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Avatar #745246
am Sonntag, 20. Dezember 2020 um 11:09
geändert am 20.12.2020 11:09:54

Ein emotionaler Blick ins Herz der Folgen von Corona-Maßnahmen

Kommentar zur Nachricht
Wissenschaftler fordern niedrige Fallzahlen als gemeinsames Ziel für Europa
vom Freitag, 18. Dezember 2020
Auf suedkurier.de ist heute zu lesen, daß bei einem "Corona-Ausbruch" 9 BewohnerInnen eines Pflegeheims in Konstanz "im Zusammenhang mit dem Virus gestorben" seien. Die Leiterin des Heims schildert die Situation so:

»„Derzeit sind noch sechs Mitarbeiter und vier Bewohner positiv getestet“, sagt Fuchs.

Nicht allen Senioren sei es jedoch trotz positiver Testung schlecht gegangen. Viele hätten sich weitestgehend gut gefühlt, andere hätten einen Schnupfen gehabt. Schlimmer sei die Isolation gewesen, die mit den Corona-Fällen einherging, so Fuchs.

Einzige Kontakte sind Mitarbeiter in Schutzkleidung

„Dass die Bewohner alleine in ihren Zimmern bleiben mussten, hat ihnen am meisten zugesetzt. Über Wochen waren die einzigen Sozialkontakte, die sie hatten, die Mitarbeiter, die in voller Schutzkleidung ins Zimmer kamen, sodass man sie nicht einmal erkannt hat“, schildert sie die Situation vieler Senioren…

Lange Zeit blieb es still im Pflegeheim

„Die Stille im Haus war schlimm“, erinnert sie sich zurück an die Zeit, in der alle Bewohner in ihren Zimmern bleiben mussten. Inzwischen kehre langsam wieder so etwas wie Normalität ein. Die Bewohner einzelner Stationen könnten mittlerweile ihre Zimmer wieder verlassen.
Doch Besuche sind weiterhin nicht erlaubt. Denn solange es weiter positive Testungen gebe, blieben die Türen des Pflegeheims für Besucher geschlossen – auch über Weihnachten. Deswegen versuche man mit Dekoration und weihnachtlicher Musik für etwas Aufhellung zu sorgen. Immer wieder kämen auch Geschenke von Verwandten an, die dann verteilt werden.«

So allein gelassen bleibt der Heimleiterin eine verzweifelte Hoffnung:

»Derweil hofft Fuchs, dass das Margarete-Blarer-Haus bald wieder komplett coronafrei ist. Und, dass der Impfstoff bald für etwas Entspannung sorgen kann. Denn fest steht: Noch einen Ausbruch des Corona-Virus in dem Pflegeheim will sie nicht erleben.«

>>> https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/nach-corona-ausbruch-im-pflegeheim-neun-bewohner-des-margarete-blarer-hauses-sind-verstorben;art372448,10694722
Avatar #760232
am Montag, 21. Dezember 2020 um 18:53

Einsicht

zit.("Selbst wenn ein Land weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung ergreift, das Nachbarland aber nicht, droht ein Pingpong-Spiel erneuter Einschleppungen. ")
Genau so ist es - und wer wollte konnte genau das an den zeitlich-örtlichen Gradienten der Inzidenzverteilung in Deutschland in den letzten Wochen/Monaten sehen. Man mag es den politischen Entscheidungsträgern nicht einfach vorwerfen, daß sie das nicht zur Grundlage ihrer Entscheidungen gemacht haben. Denn Grenzschließungen sind eine sehr drastische Maßnahme - zu der ein Wille zur Tat gehört, der leider nicht vorhanden war. Dazu hätte eben eine gesamteuropäische Einsicht gehört, die es nicht gab. Wenn Vorwurf, dann an alle europäischen Regierungen/Parlamente. Durch die neue Situation,von England ausgehend , sollte es jetzt aber kein Vertun mehr geben. Jedenfalls erwartet man das von der deutschen Regierung - zumal Deutschland derzeit die Führungsrolle in Europa hat.
Avatar #789658
am Dienstag, 22. Dezember 2020 um 00:21

@penangexpag

Tut mir leid ...

eine Grenzschließung ist völliger Unfug. Ob ich eine "innerdeutsche" Landesgrenze überquere und von Sachsen nach Thüring. fahre, oder von Sachsen nach Polen, bitte ... welchen Unterschied gibt es da?
Am Rechner sitzend, aus dem Home Office würde mir sowas sicher auch als Idee kommen, auch als Politiker -"beruflich" heute da und morgen dort, kann man so etwas gut finden. Könnte ja klappen ...

Spätestens beim ersten Nachdenken muss auffallen, um eine Grenze zu schließen dürfte es keinen Warentransport geben, keine Ausnahmen für Arbeitn. usw.
Wer bitte kann denn noch völlig problemlos "über die Grenze"?

Mein Bruder lebt mit seiner Frau und den Kindern in London. Die Kinder haben die deutschen Großeltern dieses Jahr 1 x gesehen, die schwed. Ģroßeltern gar nicht, da Schwed. ja auch im Sommer "unter Beschuß" stand. Sie hatten sich noch vor wenigen Wochen fest vorgenommen, irgendwie Weihnachten in Schwed. zu verbringen (mit Test oder wie auch immer), was sich nun ja wieder erledigt hat. Denn alles ist schlimmer, als je zuvor. Obwohl es heute genau so ist, wie vor 1 Woche. Das gehört zur Wahrheit einfach mal dazu.

Als ich gestern kurz den Fernseher anhatte, dachte ich, ich höre nicht Recht. Wie ist es möglich, dass vor 1 Woche hier im DÄ über eine gef. Mutat. berichtet wird und 5 Tage später - für Unwissende "quasi sofort" alles dicht gemacht wird? Als ich den Artikel noch mal raussuchte und dann auch noch an anderer Stelle gelesen habe, dass diese "schlimmere Variante" seit September schon bekannt war ... was soll ich sagen: schnelle Einsatztruppe.

Wenn ich diese völlig neuen Erkenntnisse dann am 4. Advent, ganz kurz vor der Impfung öffentlich präsentiere ... besser geht nicht, oder?

Sind Sie denn wirklich der Meinung, man könne "den Virus" mal eben so vor die Tür schicken ... bisschen warten, bis er keine Lust mehr hat zum spielen?

Ich bin froh, dass in meiner Familie alle noch einen klaren Kopf haben und normal miteinander umgehen. Meine Eltern würden ihre Kinder und Enkel aus London auch heute -ohne Test- sofort empfangen.
Avatar #760232
am Dienstag, 22. Dezember 2020 um 07:13

Zeitpunkt undWille

Barrieren gegen die Virusausbreitung machen primär nur Sinn, solange noch ein (nennenswerter) Gradient der Inzidenzen besteht. Bedeutet : man muß rechtzeitig handeln. Umgekehrt sind solche Barrieren grundsätzlich überall da sinnvoll, wo Gradienten bestehen - ganz egal ob das nun Bezirks-,Landes- oder Staatsgrenzen sind. Polemisches Alles-oder-Nichts-Denken ist dabei unangebracht (und genau das ist den Querdenkern vorzuwerfen). Es kommt darauf an, den "Virus-Fluß" längs solcher Gradienten zu MINIMIEREN, will sagen :Für lebensnotwendige Transporte gibt es eine (möglichst minimierte) Durchlässigkeit der Barrieren. Das ist der Bereich sinnvoller politischer Entscheidungen. Dafür gibt es den ganzen fachspezifischen Apparat von Regierungen - jedenfalls in Europa. Er muß natürlich tatkräftig und rechtzeitig genutzt werden.
Anmerkung : Großmütterliche Gefühle sind nicht unwichtig - stehen aber in solchen Krisenzeiten nicht an vorderster Stelle.
"Eine gewisse Härte ist von zuhause mitzubringen" - na, ihr werdet es schon noch lernen.
Avatar #789658
am Dienstag, 22. Dezember 2020 um 12:22

Lesen Sie nur die Hälfte @penangexpag?

Wenn ich mich frage, weshalb unsere Regierung "völlig panisch" Grenzen dicht macht und zum Adventssonntag einen "noch viel schlimmeren Virusmutanten" präsentiert, den man (wenn man sich informiert) schon wochenlang kennen musste, mind. jedoch seit letztem Dienstag (da wurde hier bereits berichtet), dann unterstellen Sie mir bitte nicht ein polemisches Alles- oder Nichtsdenken, wenn ich so etwas hinterfrage.

Man muss schon etwas "panikinfiziert" sein, oder davon nicht betroffen, um es vorbehaltlos richtig zu finden.

Und was Sie mit "Eine gewisse Härte ist von zu Hause mitzubringen - na ihr werdet es schon noch lernen." meinen, müssen Sie bitte noch mal erklären, bevor ich dies falsch interpretiere.

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