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Avatar #830245
am Mittwoch, 23. Dezember 2020 um 12:51

Frage: Gibt es Schmerzmittel, die weniger leberschädlich sind?

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Cave: Metamizol kann die Leber schädigen
vom Dienstag, 22. Dezember 2020
Ich hatte Novalgin immer als ein weniger schädliches Schmerzmittel als z. B. Paracetamol oder Ibuprofen gesehen.
Habe ich mich da geirrt?
Gibt es ein Schmerzmittel, das bei Lebererkrankungen und chronischer Gastritis überhaupt bei älteren oder sehr alten Menschen genommen werden darf?
Tipps werden gern angenommen ...
Avatar #79783
am Donnerstag, 24. Dezember 2020 um 01:05

Ganz einfach...

Ich verwende da gern niedrig dosiertes Bupernorphin (zB Temgesic) als Sublingualtablette. Es gib keine Resorptionsprobleme im Zusammenhang mit dem Essen, die Verträglichkeit ist auch auf lange Sicht gut. Die opioidbedingte Obstipation ist bei Buprenorphin gering, die Sedierung ebenfalls, die analgetische Potenz ist sehr hoch.
Die trandsdermalen Systeme finde ich eher ungünstig wegen der schwankenden Wirkstoffabgabe und der schlechten Steuerbarkeit.
Buprenorphin führt auch bei Überdosierung nicht zur Atemdepression, meine Substitutionspatienten nehmen 20-fache Dosierungen ohne Probleme über Jahrzehnte - trotz chronischer Hepatitis C ohne nachteilige Folgen. Auch nach Langzeiteinnahme entsteht ein allenfalls leichts Entzugssyndrom beim Absetzen.
Keine Angst vor dem BtM-Rezept, wenn es um effektive und unschädliche Analgesie geht!
Einfach ohne Angst zum BtM-Rezept greifen
Avatar #880860
am Montag, 19. April 2021 um 00:18

Dieser Artikel schafft viel Klarheit für leid tragende

Seltene Nebenwirkung wird geschrieben, jedoch sehr fatal, zu dem die meisten Ärzte von diesen Nebenwirkungen leider nichts wissen.
Letztes Jahr nach längeren Zahnbehandlung und sehr langer Novalgin Einnahme kam ich mit einem Ikterus und lt. den Ärzten lebensbedrohlichen Leberwerten ins Krankenhaus. 1. Diagnose Paracetamol Vergiftung, obwohl ich nur 2 Stück 1 Tag vorher nahm und sonst nur Novalgin. 1 Woche Aufenthalt, niemand wusste was ich hatte, aber die Werte stabilisierten sich. Letzte Möglichkeit, Leberbiopsie.(danach erstmal einen schöne dicke dosis Novalgin, Werte sanken daraufhin wieder leicht ab.) Dann die Diagnose, autoimmunhepatitis, kein normales Leben mehr, obwohl es mir wirklich gut ging, bis auf die Tatsache das ich gelb war.
Dann 6 Wochen hochdosierte Cortisontherapie ,die Nebenwirkungen waren schlimmer, als der Zustand des akuten Leberversagens.
Zum Glück wurde es sehr schnell herabgesetzt, da meine autoimmunwerte sich alle 4 Wochen um 50% reduzierten. Nach 6 Monaten nehme ich nur noch 2.5mg Cortison und hatte nie einen Rückfall und fühlte mich viel zu gesund für diese Diagnose. Laut den Ärzten ist der Verlauf auch sehr komisch und normal würden die Werte sich nicht so rapide bessern, aber warum dies so ist, kann mir leider niemand sagen.
Dank der Forschung erhält man viele Antworten und hoffentlich wird in Zukunft mehr vor diesen Teufelsmitteln gewarnt und nicht ewig verharmlost, vorallem von der Zahnbranche.
Kommentar eines 30 jährigen der vorher kerngesund war und genau diesen Artikel vor kurzer Zeit selbst erlebt hat.

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