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Avatar #23422
am Sonntag, 28. Februar 2021 um 13:33

Grober Unfug

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AstraZeneca-Impfstoff: Hohes Risiko
aus Deutsches Ärzteblatt 8/2021 vom Freitag, 26. Februar 2021
Leider wird im Leserbrief des Dr. Wagners offensichtlicher und grober Unfug verbreitet. Ich bin entsetzt, dass das DÄ so einem Unsinn ein Forum bietet. Eine Impfstoff-Wirksamkeit von z.B. 60% bedeutet eben nicht, dass der Impfstoff bei 40% der Geimpften gar nicht wirkt. Die aktuell bekannten Zahlen zu AstraZeneca besagen, dass das Risiko, an Covid19 zu sterben, bereits 4 Wochen nach der ersten Impfung gegen Null geht. Alle vollständig Geimpften sind sehr zuverlässig vor schweren Verläufen und Tod geschützt. Ich bin immer wieder erschüttert und schäme mich für den Berufsstand der Ärzte, wenn ich lese oder höre, was für ein dummes Zeug von Kollegen_innen verbreitet wird.
Dr. Burkhard Heitmann
Watzmannstr. 62
47249 Duisburg
burkhard-heitmann@gmx.de
01626491575
Avatar #873843
am Montag, 1. März 2021 um 12:25

Absoluter Unsinn

Sehr geehrte Leser,
der Kommentar von Dr. Wagner zeugt von mangelnder statistischer Kenntnis und führt in die Irre, da sich die Ansprechquote nur auf die Infizierten bezieht:
Ich erkläre Astra Zenica meinen Anstellten so: Bei einer Inscidenz von 50 sind 50 von 100 000 infiziert, für 100 Infizierte braucht es 200 000 Einwohner. Wenn man die alle mit Astrazeneca durchimpft, bleiben von 100 Infizierten 30 oder 40 je nach Studienauslegung, die leicht, mittelschwer oder weniger wahrscheinlich, schwer erkranken = 30 von 200 000!
Impft man 200 000 mit Biontech erkranken von 100 Infizierten 10!
Unterschied 20 - 30 von 200 000.
Auch die 30 oder 40 von Astra sind wahrscheinlich vor schweren Verläufen geschützt. Astra-Geimpfte haben schon nach der 1. Impfung zu 94% einen höheren Schutz als unter Biontech mit 85%.
Die meist eintägige Impfreaktion tritt bei Astra meistens nach der 1. Impfung auf, bei Biontech genauso nach der 2. Impfung auf.
Die Unterschiede bei 200000 Geimpften sind also minimal.
Nutzen Sie Ihre Chance zur Impfung!
Dr. med. S. Möller Wiesbaden
Avatar #876149
am Samstag, 13. März 2021 um 10:31

Stimme Dr. Wagner weitgehend zu

Die obenstehende Kritik am Beitrag von Dr. Wagner kann ich nicht nachvollziehen und ich halte diese sogar für unaufrichtig.

Man kann es drehen und wenden und aus kollektivistischen gesundheitspolitischen Gründen schönreden, solange man will. An den Fakten ändert sich nichts:

Der Impfstoff von AstraZeneca ist drastisch schlechter als der von BioNTech und Moderna. Er ist und bleibt ein mit großem Abstand zweitklassiger Impfstoff. Die Schutzwirkung ist DEUTLICH niedriger als bei BioNTech und Moderna. Da helfen auch statistische Taschenspielertricks nichts von Leuten, die angeblich versuchen den Sachverhalt zu „erklären“ – genauer gesagt wohl eher: die Adressaten für dumm zu verkaufen.

Ein gutes Beispiel für solche Taschenspielertricks ist die obenstehende Rechnung von Frau Dr. Möller. Sie sucht auf Basis einer willkürlich gegriffenen (völlig irrelevanten) Momentan-Inzidenz von 50 und einer weiteren Milchmädchenrechnung ersichtlich zu suggerieren, dass nach absoluten Zahlen kein großer Unterschied bei den Infektionszahlen zwischen AZ-Geimpften und den BT-Geimpften bestünde.

Die lautere Rechnung lautet:

In der BRD wohnen weit über 80 Millionen Menschen. Von diesen 80 M. würden sich ohne Gegenmaßnahmen und ohne Impfstoff mittelfristig ca. 2/3 aller Menschen mit Corona anstecken, also über 50 Millionen Menschen.

Bei einer Impfung mit AZ stecken sich nicht nur trotzdem 40% der ansonsten Angesteckten an, sondern es erkranken auch 40% mit klaren Symptomen und dem vollen Risikopaket einer Corona-Infektion. Dies sind mehr als 20 Millionen Menschen.

Bei einer Impfung mit BioNTech oder Moderna stecken sich dagegen nur rund 5% der Geimpften an, 95% der Bevölkerung stecken sich entweder erst gar nicht an, oder bleiben symptomlos. Anzahl Erkrankter: rund 3,5 Millionen.

Mit BioNTech stecken sich also rund 17 M. Menschen allein in DE weniger mit Corona an als mit AZ. Und SELBSTVERSTÄNDLICH würde auch die Todesfallzahl insgesamt bei einer Durchimpfung mit B
Avatar #876149
am Samstag, 13. März 2021 um 10:54

Volle Zustimmung für Dr. Wagner

Die obenstehende Kritik am Beitrag von Dr. Wagner kann ich nicht nachvollziehen. Ich halte sie für unaufrichtig.

Man kann es drehen, wenden und schönreden, wie man will. An den Fakten ändert sich nichts:

AstraZeneca IST drastisch schlechter als BioNTech / Moderna. AZ ist und bleibt ein mit großem Abstand zweitklassiger Impfstoff. Die Schutzwirkung ist DEUTLICH niedriger als bei BT und MOD. Da helfen auch statistische Taschenspielertricks nichts.

Ein schönes Beispiel für solche Tricks ist die obenstehende Rechnung von Dr. Möller. Sie sucht auf Basis einer willkürlich gegriffenen (irrelevanten) Momentan-Inzidenz von 50 und einer weiteren Milchmädchenrechnung zu suggerieren, dass nach absoluten Zahlen kein großer Unterschied bei den Infektionszahlen zwischen AZ-Geimpften und den BT-Geimpften bestünde.

Die lautere Rechnung:

In der BRD wohnen > 80 Mill. Menschen. Von diesen 80 M. würden sich ohne Gegenmaßnahmen / ohne Impfstoff ca. 2/3 mit Corona anstecken, also > 50 M.

Bei einer Impfung mit AZ stecken sich nicht nur trotzdem 40% der ansonsten Angesteckten an, sondern sie erkranken auch mit Symptomen einer Corona-Infektion. Dies sind > 20 M.

Bei einer Impfung mit BT oder MOD steckten sich dagegen nur ca. 5% der Geimpften an, 95% stecken sich entweder erst gar nicht an, oder bleiben symptomlos. Anzahl Erkrankter: ~ 3,5 M.

Mit BT erkrankten also ~ 17 M. Menschen allein in DE WENIGER an Corona an als mit AZ. Und SELBSTVERSTÄNDLICH würde auch die Todesfallzahl insgesamt bei einer Durchimpfung mit BT statt mit AZ deutlich niedrigerer ausfallen. Wie viel genau, kann zZ niemand sagen.

Man kann die Verantwortlichen dieser Politik in unserem Land gar nicht genug für dieses Vergehen geißeln. Dahinter stecken grobe Inkompetenz, ideologische Verbohrtheit und wohl auch Sozialrassismus. IRGENDWO landet der auf deutscher, universitärer Forschung beruhende, in DE entwickelte und tw hergestellte Impfstoff ja. Nur eben nicht beim gemeinen Volke.
Avatar #876269
am Sonntag, 14. März 2021 um 02:56

Wirksamkeit - Sehr geehrter Herr Dr. Möller, sehr geehrter Herr Dr. Heitmann

Ihre Argumentation überzeugt mich nicht. Sie betrachten Eine Differenz, wo ein Verhältnis zu betrachten wäre. Wenn von 100 INFIZIERTEN Ungeimpften X ein bestimmtes Symptom wg. der Infektion erleiden und von 100 INFIZIERTEN Geimpften Y <= X das selbe Symptom, dann ist gibt die Größe 1 - Y/X die Wirksamkeit des Impfstoffes wieder. Oder? Es macht für einen INFIZIERTEN also einen großen Unterschied, ob ein Impfstoff z.B. 85% Wirksamkeit hat oder gar 95% bezogen auf ein bestimmtes Symptom. Für das persönliche Risiko einer INFIZIERTEN Person entspricht dem ein Faktor 3! Nämlich 15% / 5%. ( Bei der Wirksamkeit / Unwirksamkeit betrachtet man die Situation einer Infektion. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Infektion ist ja außen vor. )

Nicht die Wirksamkeit, sondern die "Unwirksamkeit" := 1 - Wirksamkeit ist die entscheidende Größe bei einer personenbezogenen Risiko-Abschätzung. Natürlich hat eine Impfung einen epidemiologischen Effekt. Ein zu erwartender epidemiologische Nutzen ist für eine Person ein zukünftiger Nutzen. In praxi heißt das, daß eine Risiko-behaftete Situation nur für eine begrenzte Zeit hingenommen werden muß ( "Nutze ich heute den ÖPNV oder nicht?" ). Nur unter diesen Voraussetzungen wird man auch einen ungünstigeren Impfstoff akzeptieren. Denn wenn alle auf den "besseren" Impfstoff warten, zieht sich der Zeitraum bis zum Eintreten des epidemiologischen Nutzens und steigt damit auch das persönliche Risiko.

Der weit verbreitetete naive Vergleich von Corona-Impfstoffen mit Grippe-Impfstoffen ist m.E. blanke Desinformation. Ungeachtet dessen scheint der AstraZeneca-Impstoff unterschätzt worden zu sein. Für mich ist eher die Frage Johnson & Johnson zu akzeptieren oder zu warten. Doch bloß worauf? Das Versprechen von Nachimpfungen von Herrn Spahn - so denn möglich - war konditioniert ( "... wenn noch was da ist" ). Wird also nicht kommen.

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