szmtag Forum: Notfallsanitäter brauchen (qualifizierte) Notärzte
DÄ plusForenKommentare NewsNotfallsanitäter brauchen (qualifizierte) Notärzte

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #789593
am Sonntag, 13. Oktober 2019 um 08:47

Notfallsanitäter

Kommentar zur Nachricht
Streit um mehr Rechtssicherheit für Notfallsanitäter
vom Freitag, 11. Oktober 2019
Nichtakademisches invasive Handeln am Patienten incl. Opiatgaben etc. ist in sehr vielen Ländern üblich. Und das medizinische Ergebnis ist nur von der Qualität der notfallmedizinischen Ausbildung abhängig und eben NICHT von der Frage ob ein Arzt anwesend ist. Die Inhalte der Ausbildung zum Notfallsanitäter sind extrem anspruchsvoll. Wer im Rettungsdienst heutzutage auf die stete Anwesenheit des Notarztes besteht, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Bei einem akuten Schlaganfall ohne Co-Morbidität ist es z.B. nachweislich zum Schaden des Patienten, wenn auf das Eintreffen des Notarztes gewartet wird. Allein die korrekte Abarbeitung der jeweiligen Empfehlungen und Behandlungsrichlinien (ERC, ärztl. Fachgesellschaften, etc.) hilft dem Patienten weiter.
Ich könnte auch polemisch werden und darauf hinweisen, dass insbesondere Chirurgen im Rettungsdienst eher belächelt werden, weil sie einen Großteil der Einsätze nicht korrekt abarbeiten, da eben ein Großteil aller Einsätze kardiovaskulärer Genese sind. Oder ich könnte darauf verweisen, dass es mittlerweile in Deutschland Bereiche gibt, in denen so gut wie keinerlei kassenärztliche Versorgung über Nacht und an Wochenenden stattfindet.
Ergo: es geht hier gar nicht um die bestmögliche Versorgung, sondern schlicht um den Erhalt bestimmter “Vorrechte“!
Aber wir wissen: auch die Chirurgie hat länger darum gekämpft von der Ärzteschaft entsprechend anerkannt zu werden!
Fazit: Es wird immer Einsätze geben bei denen ein Notarzt sinnvollerweise hinzugerufen werden sollte, aber eben nicht für jeden x-beliebige invasive Maßnahme. Und wer hier ehrlich ist UND den Bereich kennt, weiß dass einen gemeinschaftliches und wertschätzendes Miteinander stets dem Patienten zugute kommt!
Avatar #789593
am Sonntag, 13. Oktober 2019 um 08:48

Notfallsanitäter

Nichtakademisches invasive Handeln am Patienten incl. Opiatgaben etc. ist in sehr vielen Ländern üblich. Und das medizinische Ergebnis ist nur von der Qualität der notfallmedizinischen Ausbildung abhängig und eben NICHT von der Frage ob ein Arzt anwesend ist. Die Inhalte der Ausbildung zum Notfallsanitäter sind extrem anspruchsvoll. Wer im Rettungsdienst heutzutage auf die stete Anwesenheit des Notarztes besteht, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Bei einem akuten Schlaganfall ohne Co-Morbidität ist es z.B. nachweislich zum Schaden des Patienten, wenn auf das Eintreffen des Notarztes gewartet wird. Allein die korrekte Abarbeitung der jeweiligen Empfehlungen und Behandlungsrichlinien (ERC, ärztl. Fachgesellschaften, etc.) hilft dem Patienten weiter.
Ich könnte auch polemisch werden und darauf hinweisen, dass insbesondere Chirurgen im Rettungsdienst eher belächelt werden, weil sie einen Großteil der Einsätze nicht korrekt abarbeiten, da eben ein Großteil aller Einsätze kardiovaskulärer Genese sind. Oder ich könnte darauf verweisen, dass es mittlerweile in Deutschland Bereiche gibt, in denen so gut wie keinerlei kassenärztliche Versorgung über Nacht und an Wochenenden stattfindet.
Ergo: es geht hier gar nicht um die bestmögliche Versorgung, sondern schlicht um den Erhalt bestimmter “Vorrechte“!
Aber wir wissen: auch die Chirurgie hat länger darum gekämpft von der Ärzteschaft entsprechend anerkannt zu werden!
Fazit: Es wird immer Einsätze geben bei denen ein Notarzt sinnvollerweise hinzugerufen werden sollte, aber eben nicht für jeden x-beliebige invasive Maßnahme. Und wer hier ehrlich ist UND den Bereich kennt, weiß dass einen gemeinschaftliches und wertschätzendes Miteinander stets dem Patienten zugute kommt!
Avatar #789593
am Sonntag, 13. Oktober 2019 um 08:52

Notfallsanitäter

Nichtakademisches invasive Handeln am Patienten incl. Opiatgaben etc. ist in sehr vielen Ländern üblich. Und das medizinische Ergebnis ist nur von der Qualität der notfallmedizinischen Ausbildung abhängig und eben NICHT von der Frage ob ein Arzt anwesend ist. Die Inhalte der Ausbildung zum Notfallsanitäter sind extrem anspruchsvoll. Wer im Rettungsdienst heutzutage auf die stete Anwesenheit des Notarztes besteht, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Bei einem akuten Schlaganfall ohne Co-Morbidität ist es z.B. nachweislich zum Schaden des Patienten, wenn auf das Eintreffen des Notarztes gewartet wird. Allein die korrekte Abarbeitung der jeweiligen Empfehlungen und Behandlungsrichlinien (ERC, ärztl. Fachgesellschaften, etc.) hilft dem Patienten weiter.
Ich könnte auch polemisch werden und darauf hinweisen, dass insbesondere Chirurgen im Rettungsdienst eher belächelt werden, weil sie einen Großteil der Einsätze nicht korrekt abarbeiten, da eben ein Großteil aller Einsätze kardiovaskulärer Genese sind. Oder ich könnte darauf verweisen, dass es mittlerweile in Deutschland Bereiche gibt, in denen so gut wie keinerlei kassenärztliche Versorgung über Nacht und an Wochenenden stattfindet.

Ergo: es geht hier gar nicht um die bestmögliche Versorgung, sondern schlicht um den Erhalt bestimmter “Vorrechte“!
Aber wir wissen: auch die Chirurgie hat länger darum gekämpft von der Ärzteschaft entsprechend anerkannt zu werden!
Fazit: Es wird immer Einsätze geben bei denen ein Notarzt sinnvollerweise hinzugerufen werden sollte, aber eben nicht für jede x-beliebige invasive Maßnahme. Und wer hier ehrlich ist UND den Bereich kennt, weiß dass allein eine gemeinschaftliches und wertschätzendes Miteinander stets dem Patienten zugute kommt!
Avatar #851071
am Freitag, 27. November 2020 um 07:04

Notfallsanitäter brauchen (qualifizierte) Notärzte

Ich bin in knapp 200 Tagen Notfallsanitäter, stehe dann mit einem Fuß im Gefängnis, da ich Maßnahmen tun muss (unterlassene Hilfeleistung, begehen durch unterlassen), die ich gelernt habe und sicher anwenden kann. Ich kann jedoch rechtlich belangt werden. Strafrechtlich kommt man meistens über den Rechtfertigenden Notstand (§34 StGB, Rechtsgüterabwägung) aus der Bredouille. Haftung und Schadenersatz nach BGB lassen sich ebenso wie Arbeitsrechtliche Konsequenzen nicht immer vermeiden. Ich fahre in einem Gebiet, in dem ich mir immer mal wieder gerne einen Notarzt wünsche. Nicht zur Analgesie bei Lumbago oder Apoplex im Lysefenster, sondern zum Polytraumatisierten Patienten (z.B. Intubationsnarkose). In meinem Gebiet fahren leider meist Hausärzte auf dem NEF, auch die Ärzte, die von unserem sehr kleinen Grund und Regelversorger kommen sind meist Notfallmedizinisch keine große Hilfe. Wenn es rund geht wünsche ich mir einen Notfallmediziner, am liebsten einen Anästhesisten, der nicht einfach nur sagt: "Fahren wir." Im Krankenhaus schämt man sich dann, dass man einen Minderversorgten Patienten abgeben muss, da der Arzt sich weigerte auf weitere Vorschläge einzugehen, wenn er selbst schon keine Ideen zur Versorgung hat. Ich könnte jetzt noch unzählige Fälle aufzählen, das ist jedoch nicht zielführend. Das die Kritik von Chirurgen und Orthopäden kommt ist auch klar Fragwürdig, da diese sich nach meinen Erfahrungen oft nicht das am meisten nötige, vor allem internistische und anästhesiologische Notfallmedizinische Wissen aneignen.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos