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Avatar #106067
am Mittwoch, 2. Dezember 2020 um 20:05

Haushalt gefährlichster Ort?

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COVID-19: WHO empfiehlt Maske bei Besuch auch in der eigenen Wohnung
vom Mittwoch, 2. Dezember 2020
Haushalt gefährlichster Ort - oder?
Unsere Anstrengungen, im bio-psycho-sozial-kulturellen Bereich Sars-CoV-2-Infektionen und COVID-19-Erkrankungen zu verhindern und zu beschränken, werden durch disziplinierende, distanzierende und hygienische Maßnahmen in Arbeit, Sozialwesen und Kultur, aber auch ganz besonders in Familie, Wohnen und häuslicher Gemeinschaft unmittelbar belohnt. Dies belegt
"Contact Tracing during Coronavirus Disease Outbreak, South Korea, 2020" von Young Joon Park et al. Vom 16.07.2020
https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/26/10/20-1315_article

Aber Haushalts- vs. Öffentliches Leben bedeutet in seiner Zusammenfassung auf Deutsch auch:
"Das Alter der Index-Patienten hatte einen deutlichen Einfluss auf das Infektionsrisiko. Die höchste Inzidenz wurde mit 18,6 % in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen gefunden. Es folgen mit 18,0 % die 70- bis 79-Jährigen vor den 60- bis 69-Jährigen mit 17,0 %. Am niedrigsten war die Infektiosität bei den unter 10-Jährigen. Hier wurden nur 5,3 % der Angehörigen positiv getestet. Unter den Nichthaushaltskontakten lag die Infektiosität in dieser Altersgruppe nur bei 0,9 %. Sie war damit niedriger als bei den 70- bis 79-Jährigen."
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114850/Kinder-im-Schulalter-uebertragen-SARS-CoV-2-im-Haushalt-haeufiger

Dass Nicht-Haushaltskontakte im Durchschnitt mit nur 1,9% eine deutlich niedrigere CORONA-Infektiosität als Haushaltskontakte mit 11,8% aufweisen, liegt nicht nur in Südkorea an dem im Gegensatz zu innerfamiliären Kontakten eher distanzierten und zeitlich reduzierten sozialen Miteinander in Arbeitswelt, sozialem Umfeld bzw. der Geschäfts- und Warenwelt. Hinzutreten "social distancing", MNS-Maskenpflicht (MNS), "Home Office", Hygienemaßnahmen im öffentlichen Raum und i.d.R. äußerst kurz gehaltene Kontaktzeiten.

Das bedeutet:

1. Schulschließungen insbesondere in der Altersgruppe von 10 bis 19 Jahren können hochgradig effektiv sein.

2. "Social Distancing" und forcierte Hygienemaßnahmen im Arbeits-, Kultur- und Sozialwesen reduzieren die Häufigkeit von SARS-CoV-2-Virusinfektionen und COVID-19-Erkrankungen etwa um den Faktor 6.

3. Dies ist aber auch den gegenüber 24-Stunden Haushalts-Aufenthalten von Kindern und Jugendlichen wesentlich geringeren zeitlichen und interaktiven Kontakten z.B. in der Arbeitswelt geschuldet.

4. Kehrseite der Medaille ist, Infektions-Möglichkeiten und -Häufigkeiten im familiären Haushaltsumfeld sollten nicht unterschätzt, sondern im Gegenteil forciert durch spezifische Hygiene- und Distanzmaßnahmen konterkariert werden.

5. Dies sind die Nachteile eines generalisierten "Lockdown" in Schule, Beruf, Öffentlichkeit und Kultur bzw. eines Teil-Lockdowns mit Hotel- und Gaststätten-Schließungen, der die Menschen vermehrt ins häusliche Milieu treibt. Dadurch werden innerfamiliäre Infektionsketten eher gefördert, denn verhindernd reduziert.

Unsere Anstrengungen, im bio-psycho-sozial-kulturellen Bereich Sars-CoV-2-Infektionen und COVID-19-Erkrankungen zu verhindern und zu beschränken, werden durch disziplinierende, distanzierende und hygienische Maßnahmen in Arbeit, Sozialwesen und Kultur aber auch ganz besonders in Familie, Wohnen und häuslicher Gemeinschaft unmittelbar belohnt. Ein wesentlicher Unterschied bleibt: Der Haushaltsbereich wird insbesondere von Kindern und Jugendlichen bei Schulschließungen bzw. bio-psycho-sozial-kultureller Isolation bis zu 24 Stunden pro Tag belegt. Dagegen werden alle Nicht-Haushaltsbereiche im Wesentlichen von Erwachsenen zeitlich, räumlich und inhaltlich geringfügiger frequentiert und mit zusätzlichen sozialen Distanzmaßnahmen versehen.

Das habe ich bereits am 21.07.2020 auf meinem DocCheckBlog publiziert:
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/28473-haushalt-gefaehrlichster-ort-oder

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #848592
am Mittwoch, 2. Dezember 2020 um 20:39

Dr. med

Ich fände es schön, wenn sich in dieser doch sehr ernsten zuspitzenden gesellschaftlichen Situation ein solcher Artikel auch aus Sicht der redaktionellen Ärzteschaft klarer positionieren würde.
Es werden die hochwertigen Studien genannt, die den Nutzen in Frage stellen und es wird dann mit den in der Evidenz niedriger stehenden Erfahrungswerten argumentiert, die die Entscheidungsträger veranlassen wird, die Daumenschrauben doch noch enger anzuziehen.
Und die Ärzteschaft schaut bis auf einige wenige dem Schauspiel zu, bis der Schaden der Massnahmen, bei mir z.B. sichtbar und Studien belegbar auf psychiatrischem Gebiet, so immens ist, dass auch ohne Studien sichtbar sein wird, dass die Verhältnismässigkeit dieser und anderer Massnahmen nicht gegeben war.
Avatar #106067
am Mittwoch, 2. Dezember 2020 um 22:40

@ Dr. Otto Scharbau

Sie konfabulieren: "Es werden die hochwertigen Studien genannt" ohne auch nur irgendeine Quelle angeben zu können?

Ihr: "Zugleich bis der Schaden der Massnahmen, bei mir z.B. sichtbar und Studien belegbar" können oder wollen Sie ebenfalls nicht mit Quellen belegen.

Ihre Ersatzbehauptung, "dass [das] auch ohne Studien sichtbar sein wird"(??), ist in diesem Zusammenhang absolut unglaubwürdig.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #745246
am Donnerstag, 3. Dezember 2020 um 00:54
geändert am 03.12.2020 01:23:20

Zu den psychologischen und psycho-sozialen Auswirkungen der Coronamaßnahmen

Sie konfabulieren: "Es werden die hochwertigen Studien genannt" ohne auch nur irgendeine Quelle angeben zu können?
Nur ein kleiner Auszug aus psychiatrischer bzw psychologischer Sicht:

>>> https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7652038/
>>> https://www.donau-uni.ac.at/de/aktuelles/news/2020/psyche-seit-covid-19-unter-dauerbelastung0.html
>>> https://www.psychologie-aktuell.com/news/aktuelle-news-psychologie/news-lesen/folgen-des-lockdown-mehr-haeusliche-gewalt-stress-und-angst.html
>>> https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114603/Psychische-Gesundheit-von-Kindern-waehrend-Coronapandemie-verschlechtert#:~:text=Laut%20den%20%20Daten%20des%20UKE,Hyperaktivit%C3%A4t%2C%20emotionale%20Probleme%20
>>> https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-gesundheit-depressionen-100.html
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am Donnerstag, 3. Dezember 2020 um 01:37

Massensterben wegen Corona

Auswertung Sterbefälle Deutschland 2020;
https://www.epochtimes.de/assets/uploads/2020/12/ET_Sterbefaelle-BRD-KW_2016-2020-800x450.jpg

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