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Avatar #659995
am Sonntag, 6. Dezember 2020 um 22:17

Impfen oder Infektion

Kommentar zur Nachricht
Spahn bitte Ärzte bei Impfung gegen SARS-CoV-2 um Unterstützung
vom Samstag, 5. Dezember 2020
Am 23.11.2020 wurde Herr Lauterbach von BILD TV zum Corona-Impfstoff befragt. Er machte richtigerweise deutlich, dass der Impfstoff vor allem vor schweren COVID-19-Verläufen schützt, möglicherweise aber eine SARS-CoV-2-Infektion nicht ganz verhindern kann sowie möglicherweise auch nicht verhindern kann, dass Geimpfte andere Personen anstecken. Deshalb gelte für Geimpfte, dass sie weiterhin die Sicherheitshinweise, vor allem die AHA-Regeln beachten, in gleicher Weise, wie dies von Jüngeren verlangt wird, die ein nur geringes Risiko schwerer COVID-19-Verläufe haben. Rückkehr zur Normalität sei erst möglich, wenn eine für Herdenimmunität ausreichender Anteil der Bevölkerung geimpft sei.
In der öffentlichen Information wurde bisher der duale Charakter von COVID-19 nicht ausreichend dargestellt. In der weit überwiegenden Mehrzahl betreffen die Infektionen die oberen Atemwege, nur in einer Minderheit kommt es zum Befall der tiefen Atemwege und zur systemischen Erkrankung.
Ebenso wurde bisher in der öffentlichen Information der duale Charakter der Corona-Impfung zu wenig dargestellt. Zum einen zielt die Impfung auf den individuellen Schutz vor schweren COVID-19-Verläufen, zum anderen soll die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung gestoppt werden. Herdenimmunität kann erwartet werden, wenn mehr als 70% der Bevölkerung geimpft ist.
Wahrscheinlich wird der Impfstoff zunächst knapp sein und es noch bis weit in das Jahr 2021 dauern, bis das Impfziel mehr als 70% erreicht ist. Richtigerweise sollen zunächst Bevölkerungsgruppen geimpft werden, die ein hohes Risiko für schwere COVID-19-Verläufe haben.
Bisher gibt es offenbar noch keine Strategie, ob und wie Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, für das Erreichen von Herdenimmunität herangezogen werden können. Wenn die Risikogruppen durch Impfung ausreichend geschützt sind, sollte es Personen mit geringem Risiko schwerer Verläufe freigestellt sein, für sich zu entscheiden, ob sie ein normales Leben führen und sich dem verbleibenden Infektionsrisiko aussetzen wollen.
Noch weiß keiner, ob Impfung oder durchgemachte natürliche Infektion - insbesondere längerfristig - besser vor COVID-19 schützt.
Avatar #109757
am Montag, 7. Dezember 2020 um 11:25

Impfziele und das liebe Geld

Letztlich macht Spahn mal wieder den Bittsteller. Adäquate Vergütung und Anerkennung von Beratungsleistungen, v.a. im hausärztlichen Bereich, wird seit Jahren verweigert, aber jetzt sollen's die Kollegen halt mal wieder fürs gute Gewissen tun. Coronabonus für Ärzte im KH? Fehlanzeige. Aber die Mitarbeiter des Gesundheitsamts bekommen's natürlich. Gefangen in der ewigen Beurteilung dass wir Ärzte doch eh genug verdienen. Naja, sei es drum, ich hab meine Zeit im versorgenden Sektor hinter mir und freue mich darüber noch jeden Tag.
Und zu Herrn Günther: "Wahrscheinlich wird der Impfstoff zunächst knapp sein und es noch bis weit in das Jahr 2021 dauern, bis das Impfziel mehr als 70% erreicht ist". - Sehe ich auch so, wobei das Produktionsziel von Biontech mWn mit 1.3 Mrd. Dosen für 21 angegeben wurde. Das ist schon mal eine eindrucksvolle Hausmarke.
Avatar #759489
am Mittwoch, 9. Dezember 2020 um 09:25

Überstandene Infektion besser als Impfung?

Hier interessante Hintergrundinfos incl. kleine Studienübersicht dazu:
https://tkp.at/2020/11/26/immunitaet-durch-infektion-ueberlegen-zu-der-durch-impfung/

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