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Avatar #759489
am Donnerstag, 25. Februar 2021 um 22:13

Und noch eine überzogene Studie?

Kommentar zur Nachricht
RKI: Über die Hälfte der Bevölkerung hätte bei COVID-19 ein erhöhtes Risiko
vom Donnerstag, 25. Februar 2021
Kommt mir doch etwas überzogen vor. Wenn ich schon lese: "Als Risikogruppe stuft das Team um Alexander Rommel vom Robert-Koch-Institut (RKI) pauschal alle Personen im Alter ab 65 Jahre ein." Denn - ein fitter 66jähriger dürfte weniger Risiko haben als ein übergewichtiger 40jähriger.
Und es gibt auch andere Daten und Erkenntnisse:
"86 Prozent der über 80-Jährigen überleben Corona

Leuthard hat recht: Zwar steigt das Risiko, an Corona schwer zu erkranken und zu sterben, mit dem Alter stark an. Aber auch bei über 80-Jährigen liegt die sogenannte Mortalitätsrate aktuell bei 14 Prozent. Das hat der Zürcher IT-Entwickler Robert Salzer anhand der Datensätze des Bundesamts für Gesundheit ausgerechnet.

Und das heisst eben auch: Ganze 86 Prozent aller über 80-Jährigen, die positiv auf Corona getestet wurden, überstehen die Infektion."
Quelle:
https://www.blick.ch/politik/mutter-88-von-alt-bundesraetin-ueberlebt-corona-mami-leuthard-macht-senioren-hoffnung-id16221638.html

Typisch sind ausführliche gruselige Medienberichte über die sportliche 40jährige, die Covid bekam. Weniger interessant für die Medien: Zigtausende von Senioren, die sich infizierten und nicht einmal erkrankten.
Wie wäre es mit dieser interessanten und ermutigenden Nachricht?:
https://www.mopo.de/news/panorama/ruestige-seniorin-113-jaehrige-spanierin-ueberlebt-corona-infektion-36686184
Avatar #831974
am Freitag, 26. Februar 2021 um 10:01

Solche Studien...

"Über die Hälfte der Bevölkerung hätte bei COVID-19 ein erhöhtes Risiko..." - und dann: "Jeder 2. Deutsche über 15 Jahre hätte im Fall einer SARS-CoV-2-Infektion ein erhöhtes Risiko auf einen schweren Verlauf von COVID-19." Da passt was nicht, oder?
Weiters: Saarland: "Dort haben 750.000 Einwohner über 15 ein erhöhtes COVID-19-Risiko." Also praktisch alle, oder wie? Das Saarland hat nur 990'000 Einwohner, davon 870'000 über 15 Jahre. Dann haben 6/7 der über 15-jährigen Saarländer ein "erhöhtes" Risiko?
Ost-West-Gefälle: Liegt das evtl. daran, dass die Menschen im Osten durchschnittlich wesentlich älter sind? Im Saarland sieht es ähnlich aus. Aber dazu noch etwas: Covid-Todesfälle pro 100000 Einwohner im Hotspot Saarland bisher 89, Hessen 92, Bayern mit besonders gesunder Lebensweise im Süden 94; Deutschland: 83.5 (von etwa 1200 insgesamt im Zeitraum seit März 2020).
Avatar #873382
am Freitag, 26. Februar 2021 um 14:14

Salutogenese vs. Pathogenese

Wann wird endlich die Form der Kommunikation geändert? Anstelle weiterer reißerischer Artikel ein Hinweis für die Bevölkerung, wo und wie genau selbstwirksam diesem Trend gegengesteuert werden kann. Denn Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, etc. sind seit vielen Jahren ansteigend unsere täglichen Begleiter. Doch versuchen wir lediglich reaktiv anstelle von proaktiv und präventiv diesem kostenträchtigen Trend entgegenzuwirken. Wann findet endlich der so lange ersehnte Paradigmenwechsel statt von der rein biomedizinischen Betrachtungsweise hin zu einer biopsychosozialen, und somit menschlichen Perspektive. Beides, die Schulmedizin Hand in Hand mit Bereichen aus der Psychoneuroimmunologie und anderen interdisziplinären Bereichen. Den Menschen selbst wieder in den Mittelpunkt bringen, die eigenen Kompetenzen stärkend um somit alle Beteiligten zu entlasten. Klingt zu futuristisch? Nein, denn so wird es bereits in einigen Bereichen gelebt und erlebt. E lohnt sich und es wird höchste Zeit. Und vielleicht sind COVID und andere kommende Herausforderungen ein Anstupser für uns als Gesellschaft. Anstelle von Angst, Vertrauen schaffen = Selbst Bewusstsein -> Selbst Vertrauen -> Selbst Sicherheit = Selbstwirksamkeit
Avatar #32890
am Freitag, 26. Februar 2021 um 19:23

Fragwürdiges Design

Bundesweite telefonische Querschnittsbefragung durch ein Markt- und Sozialforschungsinstitut von April 2019 bis Oktober 2020, 23.000 Teilnehmer mit 22% Responsequote. Nur Selbstauskünfte (am Telefon). "Wieviel wiegen Sie, wenn Sie keine Kleider und Schuhe tragen?"
Ich dachte immer, das Virus ist erst Ende 2019/Anfang 2020 aufgetaucht. Wie können dann Daten herangezogen werden, die teilweise vor dem Auftauchen des Virus entstanden sind?
Ist es seriös, aus solchen Daten die obenstehenden Aussagen abzuleiten?
Ich bin zwar medizinischer Laie, aber wenn ich feststelle, daß mit solchen Befragungen "Studien" mit medizinischer Relevanz erstellt werden, wird mir Angst und bange.
Avatar #710698
am Sonntag, 28. Februar 2021 um 19:58

Asthma als Risiko? Wer hat die Evidenz auf seiner Seite? Irrt das RKI?

"Somit wird aufgrund der umfangreichen aktuellen Datenlage davon ausgegangen, dass Asthma (aller Schweregrade) kein unabhängiger Risikofaktor für schwere COVID-19-Verläufe ist [53]. Es gibt sogar die Vermutung, dass dieses Risiko bei Patienten mit Asthma erniedrigt sein könnte [54 – 56], u. a. aufgrund einer verminderten Expression des für die Aufnahme von SARS-CoV-2 verantwortlichen ACE-2-Rezeptors in den Atemwegen [57]. Dies wurde insbesondere bei Patienten mit Allergien [58] und/oder Typ-2-Entzündung [59 – 62] beobachtet." Zitat aus der Stellungnahme der DGP vom 26.11.2020.

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