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Avatar #103488
am Samstag, 1. Februar 2020 um 08:56

Gehaltsnachstellungen der Justiz

Im bayerischen Schrobenhausen geht in einem spektakulären Fall gerade der Staatsanwalt der Gehaltsfrage nach: https://www.donaukurier.de/lokales/schrobenhausen/wochennl052020-Auch-die-Heilpraktikerin-ist-in-U-Haft;art603,4474082. Dort wurde u.a. ein wirkungsloses Mittel gegen Krebs für 5.900 Euro pro Packung verkauft.

Zu solchen Fällen hört man von den Heilpraktiker-Verbänden in der Regel nichts, im Gegenteil, sie werden stets als "Einzelfälle" bagatellisiert. Ohne damit alle Heilpraktiker über einen Kamm scheren zu wollen - es gibt sicher auch viele, die ihre Grenzen kennen - die Zahl der schwarzen Schafe sollte nicht erst durch den Staatsanwalt reduziert werden. Es braucht andere Regularien und auch mehr selbstkritische Reflexion unter den Heilpraktikern.
Avatar #759489
am Samstag, 1. Februar 2020 um 23:15

Wirkungsloses Krebsmedikament

Oha, BG-Mun, noch nie gehört. Gleich mal ein wenig recherchieren. Hmm, hier kann man es offenbar noch beziehen (soll keine Aufforderung sein):
https://bg-health7.webnode.com/bg-mun/
Seltsame Geschichte, die Heilpraktikerin verkauft das Zeugs in ihrer Praxis, was m.E. sowieso nicht legal ist. Man hat Privatrezepte auszustellen u. den Patienten in eine Apotheke zu schicken. Wie man sieht, gibt es hier schon genügend beschränkende Gesetze, wenn sich jemand darüber hinweg setzt braucht es keine neuen, sondern eine entsprechende Verfolgung der Verstösse.
Eine "selbstkritische Reflexion" brauche ich hier nicht an den Tag zu legen, denn ich würde nie auf die Idee kommen so ein teueres Medikament zu verkaufen oder zu verordnen (das überlasse ich gerne der Schulmedizin und den finanzierenden Krankenkassen, eine zumeist wirkungslose Chemotherapie kostet um die 100.000 Euro).

Die Argumentation von KuhnJ & Co. ist nicht wirklich zielführend. Folgt man der Logik, müßte man z.B. Krankenpfleger "stärker regulieren", ich erinnere an den Typen, der unlängst ca. 100 Patienten absichtlich ins Jenseits befördert hat. Wo bleibt da der Aufschrei nach Einschränkung der Kompetenzen oder dem Verbieten von Krankenpflegern?
Avatar #103488
am Montag, 3. Februar 2020 um 20:01

Mitdenken!

Ihr Vergleich mit dem Krankenpfleger hinkt auf drei Beinen. Krankenpfleger bekommen die Erlaubnis, diese Berufsbezeichnung zu führen, nur nach einer soliden dreijährigen Ausbildung. Diese Ausbildung vermittelt Kenntnisse, die sie für ihre Tätigkeit brauchen und was sie tun dürfen, was "Pflege" ist und was nicht, ist auch geregelt.

Heilpraktikter müssen keine Ausbildung haben, wenn sie sich eine Heilpraktikerschule gönnen, muss dort nicht vermittelt werden, was sie später tun und was sie tun, bleibt in weiten Bereichen ihnen überlassen.

Ein Fall wie der des Krankenpflegers, der seine Pfleglinge getötet hat, ist der Tatsache geschuldet, dass Menschen immer versagen können, egal wie gut ihre Tätigkeit reguliert ist. Die Fälle, in denen Heilpraktiker ihre Patienten getötet haben, sind meist der Tatsache geschuldet, dass sie nicht wissen, was sie tun.
Avatar #79783
am Dienstag, 4. Februar 2020 um 20:47

@KuhnJ

Mitdenker schmeisst sich hier immer für seine Heilpraktikerkollegen in die Bresche. Beliebtes Argument: Wir machen keine Kunstfehler... das ist einer einfachen Tatsache geschuldet: Wo keine Kunst, da kein Kunstfehler... Gerichtlich festgestellt ist unter anderem: Einem HP kann kein Aufklärungsfehler vorgeworfen werden, weil er nicht über Umstände aufklären kann, die er nicht zu wissen braucht! Wer zu einem HP geht, tut das auf eigene Gefahr, HP haften nur in extremen Ausnahmefällen.
Ein HP muss lediglich die gesetzlichen Beschränkungen beachten - ansonsten dürfen HP praktisch alles: Irgendwelche Stoffe als Krebsmittel verabreichen (wenn sie eine geeignete Waage benützen), auch wenn die hochgefährlich sind, Honorare nach Gusto fordern (es gibt keine verbindliche Gebührenordnung), Laborwerte interpretieren ohne die Physiologie dahinter zu verstehen, EKGs schreiben und interpretieren, ohne zu wissen was sie da tun... Krebs anhand der Form der Leukozyten diagnostizieren und und und
Sogar Sonografiegeräte stehen in den Praxen...
Avatar #851906
am Mittwoch, 2. Dezember 2020 um 12:46

Integration ist die Antwort

Sieht man doch, die Menschen brauchen Hilfe in einem größeren und alternativen, naturheilmedizinischen Rahmen. Daran ist aus meiner Sicht überhaupt nichts Verwerfliches.
Ich bin nicht-Ärztin und 100% Befürworterin beider Lager: nämlich integrativer zu arbeiten. Mehr Behandlungen anzubieten, die beide Richtungen, die Schuldmedizin und die Alternativen Methoden abstecken. Die Ausbildungen der Ärzte nachzuziehen oder mind. dafür zu sorgen, dass sich Ärzte mit Heilpraktikern zusammen tun. In einigen Fällen klappt das bereits.
Und schlussendlich die Leistungen so anzubieten, dass es für die Krankenkassen, aber auch private Investitionen bezahlbar sind.

Außerdem ist meiner Meinung nach super wichtig, dass Menschen mit Schmerzbild genauer hinschauen, an wen sie sich wenden und dabei systematisch vorgehen: Hier bedarf es sicherlich einiger Aufklärung, aber das ist alles machbar:
Zum vorab-check kann sich jeder gut vorinformieren; über vielfältige Portale oder auch Google über Bewertungen etc Oder man fragt im Freundeskreis nach Erfahrungen und Empfehlungen. Dann passieren solche Vaux-Pas auch weniger.
Als kranker Mensch muss ich mich kümmern, das kann mir niemand abnehmen. Natürlich ist das nicht einfach. Die Zeiten sind vorbei, dass Krankheiten klar, bekannt und einfach zu behandeln waren. Aber in unserer heutigen Zeit mit immer wieder neuen Krankheitsbildern und vielfältigen Wirkungsweisen unserer Lebensumstände müssen wir alle über den Tellerrand hinwegschauen. Kein noch so toller Arzt wird mich retten können. Und schwarze Schafe gibt es nun halt überall...
Mich hat die Alternative Medizin jedenfalls gerettet und dafür bin ich sehr dankbar.

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