 29. Oktober 2020 um 13:39

Wem nützt die CORONA-KAKOPHONIE?

"Heute ist ein schwerer Tag", sagte die Bundeskanzlerin nach der Bund-Länder-Konferenz gestern, am 28.10.2020. "Wir wissen, was wir den Menschen zumuten."

'Hier stehen wir und können nicht anders'? Was ist das bloß für eine Botschaft der Politik angesichts steigender SARS-CoV-2-Infektionen und COVID-19-Erkrankungen?

Nach Gutsherrenart legen Bund und Länder ohne parlamentarische Abstimmung weite Bereiche des öffentlichen Lebens still.

Die Beschlüsse ab 02.11.2020:

- Nur noch Angehörige von zwei Haushalten mit maximal zehn Personen sollen sich treffen.
- MitarbeiterInnen sollen Heimarbeit machen.
- Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoostudios müssen im November schließen, Friseursalons bleiben geöffnet.
- Schulen und Kindergärten bleiben geöffnet.
- Einzelhandels-Geschäfte dürfen nicht mehr als einen Kunden pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche einlassen.
- Gottesdienste bleiben erlaubt.
- Verbot für Veranstaltungen im Unterhaltungs- und Freizeitbereich: Kinos, Theater und Freizeitparks bzw.
- Amateursport müssen ruhen; Spiele im Profisport finden ohne Zuschauer statt.
- Fitnessstudios und Schwimmbäder werden geschlossen.
- Verzicht auf private Reisen, Tagesausflüge und Verwandtenbesuche, Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen aufnehmen...

Der Verein "ÄRZTE FÜR AUFKLÄRUNG", der ja eigentlich gegen Aufklärung ist, lehnt die gewählte Bundesregierung rundweg ab. Das war bei deren Verschwörungstheorien auch nicht anders zu erwarten.

In der seriöseren Medizin-Szene gibt es einen Dissens. Einerseits wird beklagt: Ohne Nachverfolgbarkeit gerät das Infektionsgeschehen bei COVID-19 außer Kontrolle. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117819/COVID-19-Ohne-Nachverfolgbarkeit-geraet-Infektionsgeschehen-ausser-Kontrolle
Zu diesem Thema erklärte die Bundeskanzlerin aktuell, dass die Nachverfolgung bereits in 75% logistisch scheitern würde.

Andererseits wird die Abkehr von der individuellen Kontaktperso­nen­nach­verfolgung durch die Gesundheitsämter sowie die Einführung eines bundesweit ein­heitlichen Ampelsystems gefordert.
Letztgenannte Forderungen werden vom Chef der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), dem orthopädischen Kollegen Dr. med. Andreas Gassen, von Prof. Dr. med. Hendrik Streeck, Prof. Dr. med. Jonas Schmidt-Chanasit und KBV-Vize, Dr. med. Stephan Hofmeister gestellt und von vielen Ärzteverbänden unkritisch unterstützt: Die Gesundheitsämter sollten zudem eine Priorität auf Fälle mit Bezug zu medizinischen und pflegerischen Einrichtungen oder Veranstaltungen mit vielen Infizierten legen.
Risikogruppenadaptierte Maßnahmen unterscheiden sich damit aber kaum noch von regierungsamtlichen Bund-Länder-Runden.

Hendrik Streeck/Jonas Schmidt-Chanasit sind jedoch nicht die alleinvertretenden, allwissenden Meinungsmacher und -führer in der internationalen CORONA-Debatte. Sie bewirken mit ihrer Initiative leider auch, Reste von Konsens bei der Bekämpfung von SARS-CoV-2-Infektionen und COVID-19-Erkrankungen zu zerstören.

Die Bundesärztekammer (BÄK) mit ihrem Vorsitzenden Dr. med. Klaus Reinhardt, der sich im ZDF bei Markus Lanz mit irritierend-verstörenden Masken-Aussagen blamierte und am Folgetag zurückruderte, hat sich zum Thema 2. Lockdown erfreulicherweise nicht geäußert.

Die von der Kanzlerin und den Länder-Chefs aufgebaute „Drohkulisse“ führe eher zur Ermüdung der Menschen im Land denn zu einer Verbesserung der Wirksamkeit der vorgeschlagenen und sogar angeordneten Maßnahmen, heißt es auch in einem Papier von Experten, zu denen die ehemaligen Gesundheitsweisen Professor Matthias Schrappe und Professor Gerd Glaeske sowie der Kassenverbands-Chef Franz Knieps zählen.

Doch was ist dran an den neuen Forderungen der Bundesregierung und der Länder? Sind diese nicht doch zu selbstherrlich, unbegründet und unverhältnismäßig autoritär? Die zu Grunde liegende Datenbasis ist erschreckend dürftig!

Das Robert-Koch-Institut (RKI) liefert dazu eine eher verstörende Grafik:

bildschirmfoto_2020-10-22_um_15.27.08_original_original.jpg

Was soll z.B. die Unterscheidung zwischen Wohnstätten und Privater Haushalt? Warum Flüchtlingsheim und Wohnheim getrennt? Med. Behandlungseinrichtung, Krankenhaus und Praxis spielen zusammen eine völlig untergeordnete Rolle im Corona-Krankheitsgeschehen! Warum Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte getrennt?

Und was um Himmels Willen sollen Speisestätten sein? Mensa, Cafeteria, Kantine, Tageseinrichtung, Imbissbude, Gaststätte, Hotel-Gastronomie oder gar Buffet im Swingerclub oder Erdnüsse/Oliven in der Nacht-, Nackt- oder Ski-Bar?

Während in den Kalenderwochen 14-17 extrem viele Pandemie-Fälle in Alten-, Pflege- und Flüchtlings-Heimen auftraten, tauchen Kategorien wie Kino, Kultureinrichtungen und Schwimmbäder nie als Risiko-Hotspots auf.

Angesichts von Pandemie, Lockdown II, realen Bedrohungen durch SARS-CoV-2-Infektionen und COVID-19-Erkrankungen dann auch noch von "Nationaler Gesundheitslage" zu sprechen, ist erschreckend dilettantisch: Es muss "Nationale Krankheitslage" heißen!

Mit ihrer beschönigenden Gesundheits-Begrifflichkeit und den wahllos-willkürlichen, unbegründeten, unverhältnismäßigen und unlogischen Lockdown-Maßnahmen heizen Bundesregierung und Länder nur das an, was sie vermeiden zu wollen vorgeben:

Eine CORONA-KAKOPHONIE mit wiedersprüchlichsten bio-psycho-sozial-medizinischen gesellschaftspolitischen und juristischen Auseinandersetzungen.

Einzelheiten mit Abb. unter
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/30089-corona-kakophonie

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #745246
am Donnerstag, 29. Oktober 2020 um 14:15

Fitnessstudios bergen kaum Covid-19 Ansteckungsgefahr

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie. Das könnte juristische Konsequenzen haben.

Unter europaweit 62 Millionen Eintritte in Fitnessstudios waren lediglich 487 Covid-19 Fälle. Damit liegt die Infektionsquote bei 0,78 auf 100.000 Fitnessstudiobesuche. Das berichtet das Fachportal BodyMedia.

Bereits am 25. September hatte EuropeActive eine gross angelegte Studie gestartet, «um herauszufinden wie hoch das Infektionsrisiko mit COVID-19 in Fitnessstudios in Europa tatsächlich ist», wie BodyMedia schreibt.

Dazu kooperierten die King Juan Carlos Universität in Spanien und das AWRC-Sheffield, ein Forschungszentrum der Hallam Universität in England, mit EuropeActive.

«Befragt wurden Fitnessstudios aus den wichtigsten europäischen Fitnessmärkten Deutschland, Grossbritannien, Frankreich und Spanien, aber auch Länder wie Schweden, Norwegen, Dänemark, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Portugal, Polen und Tschechien», fasst das Portal zusammen.

>>> https://www.bodymedia.de/news/studie-sehr-geringe-ansteckungsgefahr-in-fitnessstudios.html
>>> https://www.europeactive.eu/news/safeactive-study-%E2%80%93-preliminary-results-showing-extremely-low-levels-covid-19-risk-fitness-clubs
Avatar #745246
am Donnerstag, 29. Oktober 2020 um 14:29

Der R-Wert sinkt auf 1,03 beim Rekordwert von 1,36 Millionen PCR Tests

Irgendwie sehr "unglücklich gelaufen", das die Veröffentlichung dieses Bericht erst 1 Tag NACH der Verhängung des zweiten Lockdowns erfolgt ist.

>>> https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Okt_2020/2020-10-28-de.pdf?__blob=publicationFile

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