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Avatar #873082
am Mittwoch, 24. Februar 2021 um 00:25

Studien zu Ivermectin

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider muss ich Ihnen mitteilen das ich es sehr befremdlich finde wenn Sie im Artikel darauf hinweisen das sich diverse Studien zu Ivermectin im Preprint befinden. Das ist so leider nicht ganz richtig. Der aktuelle Stand der Dinge ist das mehr 40 Studien abgeschlossen und ein Großteil davon bereits Peer Reviewed sind. Dabei handelt es sich bei insgesamt 21 Studien sogar um randomisierte kontrollierte Studien gemäß dem Goldstandard (RCTs). Wenn man beim Thema Studien den Goldstandard favorisiert sollte man m.E. auch selbst, hier bei der Recherche, einen gewissen Standard einhalten. Ich möchte Ihnen jetzt keine Quellen vorgeben den ich bin mir sicher dass Sie sehr wohl dazu in der Lage sind die Lage zu erkennen und diese auch entsprechen richtig zu bewerten. Zudem stellt sich die Frage warum man in Deutschland trotz dem Verweis auf Ausstehende Ergebnisse dann nicht selbst darum bemüht Fakten zu schaffen? MFG B.F
Avatar #672139
am Mittwoch, 24. Februar 2021 um 06:18

S3-Leitlinie: Begründung zu Negativempfehlung zu Rekonvaleszentenplasma

Darlegung der Evidenzgrundlage
Als Evidenzgrundlage für die Empfehlung dienen vier randomisiert kontrollierte Studien mit insgesamt 931 Patienten (168-171). Auf Grundlage der Meta-Analyse kann kein Vorteil einer Therapie hinsichtlich 28-Tage-Letalität und des klinischen Zustandes festgestellt werden (moderate Qualität der Evidenz). Gleichzeitig zeigt sich ein Trend hin zu einem häufigeren Auftreten von unerwünschten Ereignissen und schweren unerwünschten Ereignissen (sehr niedrige bis niedrige Qualität der Evidenz). Weiterhin muss bei der Verabreichung von Plasmapräparaten das immanente Risiko von transfusionsbezogenen Ereignissen berücksichtigt werden.
Avatar #873082
am Mittwoch, 24. Februar 2021 um 11:09

S3-Leitlinie

Eben. Man bezieht sich auf die ersten vier randomisierten Studien. Mittlerweile gibt es aber deutlich mehr kontrollierte Studien mit beeindruckenden Ergebnissen die sogar schon peer reviewed sind. Einen guten Überblick kann man sich auf ivmmeta.com oder auf covid19criticalcare.com verschaffen. Ich bin schon der Meinung das man in solch schwierigen Zeiten immer die aktuellen Entwicklungen im AUge behalten sollte. Jetzt habe ich dann doch eine Quelle angegeben. Schande über mein Haupt.
Avatar #850553
am Mittwoch, 24. Februar 2021 um 19:32

Wieder keine Behandlug mit Calcitriol (Vitamin-D) empfohlen, Argumente dazu sind fragwürdig

Korrigieren sie mich bitte, wenn ich falsch liege
In der S3 Richtlinie wird eine Behandlung mit Vitamin-D nicht empfohlen weil die einzige Studie, die keinen Vorteil ermitteln konnte (Sao Paulo: doi:10.1001/jama.2020.26848) als Beweis dafür verwendet wird, dass eine Vitamin-D Supplementation nicht wirkt.
Siehe S3 Leitlinie: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/113-001l_S3_Empfehlungen-zur-stationaeren-Therapie-von-Patienten-mit-COVID-19__2021-02.pdf

In der Studie wurde den Patienten eine 1mal Dosis von 200.000 I.E Vitamin-D in Form von Cholecalciferol verabreicht, also nicht das schnell wirkende Calcitriol
Cholecalciferol ist geeignet für die Vorbeugung zu Hause, aber nicht für die Behandlung in der Klinik, weil zu viel Zeit vergeht bis der Körper daraus Calcitriol hergestellt hat.
Wie kann man also die Studie überhaupt in die Bewertung hineinnehmen?
Einschränkungen der Studie:". der Prozentsatz der Patienten mit Mangel war erheblich niedriger als in anderen Studien."
Wer keinen Vitamin-D Mangel hat, dem hilft es auch nicht, zusätzlich etwas was zu nehmen, das ist aber nichts neues.

Wenn eine Vitamin-D Studie mit positivem Ergebnis solche Fehler enthalten hätte wäre sie zerrissen worden, aber hier wird jeder lahme Gaul verwendet um irgendwie Argumente gegen eine Behandlung mit Calcitriol zu finden.

Die 2te Studie die herangezogen wird, ist die Cordoba Studie.
Diese wird so kommentiert: " Hier zeigte eine Verabreichung von Vitamin D3 bei hospitalisierten Patienten im Vergleich zur Standardtherapie keinen Vorteil in Hinblick auf patientenrelevante Endpunkte (sehr niedrige Qualität der Evidenz)."
War es in Cordoba nicht so, das dort mehr Patienten der Nicht Vitamin-D Gruppe gestorben sind und von dieser Gruppe mussten auch deutlich mehr Patienten beatmet werden. Sind das keine Patientenrelevanten Endpunkte?
Prüfung Cordoba Studie: 1: 60.000 das Ergebnis falsch
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.11.08.20222638v2

Christian
Avatar #79783
am Donnerstag, 25. Februar 2021 um 13:36

Leider ist es so

dass in Zeiten wie jetzt wieder die große Stunde der Menschheitserlöser aus der Quacksalberecke kommt: Jeder forert die sofortige und aufwändige Überprüfung selbst der absurdesten Hypothesen aus allen "besonderen Therapierichtungen", Homöopathen, TCM, Antroposophen, Orthomolekularmediziner... jeder will "sein" Wundermittel geprüft sehen - und vorne stehe die Ärzte auf den Intensivstationen, denen die Menschen unter den Händen wegsterben und wünschen die ganzen Maulaffenfeilhalter zum Teufel oder wenigstens auf den Mond, damit sie ihre Arbeit machen können.
Was die Studienergebnisse angeht:
Der "p-Wert" für zwei aufeinander folgende Sechsen beim "Mensch-ärgere-dich nicht" beträgt 0.028, für 3 Sechsen 0.005!

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