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Avatar #720508
am Sonntag, 22. November 2020 um 14:06

Vom Helfen und helfen

Die Helfer in der Nachkriegszeit
oder auch die Helfer in Kriegs-Krisenregionen: Feuer, Wasser, Flüchtlinge
haben eine grundsätzlich andere Einstellung als professionelle Helfer im Land im Alltag.
Erstere gingen und gehen grundsätzlich von einer Zukunft raus - von einem Sinn des Ganzen - sie sind mit einem ganz anderen Elan bei der
Sache oft bis zur Erschöpfung - viele riskieren ihr eigenes Leben ...
Zuviel fast alle Anderen "helfen" weil es ihr Job ist - mit einer Einstellung
von Lebenslänglich - es ändert sich sowieso nichts - die sind so und so -
das "wissen" sie genau. Man redet lieber unter sich und über Andere.
Hilfe ist nicht auf etwas ändert sich, auf Bedürfnisse, Mitspracherecht ...
ausgerichtet. - Es gibt die und die Angebote. Punkt.
In den 50ern,60ern standen die Kirchen den Fremden, die sich suchten
und fanden, Alleinseienden, Witwern, Witwen offen.
Heute ist längst alles besetzt von Einheimischen oder es löst sich gerade auf oder hat sich aufgelöst. - Längst will man auch die Länge von Trauer bestimmen. Ist das noch angemessen? oder schon krank in sich?
Die Welt leidet unter Kritiksucht, Erziehungswahnsinn - das ist selten hilfreich.
Fremde und Einheimische geht fast nie. Selbst wenn dieselbe Sprache
gesprochen wird, die Wortbedeutungen sind anders, die Charaktere sind
sind verschieden ... bis man begreift, wovon der Andere spricht,
sind Jahrzehnte vergangen. - Ein Übel welches von Ärzten, Juristen u.a.
Helfern gern übersehen wird - in schönster Selbstgefälligkeit/Überschätzung. - Schliesslich hat/macht man ja auch noch seine eigenen
Fehler. Nur weil man mal einen Schritt ins Moor machte - möchte man da
nur ungern wirklich untergehen, besonders wenn Viele Helfer drum herum
stehen, die zuständig wären - im Wortsinn des Gesetzes.
Da gibt es so komische Dinge wie - wir helfen nicht, wir legen rein, wir
spionieren (Gestapo). Die Einen halfen nie, Andere machten schlechte
Erfahrungen ...
"Einsamkeit im Alter" das sind Senioren - die kennen sich schon ihr ganzes
Leben - somit am Besten. Helfen? nur auf ausdrücklichen Wunsch und nur
so weit wie der Wunsch reicht.

im Alltag.
Avatar #592769
am Montag, 23. November 2020 um 19:39

Einsamkeit tötet ...

... Ein Satz, den Hr. Spitzer schon als Titel eines durchaus bemerkenswerten Artikels nutzte (Spitzer M (2016) Einsamkeit - erblich, ansteckend, tödlich (Editorial). Nervenheilkunde 35 (11): 734-741).

In der Altermedizin ist diese Tatsache gelebte Realitität. Und wenn man tgl. erlebt, dass Patienten “eingehen”, da sie keinen Besuch ihrer Angehörigen bekommen, kann man die Studie gut nachvollziehen.

Ich finde es bedauerlich, dass im Interview mit Fr. Merkel eine 92-jährige Bewohnerin das fehlende WLAN anmahnen muss, damit sie Kontakt per Videotelefonie zu ihren Kindern bekommen kann.

Außerdem sind Online Lösungen, z.B. der Deutschen Depressionshilfe sind wirksam und sehr gut!

Dr. med. T. Frank

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