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Avatar #583943
am Donnerstag, 4. Februar 2021 um 07:29

Übertragung um 67% reduzieren?

Das ist eine eigenwillige Interpretation. Schade, dass sich die Redakteuere nicht die Zeit genommen haben, die Studie selber anzusehen, sondern sich mit dieser Aussage auf die Pressemitteilung beziehen. Aus Tabelle 2 geht hervor, dass nach der ersten Applikation der Standarddosis 88 symptomatische Fälle registriert wurden: 17 in der Gruppe der Geimpften, 71 in der Gruppe der Ungeimpften. Das entspricht einer rechnerischen Wirkung von 76%. Die Rate der asymptomatischen COVID-19 Fälle war innerhalb von 60 Tagen nach der Impfung jedoch in beiden Gruppen vergleichbar hoch (0,7% versus 0,8%). Hier liegt die Wirkung bei lediglich 16%. Bei einer zweifachen Gabe lag die "Wirkung" bei lediglich 2% (Gruppe der asymptomatischen Fälle bzw. Fälle mit unbekannten Symptomen; Inzidenz von 1,5% bei Geimpften und Ungeimpften). Es bleibt ein Rätsel, wie man zu dieser Schlagzeile kommen kann, denn eine erfolgreiche Reduktion von unbemerkten Übertragungen kann doch nur gelingen, wenn durch eine Impfung asymptomatische Fälle deutlich reduziert werden. Das ist hier sicher nicht der Fall!
Avatar #865259
am Donnerstag, 18. Februar 2021 um 20:04

"exploratorische Analyse": im Ergebnis reine Schönfärberei

habe diesbzgl dem Vorbeitrag seitens @Hügiäne nichts hinzuzufügen;
meine vormalige eigene Detailsichtung des Studie3 -Paper ergab ganz ähnliche (oder aucg identische) Auswertungsresultate. Ergo kram ich das jetzt nicht nochmal vor. Sicher ist, daß gerade asyptomatische Übertragung nicht vermindert wird.
D.h. für alle Illusionsgebäude ala Impfausweis mit Berechtigung zu Flugreisen etc pp gab es vo vornherein keine Basis seitens des Leistungsbilds der Impfstoffe. Astra-Zeneca lieferte ja zumindest Daten um dies klar ersehen zu können, während Biontech und Moderna in friedlich schiedlicher Manier auf Blinde-Kuh verständigten hinter den Kulissen. EMA spielte da voll mit !!
Avatar #865259
am Freitag, 19. Februar 2021 um 08:39

Langer Abstand zw 2 Impfdosen ökonomisch u epedemiolog vorteilhaft

Zitat: "Schutzwirkung nach einer Dosis hoch
Doch selbst nach der 1. Impfdosis liege die Schutzwirkung des Vakzins bereits bei 76 %, die nach 22 Tagen erreicht werden und bis Tag 90 nach der 1. Impfdosis nicht nachlasse."

wenn dem so wäre, wäre es umsomehr bei temporärer Impfstoffknappheit unbedingt angezeigt zunächst alles Material als Erstdosis zu verwenden. So erreiche ich in der auslaufenden Saison gerade noch einiges mehr an Wirkung in der Population, weil doppelt so viele Impflinge erreicht werden, als Nebeneffekt könnte eine länger andauerndere individuelle Schutzwirkung sich günstig auswirken, wenn etwa der Schutz dann für Wintersaison 2021/22 anhalten würde.
Avatar #106067
am Freitag, 26. Februar 2021 um 12:48

BRITEN-VORTEIL VS. RELATIVITÄTSTHEORIE

Mindestens zwölf Wochen Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfdosis haben bei der AstraZeneca-Vakzine positive Auswirkungen auf deren Wirksamkeit. Ergebnisse jüngster klinischer Studien mit mehr als 17.000 Probanden in Großbritannien, Südafrika und Brasilien wurden publiziert, aus denen Auszüge zuvor bereits online veröffentlicht worden waren „The Lancet“ (2021; online 19. Februar). Bei einem Abstand von mindestens zwölf Wochen zwischen erster und zweiter Dosis hatte der Impfstoff demnach eine Wirksamkeit von 81 Prozent. Diese lag lediglich bei 55 Prozent, wenn zwischen beiden Dosen nur bis zu sechs Wochen lagen. In Deutschland empfiehlt die STIKO bislang, bei Impfung mit der AstraZeneca-Vakzine die zweite Dosis neun bis zwölf Wochen nach der ersten zu verabreichen.

Doch die ex post veröffentliche Impfstudie zur AstraZeneca Vakzine: "Single-dose administration and the influence of the timing of the booster dose on immunogenicity and efficacy of ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222) vaccine: a pooled analysis of four randomised trials" von Merryn Voysey et al. vom 10.02.2021 DOI:
https://doi.org/10.1016/S0140-6736(21)00432-3 muss relativiert und als fragwürdig kritisiert werden. Sie bedeutet sekundäres Aufhübschen problematischer Studienlagen beim AstraZeneca Impfstoff im Gegensatz zu anderen Herstellern. Bei denen wurden niemals reine Phase 1- und 2-Erprobungs-Studien nachträglich zu "Erfolgsstudien" hochstilisiert.

1. ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222) AstraZeneca Vakzine hat in den amtlichen Zulassungsstudien bei Durchschnittsalter 40 Jahre die bisher schlechteste Schutzwirkung von 59,5% . Unter Verum erkrankten 64 von 5.258 Personen, unter Placebo 154 von 5.210 Teilnehmern.
https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)32661-1/fulltext

Weitere Einzelheiten siehe mein DocCheckBlog-Beitrag
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/31895-briten-vorteil-relativiert

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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