DÄ plusForenKommentare NewsWenn es denn so einfach wäre!

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Avatar #67327
am Sonntag, 7. März 2021 um 08:36

In anderen RTCs wirkt Ivermectin gut!

Der Artikel ist sehr einseitig. Wo bleibt die kritische Diskussion anderer Daten? inzwischen gibt es >40 (!) Studien zu Ivermectin. Übersicht siehe hier: https://ivmmeta.com/Das Problem ist, dass Ivermectin keinen Lobby seitens BigPharma hat. Lieber konzentriert man sich auf neue, extrem teuere monoklonale Antikörper...
Avatar #657470
am Sonntag, 7. März 2021 um 12:40

Limitationen

Ich kann die Kritik der COVRIIN Arbeitsgruppe, des Arznei-Telegramms und Anderer an den einzelnen Studien zu Ivermectin teilweise nachvollziehen und würde mir gleichfalls groß angelegte, statistisch einwandfreie RCTs wünschen.
Gleichzeitig wirkt die selektive Berichterstattung wie im DÄB auf mich jedoch unseriös. Nach monatelangem Schweigen zu Ivermectin nun diese wenig aussagekräftige Studie zu zitieren wirkt auf mich unseriös, zumal es das Potential, welches die zahlreichen weiteren existenten Studien nahelegen, missachtet.

Die Stellungnahme von ivmmeta.com finde ich durchaus überzeugend. Viele der Punkte hat Wilber bereits aufgeführt.

"Only one study to date has received significant press coverage in western media [López-Medina] although it is neither the largest or the least biased study. With the low risk patient population, there is little room for improvement - 58% recovered within the first 2 days to "not hospitalized and no limitation of activities" or better. There was only one death (in the control arm), as compared to 16 studies with many more mortality events. The primary outcome was changed mid-trial from clinical deterioration to resolution of symptoms including "not hospitalized and no limitation of activities" as a negative outcome, which is not very meaningful in terms of assessing how treatment affects the incidence of serious outcomes. All outcomes in this study show a benefit for ivermectin, but the abstract fails to mention that much larger benefits are seen for serious outcomes, including the original primary outcome, and that the reason for not reaching statistical signficance is the low number of events in a low risk population where most recover quickly without treatment. This study also gave ivermectin to the control arm for 38 patients and it is unknown if the full extent of the error was identified, or if there were additional undiscovered error."

Kritiker sollen sich gerne zu Wort melden.
Avatar #874833
am Sonntag, 7. März 2021 um 16:21
geändert am 07.03.2021 16:25:06

Metaanalyse zeigt eine signifikante positive Wirkung von Ivermectin bei COVID-19

Ich kann den meisten Vorkommentatoren nur zustimmen. Ein Tipp als Nachtrag: Die Direktorin der E-BMC (berät die WHO; industrieunabhängig; arbeitet mit der renommierten Cochrane Collaboration) hat in einem empfehlenswerten neuen Interview von gestern (6. März) die wesentlichen Informationen zu Ivermectin zusammengefasst. Ein Expertenteam der E-BMC hat unter der Leitung von Dr. Lawrie sämtliche Daten zu Ivermectin einer professionellen Metaanalyse unterzogen und aktualisiert diese ständig. Durch die Datensynthese ergibt sich ein umfassendes Bild, das aufgrund zahlreicher reproduzierter Ergebnisse verschiedener RCTs einem vielfach geforderten einzigen großen RCT überlegen ist und zugleich kumuliert auf eine ähnliche Zahl an Probanden kommt. Ivermectin zeigt entsprechend der Metaanalyse signifikante Effekte u. a. in der Prophylaxe (87 % bis 93 %) und in der Behandlung eine Reduktion der Todesfälle (durchschnittlich um die 70 % konservativ bewertet, höher bei optimaler Dosierung). Der p-Wert im "test for overall effect" liegt bei p = 0.002.

Ivermectin ist dabei eines der sichersten Medikamente (wird von der WHO auf der Liste der essentiellen Medikamente geführt) und besitzt ein vielfach höheres Sicherheitsprofil als beispielsweise Ibuprofen oder Remdesivir.

Die Metaanalyse ist hier zu finden:
https://www.e-bmc.co.uk/

Das empfehlenswerte Interview (auf Englisch) ist u. a. hier zu finden:
https://www.youtube.com/watch?v=vYF8bnmdQfY

(Erste Erfahrungen von behandelnden Ärzten u. a. in den USA zeigen im Übrigen eine positive Wirkung von Ivermectin-Behandlungsprotokollen auch bei 'Long Covid'.)
Avatar #79783
am Dienstag, 9. März 2021 um 01:47

Wenn es denn so einfach wäre!

Einfach Zahlen aus unterschiedlichen Studien zusammenaddieren bringt es halt nicht - da müssten die Studie schon einem gemeinsamen Protokoll folgen: Identische Auswahl der Patienten mit zuverlässiger Randomisierung und vorher definierte, harte Endpunkte statt Surrogatparameter.
Eine "Meta-Analyse" nach dem bewährten Schneid- und Flick-Verfahren zur Kontruktion von Signifikanzen "ex post" ist Geld- und Ressourcenverschwendung.
Dass die allermeisten Studien noch nicht einmal das Peer-Review hinter sich haben, das einer Veröffentlichung vorausgeht, ist natürlich bedauerlich - aber im Moment gibt es nur "preliminary results", meist sogar nur die Abstracts oder unvollständige Teilveröffentlichungen.
Avatar #874833
am Dienstag, 9. März 2021 um 13:32

Cochrane Metaanalyse: Ivermectin wirkt

Dr. Lawrie arbeitet nach den Methoden der Cochrane Collaboration, die international dem Gold-Standard der systematischen Analyse und Bewertung wiss. Daten entsprechen. Hierbei handelt es sich eben nicht, um ein 'einfaches Zusammenaddieren' (summary review). Eine Cochrane Metaanalyse erfordert spezielles Fachwissen und setzt die Befolgung strikter Standards voraus. Dazu gehört, dass sämtliche zentrale Faktoren (Endpunkte, jeweilige Qualität der Studien, etc.) berücksichtigt und systematisch verarbeitet werden. Zudem werden Daten, die (noch) nicht veröffentlicht, jedoch für eine Analyse notwendig sind, durch die Experten von den Studienautoren direkt erhoben. Dr. Lawrie besitzt dementsprechend ein umfassendes Wissen hinsichtlich der existierenden Studien, das über die veröffentlichten Informationen hinausgeht, und steht in direktem Austausch mit Studienleitenden. Die Analyse und Metaanalyse wiss. Daten zu Behandlungsmethoden ist Dr. Lawries professionelles Fachgebiet. Die Expertenorganisation, deren Direktorin sie ist, wird dafür seit Jahren explizit von der WHO und anderen Behörden beauftragt. Sie weiß, was sie tut. Und sie kommt zu dem Ergebnis, dass Ivermectin eine signifikante positive Wirkung (overall effect p= 0.002) in der Prophylaxe und Behandlung von COVID-19 aufweist. Behandelnde, die Ivermectin bei mind. 12 Patienten eingesetzt haben, kommen im kleinen Rahmen im Übrigen auf der praktischen Seite wiederholt zu demselben Schluss – auch ehemalige Skeptiker.

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