DÄ plusForenKommentare NewsKlingt doch erst einmal gut

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #760232
am Mittwoch, 6. Januar 2021 um 03:30

Wahlkampfgetöse

Kommentar zur Nachricht
Linke will Pandemiebeirat in Coronakrise einführen
vom Dienstag, 5. Januar 2021
Was glauben diese Leute eigentlich, wie das Entscheidungsorgan unseres Staates - die Regierung- zu ihren Maßnahmen kommt : in Kaffeesatz und Glaskugel ? Die Bundesrepublik verfügt über ein ganzes Arsenal von Fachleuten und Fachgremien, die jede Möglichkeit der Abgabe von Expertisen haben. Ja, die sind nicht immer einheitlich - nur wird das nicht durch immer weitere Räte geändert.Der Bundestag hat jede Möglichkeit der Meinungsbildung, ob man das nun Rat,Beirat oder Ausschuß nennt ist doch völlig wurscht. Immer neu Gremien lösen keine Probleme sondern schaffen nur neue. Auch die Frage, ob die wissenschaftlichen Berater der Regierung unabhängig sind, wird dadurch nicht einfacher beantwortet, sondern dadurch, daß die Forschung genügend öffentliche Mittel bekommt, um unabhängig von kommerziellen Zielen zu arbeiten. Vielleicht vergessen diese Leute, daß wir eine repräsentative Demokratie sind.
Avatar #844064
am Mittwoch, 6. Januar 2021 um 09:32

Klingt doch erst einmal gut

Die aktuelle Entscheidungsgrundlage sind offenbar meist nur die öffentlichen Inzidenzbasierten RKI Daten und ein paar warnende Worte von "Experten" wie C.D. und K.L.
Hier ein Beispiel von Ende Oktober:
https://corona-transition.org/IMG/pdf/lagebild28-10.pdf
Alles dreht sich ständig um diese Inzidenz, es kümmert aber keinen, dass diese stark von der Testanzahl abhängig ist und aktuell fast die 4 fache Testanzahl gefahren wird, gegenüber dem Zeitpunkt der Grenzwert 50 Definition. Wie sich die Tests zusammensetzen? Egal!

Eine Unterscheidung der Symptom-Schwere der "Fälle" wie z.B. in Italien gibt es immer noch nicht.
Damit könnte man direkt und effektiv die Nachverfolgungsarbeit der Gesundheitsämter reduzieren!
Siehe Grafik unten rechts! https://www.epicentro.iss.it/en/coronavirus/sars-cov-2-dashboard

Das von den bedauerlichen Todesfällen, "nur" 40% von den Intensivstationen gemeldet werde ist scheinbar nicht wirklich relevant.
Niemand klärt detailliert, wo(ran) die 60%!, also der überwiegende Teil verstirbt.

Aber so macht das halt eine autoritäre Regierungsform.
Demokratische Prozesse sind da eher hinderlich.
Fragt sich nur wie "unabhängig" das geplante Gremium dann wirklich wäre und ob man auch wirklich den Corona Tunnelblick verlässt und ENDLICH anfängt breitbandig zu denke?
Avatar #850553
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 20:16

Die Idee ist nicht schlecht, damit dort auch parteipolitisch nicht gebundene Meinungen zu Wort komme

Genau an dem Punkt hapert es grade bezüglich weiterer Maßnahmen zum Überstehen der Pandemie. Konkret geht dabei um die Information der Bevölkerung über den Zusammenhang
des Verlaufes einer Covid-19 Erkrankung mit dem Vitamin-D Spiegel im Blut.

Die Kausalität der Vitamin-D Supplementation bezüglich der Covid-19 Erkrankung ist zwar nicht bewiesen, aber der Tenor unter den Wissenschaftlern, die dazu geforscht haben ist, dass man darauf nicht warten muss.

Aber darauf ruhen sich die Politiker und Berater der Bundesregierung anscheinend aus, die am 3.7.2020 entschieden haben, keine Information dazu an die Bevölkerung herauszugeben.
Eine Entscheidung, die man anscheinend nicht ändern möchte, man müsste man ja auch zugeben, dass man sich am 3.7.2020 leichtfertig falsch entschieden hat, anstatt sich damals an einen runden Tisch zu setzen und eine gemeinsame Entscheidung zugunsten der Bevölkerung zu fällen. (Suchen sie dazu nach „Bundestag Vitamin-D“)
Das ist bis jetzt so, obwohl seit dem in fast allen Studien die zu dem Thema veröffentlich wurden, eine Wirkung von Vitamin-D im positiven Sinne festgestellt wurde.
Mehrere Wochen vor dem Zeitpunkt der Fehlentscheidung hatten übrigens Frankreich, England, Wales, Irland und Schottland ihre Bevölkerung schon über den Zusammenhang informiert, aber leider keine allgemeine Empfehlung zur Supplementation herausgegeben

Hier verschiedene Kommentare zur Kausalität

Die Ersteller einer Studie vom DKFZ haben zur Studie des Universitätsklinikums Heidelberg einen starken Kommentar veröffentlicht.
DKFZ: Prof Hermann Brenner , Dr. Ben Schöttker
(Übersetzt mit Google Translate und grammatische Unzulänglichkeiten korrigiert)
----------------------------------------------------------------------
„Obwohl der endgültige Nachweis der Kausalität und Prävention von Todesfällen durch Vitamin-D-Supplementierung aus randomisierten Studien stammen müsste, die inzwischen eingeleitet wurden (z. B. [ 5 1), werden die Ergebnisse solcher Studien kurzfristig nicht verfügbar sein. Angesichts der Dynamik der COVID-19-Pandemie und der nachgewiesenen Sicherheit der Vitamin-D-Supplementierung erscheint es daher höchst umstritten und möglicherweise sogar unethisch, die Ergebnisse solcher Studien abzuwarten, bevor Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit ergriffen werden.
Neben anderen bevölkerungsweiten Präventionsmaßnahmen ist Vitamin D3 weit verbreitete Ergänzung zumindest für Hochrisikogruppen wie ältere Erwachsene oder Personen mit relevanter Komorbidität, die sich in randomisierten kontrollierten Studien als vorteilhaft für die Prävention anderer akuter Infektionen der Atemwege und die akute Verschlimmerung von Asthma und chronischen Lungenerkrankungen erwiesen hat [ 6 , Il' , 8 , 9 , 10 ] sollten gefördert werden. Darüber hinaus kann eine gezielte Vitamin-D3 Supplementierung von Personen, die SARS-CoV2-positiv getestet wurden, gerechtfertigt sein.“
-------------------------------------------------------------------
„Vitamin D Insufficiency May Account for Almost Nine of Ten COVID-19 Deaths: Time to Act. Comment on: “Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients”. Nutrients 2020, 12, 2757
Link zum Kommentar: https://www.mdpi.com/2072-6643/12/12/3642
Studie des DKFZ:
"Vitamin D insufficiency and deficiency and mortality from respiratory diseases in a cohort of older adults: potential for limiting the death toll during and beyond the COVID-19 pandemic"
https://www.mdpi.com/2072-6643/12/8/2488
Studie des Universitätsklinikums Heidelberg:
"Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients "
https://www.mdpi.com/2072-6643/12/9/2757

Von 2 Kliniken weiß ich, dass sie Covid-19 Patienten mit Vitamin-D behandeln, das ist das Universitätsklinikum Heidelberg und das UKSH Kiel. Ich habe ein paar Kontakte zu Ärzten und schicke diesen, wenn ich eine neue Studie zum dem Thema finde, Links dazu, damit sie über diese informiert sind. Ich hatte auch der Universität Heidelberg und dem UKSH Kiel eine Studie aus Nordindien geschickt, in der es darum ging, den Vitamin-D Spiegel von Covid-19 Patienten möglichst schnell zu erhöhen. In der Studie hat eine Patientengruppe Vitamin-D bekommen, und die Vergleichsgruppe nicht.
(Link zur Studie unten angehängt)
Das Uniklinikum Heidelberg hat dahin die Dosierung ihrer Patienten verändert, aber besonders interessant ist die Antwort vom UKSH Kiel.
--------------------------------------------------------------------
„Sehr geehrter Herr Wiechering,
die von Ihnen mitgeschickte Studie zeigt etwas, was auch vorher völlig unstrittig war: Dass eine Vitamin-D-Gabe bei COVID-19-Patienten, die einen Vitamin-D-Mangel haben, dringend zu empfehlen und wirksam ist. Alle Studienpatienten hatten mit < 20 ng/ml einen echten Vitamin-D-Mangel. Dagegen gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Vitamin D bei Patienten OHNE Vitamin-D-Mangel einen positiven Effekt hat (und genau das ist es, was das Marketing häufig suggeriert).
Nebenbei: Die genannte Studie wäre aus ethischer Sicht in Europa aus gutem Grund überhaupt nicht durchführbar, denn die Hälfte der Patienten mit nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel hat ja ein Placebo (statt Vitamin D) erhalten. Das ist ethisch nicht vertretbar, denn natürlich muss ein nachgewiesener Mangel in gezielt behoben werden.“
Mit freundlichen Grüßen
------------------------------------------------------------------------
Ich möchte den Namen hier nicht nennen, aber wenn Sie Kontakt zum den Schreiber dieser Mail aufnehmen wollen, werde ich nachfragen ob er damit Einverstanden ist.

Aus der Mail kann man 2 Dinge entnehmen, das Erste ist, das auch das UKSH Kiel festgestellt hat, dass eine Vitamin-D Supplementierung Covid-19 Patienten hilft, und dem „Nebenbei:…“ Teil kann man entnehmen, warum der endgültige Beweis der Kausalität in Europa nicht durch einen schnellen direkten Vergleich von 2 Patientengruppen machbar ist.

Das es weltweit in jedem Land der Welt nur eine Minderheit von Ärzten/Statistikern gibt, die zu dem Thema forschen, haben diese Probleme sich Gehör bei ihren Regierung zu verschaffen. Das wurde erkannt und am 7.12.2020 ein offener Brief an alle Regierungen zu diesem Thema verfasst der inzwischen von 170Wissenschaftlern die zu diesen Thema Forschungen betrieben haben, unterschrieben wurde. Dabei sind auch die 2 vom Deutschen Krebsforschungszentrum, von denen der obige Kommentar kommt.
Link zum offenen Brief: https://vitamind4all.org/letter.html

Auch in diesem Brief wird erwähnt, das keine Notwendigkeit besteht, auf den Beweis der Kausalität zu warten.

Für die englische und schottische Regierung waren dann die Hinweise am 28.11.2020 so ausreichend, das sie ab Januar für 2,5 Millionen Bürger aus Risikogruppen kostenlos Vitamin-D für 4 Monate zur Verfügung stellten und jedem empfehlen, sofort mit der Vitamin-D Einnahme zu beginnen, wenn dies möglich ist.
Hier ein mit Google Translate übersetzter Auszug aus dem Text der Pressemitteilung:
-----------------------------------------------
„Wir empfehlen, dass jeder, insbesondere ältere Menschen, diejenigen, die nicht nach draußen gehen, und Menschen mit dunkler Haut, täglich ein Vitamin-D-Präparat mit 10 Mikrogramm (400 IE) einnehmen.
In diesem Jahr ist der Rat wichtiger denn je, da mehr Menschen mehr Zeit im Haus verbringen. Deshalb wird die Regierung den klinisch extrem gefährdeten Menschen helfen, Vitamin D zu erhalten. …
Jedem, der in der Lage ist, ein Vitamin-D-Präparat zu kaufen und es jetzt einzunehmen, wird empfohlen, dies zu tun, auch wenn Sie später im Jahr für eine Lieferung berechtigt sind.
Das Ministerium für Gesundheit und Soziales wird in den kommenden Wochen weitere Informationen und Anleitungen für alle Anbieter von Pflege- und Pflegeheimen bereitstellen.“
--------------------------------------------------------------------
https://www.gov.uk/government/news/at-risk-groups-to-receive-free-winter-supply-of-vitamin-d

Insofern ist es völlig unverständlich und unethisch , dass sich unser Bundesregierung überhaupt noch nicht zu dem Thema geäußert hat.
Denn dadurch ist nicht mal Information, dass man eine große Chance hat, sich durch Vitamin-D Substitution vor den schweren Verlauf einer Covid-19 Erkrankung zu schützen, bei jedem angekommen.
Dabei könnte eine allgemeine Empfehlung zu Substitution, mit einer genügend großen Dosis, in 2 Monaten dafür sorgen, dass unsere Klinken deutlich entlastet würden.
Vorausgesetzt natürlich, die Empfehlung würde von vielen befolgt.

Bisher gibt es aber nur oder immerhin eine Empfehlung der Kassenärztlichen Vereinigung
Sachen Thüringen für Pflegeheime. Diese hat am 11.12.2020 eine aktualisierte „Handlungsanleitung zur Behandlung von Covid-19-Patienten in Pflegeheimen“ herausgegeben, in der am Ende auch eine Empfehlung zur Vitamin-D Substitution steht. Hier der Textauszug zum Vitamin-D Teil:
-----------------------------------------------------------------------------
Zusätzliche Therapieempfehlung (nicht evidenzbasiert!):
Vitamin D
Bei allen (auch noch nicht infizierten Patienten) Substitution prüfen, und falls nicht vorbestehend, großzügig beginnen.
Rationale: Vitamin D Mangel bei Pflegeheimbewohnern im Winter ist häufig.
Potentieller Nutzen bei minimalem Risiko, protektiver/therapeutischer Effekt wahrscheinlich umso stärker, je früher begonnen wird.
Optimale Dosis und Dauer ist unklar, in RCTs wird derzeit u. a. eine Loading dose von Vitamin D3 20.000 IE po. am ersten Tag, gefolgt von 2000 IE 1-0-0 p.o. getestet. Eine Substitution über mindestens 14 Tage erscheint sinnvoll – cave keine gleichzeitige Calciumsubstitution wegen Gefahr der Hypercalciämie.
------------------------------------------------------------------------------
https://www.kvs-sachsen.de/aktuell/aktuelle-nachrichten-und-themen/1962-handlungsanleitung-zur-behandlung-von-covid-19-patienten-in-pflegeheimen/

Das ist eine Empfehlung, die für alle nützlich wäre.

Ch.Wiechering
Kiel

Avatar #850553
am Sonntag, 10. Januar 2021 um 23:15

Die Idee ist nicht schlecht, damit auch parteipolitisch nicht gebundene Meinungen zu Wort kommen.

Die Idee ist nicht schlecht, damit auch parteipolitisch nicht gebundene Meinungen zu Wort kommen.
Genau an dem Punkt hapert es grade bezüglich weiterer Maßnahmen zum Überstehen der Pandemie. Konkret geht dabei um die Information der Bevölkerung über den Zusammenhang
des Verlaufes einer Covid-19 Erkrankung mit dem Vitamin-D Spiegel im Blut.

Die Kausalität der Vitamin-D Supplementation bezüglich der Covid-19 Erkrankung ist zwar nicht bewiesen, aber der Tenor unter den Wissenschaftlern, die dazu geforscht haben ist, dass man darauf nicht warten muss.

Aber darauf ruhen sich die Politiker und Berater der Bundesregierung anscheinend aus, die am 3.7.2020 entschieden haben, keine Information dazu an die Bevölkerung herauszugeben.
Eine Entscheidung, die man anscheinend nicht ändern möchte, man müsste man ja auch zugeben, dass man sich am 3.7.2020 leichtfertig falsch entschieden hat, anstatt sich damals an einen runden Tisch zu setzen und eine gemeinsame Entscheidung zugunsten der Bevölkerung zu fällen. (Suchen sie dazu nach „Bundestag Vitamin-D“)
Das ist bis jetzt so, obwohl seit dem in fast allen Studien die zu dem Thema veröffentlich wurden, eine Wirkung von Vitamin-D im positiven Sinne festgestellt wurde.
Mehrere Wochen vor dem Zeitpunkt der Fehlentscheidung hatten übrigens Frankreich, England, Wales, Irland und Schottland ihre Bevölkerung schon über den Zusammenhang informiert, aber leider keine allgemeine Empfehlung zur Supplementation herausgegeben
Hier verschiedene Kommentare zur Kausalität

Die Ersteller einer Studie vom DKFZ haben zur Studie des Universitätsklinikums Heidelberg einen starken Kommentar veröffentlicht.
DKFZ: Prof Hermann Brenner , Dr. Ben Schöttker
(Übersetzt mit Google Translate und grammatische Unzulänglichkeiten korrigiert)
-----------------------------------------------------------------------------
„Obwohl der endgültige Nachweis der Kausalität und Prävention von Todesfällen durch Vitamin-D-Supplementierung aus randomisierten Studien stammen müsste, die inzwischen eingeleitet wurden (z. B. [ 5 1), werden die Ergebnisse solcher Studien kurzfristig nicht verfügbar sein. Angesichts der Dynamik der COVID-19-Pandemie und der nachgewiesenen Sicherheit der Vitamin-D-Supplementierung erscheint es daher höchst umstritten und möglicherweise sogar unethisch, die Ergebnisse solcher Studien abzuwarten, bevor Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit ergriffen werden.
Neben anderen bevölkerungsweiten Präventionsmaßnahmen sollte eine weit verbreitete Vitamin-D3 Ergänzung gefördert werden, zumindest für Hochrisikogruppen wie ältere Erwachsene oder Personen mit relevanter Komorbidität. Diese hat sich in randomisierten kontrollierten Studien als vorteilhaft für die Prävention anderer akuter Infektionen der Atemwege und gegen eine die akute Verschlimmerung von Asthma und chronischen Lungenerkrankungen erwiesen. Darüber hinaus kann eine gezielte Vitamin-D3 Supplementierung von Personen, die SARS-CoV2-positiv getestet wurden, gerechtfertigt sein.
------------------------------------------------------------------------------
„Vitamin D Insufficiency May Account for Almost Nine of Ten COVID-19 Deaths: Time to Act. Comment on: “Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients”. Nutrients 2020, 12, 2757
Link zum Kommentar: https://www.mdpi.com/2072-6643/12/12/3642
Studie des DKFZ:
"Vitamin D insufficiency and deficiency and mortality from respiratory diseases in a cohort of older adults: potential for limiting the death toll during and beyond the COVID-19 pandemic"
https://www.mdpi.com/2072-6643/12/8/2488
Studie des Universitätsklinikums Heidelberg:
"Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients "
https://www.mdpi.com/2072-6643/12/9/2757

Das es weltweit in jedem Land der Welt nur eine Minderheit von Ärzten/Statistikern gibt, die zu dem Thema forschen, haben diese Probleme sich Gehör bei ihren Regierung zu verschaffen. Das wurde erkannt und am 7.12.2020 ein offener Brief an alle Regierungen zu diesem Thema verfasst der inzwischen von 170Wissenschaftlern die zu diesen Thema Forschungen betrieben haben, unterschrieben wurde. Dabei sind auch die 2 vom Deutschen Krebsforschungszentrum, von denen der obige Kommentar kommt.
Link zum offenen Brief: https://vitamind4all.org/letter.html
Auch in diesem Brief wird erwähnt, das keine Notwendigkeit besteht, auf den Beweis der Kausalität zu warten.

Für die englische und schottische Regierung waren dann die Hinweise am 28.11.2020 so ausreichend, das sie ab Januar für 2,5 Millionen Bürger aus Risikogruppen kostenlos Vitamin-D für 4 Monate zur Verfügung stellten und jedem empfehlen, sofort mit der Vitamin-D Einnahme zu beginnen, wenn dies möglich ist.
Hier ein mit Google Translate übersetzter Auszug aus dem Text der Pressemitteilung:
-----------------------------------------------
„Wir empfehlen, dass jeder, insbesondere ältere Menschen, diejenigen, die nicht nach draußen gehen, und Menschen mit dunkler Haut, täglich ein Vitamin-D-Präparat mit 10 Mikrogramm (400 IE) einnehmen.
In diesem Jahr ist der Rat wichtiger denn je, da mehr Menschen mehr Zeit im Haus verbringen. Deshalb wird die Regierung den klinisch extrem gefährdeten Menschen helfen, Vitamin D zu erhalten. …
Jedem, der in der Lage ist, ein Vitamin-D-Präparat zu kaufen und es jetzt einzunehmen, wird empfohlen, dies zu tun, auch wenn Sie später im Jahr für eine Lieferung berechtigt sind.
Das Ministerium für Gesundheit und Soziales wird in den kommenden Wochen weitere Informationen und Anleitungen für alle Anbieter von Pflege- und Pflegeheimen bereitstellen.“
-------------------------------------------------------------
https://www.gov.uk/government/news/at-risk-groups-to-receive-free-winter-supply-of-vitamin-d

Insofern ist es völlig unverständlich und unethisch , dass sich unser Bundesregierung überhaupt noch nicht zu dem Thema geäußert hat.
Denn dadurch ist nicht mal Information, dass man eine große Chance hat, sich durch Vitamin-D Substitution vor den schweren Verlauf einer Covid-19 Erkrankung zu schützen, bei jedem angekommen.
Dabei könnte eine allgemeine Empfehlung zu Substitution, mit einer genügend großen Dosis, in 2 Monaten dafür sorgen, dass unsere Klinken deutlich entlastet würden.
Vorausgesetzt natürlich, die Empfehlung würde von vielen befolgt.

Bisher gibt es aber nur oder immerhin eine Empfehlung der Kassenärztlichen Vereinigung
Sachen Thüringen für Pflegeheime. Diese hat am 11.12.2020 eine aktualisierte „Handlungsanleitung zur Behandlung von Covid-19-Patienten in Pflegeheimen“ herausgegeben, in der am Ende auch eine Empfehlung zur Vitamin-D Substitution steht. Hier der Textauszug zum Vitamin-D Teil:
-----------------------------------------------------------------------------
Zusätzliche Therapieempfehlung (nicht evidenzbasiert!):
Vitamin D
Bei allen (auch noch nicht infizierten Patienten) Substitution prüfen, und falls nicht vorbestehend, großzügig beginnen.
Rationale: Vitamin D Mangel bei Pflegeheimbewohnern im Winter ist häufig.
Potentieller Nutzen bei minimalem Risiko, protektiver/therapeutischer Effekt wahrscheinlich umso stärker, je früher begonnen wird.
Optimale Dosis und Dauer ist unklar, in RCTs wird derzeit u. a. eine Loading dose von Vitamin D3 20.000 IE po. am ersten Tag, gefolgt von 2000 IE 1-0-0 p.o. getestet. Eine Substitution über mindestens 14 Tage erscheint sinnvoll – cave keine gleichzeitige Calciumsubstitution wegen Gefahr der Hypercalciämie.
------------------------------------------------------------------------------
https://www.kvs-sachsen.de/aktuell/aktuelle-nachrichten-und-themen/1962-handlungsanleitung-zur-behandlung-von-covid-19-patienten-in-pflegeheimen/
Das ist eine Empfehlung, die für alle nützlich wäre.

Ch.Wiechering
Kiel