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Avatar #722003
am Dienstag, 29. Dezember 2020 um 16:28

Bekannte Gleichmacherei

Kommentar zur Nachricht
Union und SPD prüfen Verbot von Privilegien für Geimpfte
vom Dienstag, 29. Dezember 2020
Die Kommentarfunktion ist beendet.
Unsere Politiker können das Volk und die Wirtschaft wohl nur noch mit Drohungen,
Verboten und Verbotsgesetzen bändigen.
Wenn die Fluggesellschaften gezwungen werden, gegen ihren
Willen Nichtgeimpfte mitzumachen,
hoffe ich doch,
dass die Zielländer die Nichtgeimpfen umgehend in eine Maschine setzten und nach Deutschland zurück fliegen lassen
Avatar #714460
am Dienstag, 29. Dezember 2020 um 21:15

Die Corona-Besieger-Mächte in Asien

Die schlauen Corona-Besieger-Mächte wie Vietnam, Taiwan, Neuseeland, Australien, China etc. werden eines Tages, wenn es genügend Impfstoff gibt, garantiert niemanden ohne Impf-Nachweis einreisen lassen! Darauf kann man wetten!
Funktioniert schon weltweit bei der Gelbfieber-Impfung.
Auf Corona-Schnelltest zu setzen ist zu riskant, denn diese haben eine gewisse Versager-Quote (falsch-negative Testergebnisse).
Avatar #691359
am Dienstag, 29. Dezember 2020 um 22:33

Gemach, Gemach

Ein altes Sprichwort lautet sinngemäß: „Man sollte das Fell des Bären nicht verteilen, bevor man ihn erlegt hat.“ Das Fell, das ist hier die „Impf-Dividende“. Zuerst sollte die Frage geklärt sein, wie groß diese Impf-Dividende wirklich ist.

Wenn ich die bisherigen Berichte über die Zulassungsstudien richtig verstanden habe, dann wurde geschaut, wie viele symptomatische Covid-19 Erkrankungen in der Impfgruppe und in der Placebogruppe aufgetreten sind. Das Ergebnis ist eine relative Reduktion des Erkrankungsrisikos in der Impfgruppe von ca. 90-95%. Daraus kann man einen guten Selbstschutz ableiten und den Impfstoff zulassen. Ich möchte nur an das Beispiel Polio erinnern, OPV (Schluckimpfung) ermöglicht eine Schleimhautimmunität, IPV ist verträglicher, ermöglicht aber nur einen Selbstschutz.

Eine Unterbrechung der Infektionsketten durch geimpfte Personen ist eine sehr wahrscheinliche Annahme. Bevor man daran Privilegien koppeln kann, sollte der Fremdschutz aber auch belastbar nachgewiesen werden. Und wie das Beispiel Polio zeigt, gibt es bei einem Erreger durchaus Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Impfstoffkonzepten. Deshalb kann ich nur dringlich an Alle appellieren, unabhängig vom politischen Druck noch etwa zwei bis drei Monate zu warten, um einerseits zusätzliche Daten zu sammeln und andererseits auch bei Sars-CoV-2 die unterschiedlichen Impfstoffkonzepte zu vergleichen. Bei Gelbfieber sind Immunität und Fremdschutz durch Impfung gesichert, deshalb sind Einreiseverbote für Ungeimpfte auch nachvollziehbar. Allerdings wird Gelbfieber durch Mücken übertragen und das Problem der Schleimhautimmunität gibt es hier nicht.

Bei der Frage der Impf-Dividende gibt es noch einen Aspekt: Die Entwicklung der Impfstoffe ist eine kollektive Leistung, es wurden schließlich Steuergelder ausgegeben. Die Priorisierung der Impfstoffe ist eine kollektive Entscheidung, eine Impfung dient nicht der Honorierung persönlicher Verdienste sondern der Minimierung der Schäden für die Gesellschaft. Die bevorzugt Geimpften haben bereits den Vorteil des Selbstschutzes, zusätzliche Privilegien würden nach meiner Ansicht die Gesellschaft spalten.

Es gibt zu dieser Thematik auch einen Spiegel-Beitrag von Prof. Dabrock, der einige wichtige Themen anspricht, der aber aus meiner Sicht zu einseitig geschrieben ist und dessen Schlussfolgerungen ich nicht folgen kann:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/privilegien-nach-corona-impfung-die-grenzen-der-solidaritaet-a-2aaa76e3-911f-4f7a-8264-4f2c3edde79a

Solange der Impfstoff nur begrenzt verfügbar ist, würde ich anstatt individueller Vorteile eher eine kollektive Belohnung vorziehen. Diese könnte z.B. darin bestehen, dass Landkreise, die durch gutes Management ihre Inzidenz auf Werte unter 50 drücken, durch frühere Lockerungen belohnt werden. Ob die Senkung der Inzidenz durch Impfung oder durch andere Maßnahmen erreicht wird, wäre mir egal. Wichtig wäre nur, dass nach einer Lockerung die Zahlen nicht erneut steigen, und da hat die Impfstrategie auch einen Einfluss. Nach meiner persönlichen Meinung ist gegen eine individuelle Impf-Dividende nichts mehr einzuwenden, wenn die Impfung für Alle verfügbar ist.

Solange man nicht weiß, wie effektiv der Fremdschutz bei den aktuell verfügbaren Impfstoffen ist, solange kann man nicht sagen, wie groß die Impf-Dividende ausfällt. Und solange gibt es auch kein Fell, welches man verteilen kann und alle Spekulationen darüber sind reine Sandkastenspiele.
Avatar #88255
am Mittwoch, 30. Dezember 2020 um 08:15

Das sind keine Privilegien!

S. rex hat natürlich (wie immer) recht, es ist viel zu früh, jetzt schon konkrete Pläne zu schmieden. Sollte es sich allerdings herausstellen, dass die Impfung wie gehofft funktioniert, müssen Immune anders behandelt werden - dies stellt aber keine Privilegierung dar, sondern die Restitution fundamentaler, eigentlich unveräußerlicher Grundrechte! Diese wurden aufgrund des Risikos eingeschränkt, dass Personen sich infizieren und andere anstecken können. Sobald diese Gefahr, selbst im Einzelfall, gebannt ist, müssen die darauf basierten Grundrechtseinschränkungen unverzüglich wieder aufgehoben werden - das ist zwingend! Insofern sollten auch jene, die eine Infektion bereits überstanden haben, mal bei Verfassungsrechtlern anklopfen...
Avatar #79783
am Donnerstag, 31. Dezember 2020 um 02:02

Gespensterdiskussion

Nach der Ggenwärtigen Planung und dem Verlauf der Impstofflieferung kommen die unter 60-Jährigen ohne schwere Vorerkrankungen ohnehin erst in DEZEMBER 2021 an die Reihe, also in 12 MONATEN!
Vorher ist da keine Entscheidung ohnehin im Luftleeren Raum...
Im Übrigen regelt sich das ganz einfach - an den beliebten Reisezielen wird niemand ungeimpft oder ungetestet aus dem Flieger oder Kreuzfahrtschiff aussteigen dürfen

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