Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #710751
am Mittwoch, 3. März 2021 um 23:00

Perspektive

Kommentar zur Nachricht
Mehr als 9.000 Corona­neuinfektionen in Deutschland
vom Mittwoch, 3. März 2021
Die Headline würde so besser klingen: Nur noch 9019 Infektionen ODER Unter 10000 Infektionen...aber irgendwie muss man das Damokles Schwert hängen lassen...
Default-Avatar
am Donnerstag, 4. März 2021 um 14:25

Relativieren

Inzidenz = Anzahl der positiven Tests auf 100.000 Menschen. Soweit so gut.
Die Unterscheidung 'positiv = infiziert = ansteckend" steht nach wie vor aus.
Des Weiteren: nach wieviel Amplifikationen (CT-Wert) ist denn jetzt der Test noch sicher positiv? 25? 30? 35? 40 oder mehr?? Ebenso: bei Einerechnung der 'falsch positiv' Getesteten relativiert sich der Inzidenzwert nochmal deutlich.
Ich gönne ja meinen Kollegen durchaus ihre ängstliche Betroffenheit, hätte aber selbst mit so einer Haltung jahrelang kaum Notfall- und Intensivmedizin betreiben können.
Bin froh, nicht länger aktiv in diesem 'System' tätig sein zu müssen....
Avatar #831974
am Donnerstag, 4. März 2021 um 16:17

@karldoc

Danke für Ihre Mühe, aber auch Sie werden vermutlich Ihren Beitrag bald in den Hintergrund verbannt wiederfinden. Seit fast einem Jahr wird immer wieder auf die wissenschaftlichen Fundamentalprobleme bei den Fallzahlen, Inzidenzwerten, Testergebnissen etc. hingewiesen und es wird seit einem Jahr verweigert, endlich eine, der riesigen Tragweite der Tests angemessene, Standardisierung und In-Line-Qualitätskontrolle zu etablieren. Jetzt geht es mit Selbsttests weiter, die bei Symptomlosigkeit und niedriger Prävalenz ringsherum praktisch nur zwei Ergebnisse kennen - richtig negativ (98% evtl.) oder falsch positiv (2% - hoffentlich nur). Nur damit - wird uns eingeredet - können Schulen eröffnet und Alltagsleben wieder möglich gemacht werden, solange alle mit vermummtem Gesicht herumlaufen. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium gibt Publikationen heraus ("Analysen zur Erlössituation und zum Leistungsgeschehen von Krankenhäusern in der Corona-Krise"), in denen vor allem die Entwicklungen der Patientenzahlen bei Lungenentzündungen und schweren akuten Atemwegserkrankungen (SARI) im Vergleich zu andern Krankheiten für die erste Coronawelle zusammengefasst werden. Dort muss jeder nach dem genauen Lesen hellhörig werden, weil er erkennt, dass der überwiegende Teil, zum Beispiel der Lungenentzündungen mit Coronadiagnose, auch ohne Coronavirus genauso zu erwarten gewesen wäre. Zum gleichen Ergebnis hinsichtlich aller relevanten Patientenzahlen muss man zwingend kommen, wenn man die Analyse der Initiative Qualitätsmedizin gelesen hat. Irgendeine Maßnahme zur Bekämpfung der Coronapandemie auf Basis, besser gesagt trotz, solcher "Evidenz" noch weiter zu rechtfertigen ist schlichtweg arglistige Täuschung. Schlimmer noch, der Beweis ist erbracht, dass die riesigen Probleme im Gesundheitswesen, die zweifelsohne bestehen und Ärzten und Pflegepersonal massiv zu schaffen machen, nicht eine Folge der Pandemie sondern der getroffenen Gegenmaßnahmen sind.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos