DÄ plusForenKommentare NewsAufweichung der Priorisierung führt zu mehr Todesfällen bei den Älteren

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Avatar #736177
am Donnerstag, 11. März 2021 um 11:23

besonders Verwundbare zu schützen?

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Neue Coronaimpf­verordnung in Kraft
vom Donnerstag, 11. März 2021
mein 88 Jahre alter Vater soll bereits am 27.04.2021 in laschetschen Fantasia- und Faschingland geimpft werden. Die Stinkblasen der Politiker sind menschenverachtend!
Avatar #659853
am Donnerstag, 11. März 2021 um 19:36

Priorisierung aufweichen ist ein menschenverachtender, tödlicher Irrweg!

Zunächst sind die zunehmenden Stellungnahmen verantwortlicher (?) Politiker zu Gunsten eines Abweichens von der evidenzbasiert festgelegten Priorisierung eine Bankrotterklärung! Die drei Priorisierungsgruppen machen ein Drittel der Gesamtbevölkerung aus. Zu welcher Art von Bananenrepublik ist Deutschland verkommen, dass man es nicht organisiert bekommt, den wenigen Impfstoff an dieses Drittel zu verimpfen!
Das Impfen jüngerer Personen geht nach Adam Riese derzeit noch automatisch zu Lasten Älterer. Was das bedeutet, kann jeder mit den Zahlen des rki (altersstratifizierte Todesfälle) und destatis (Anzahl Einwohner in den verschiedenen Altersdekaden) leicht nachrechnen. Mit den Daten aus Tabelle 4 des Situationsberichts vom 9.3. errechnen sich die relativen Risiken, an einer SARS-CoV-2-Infektion zu versterben (wenn man das Risko der 20-39jährigen als 1 zu Grunde legt) für: 40-49 = 4,8, 50-59 = 17,4, 60-69 = 64; 70-79 = 231; 80-89 = 816; über 90 = 2437 (odds ratios sind aus statistischen Gründen so gut wie identisch). Legt man 0-39 zu Grunde, resultiert annähernd eine Verdoppelung des relativen Risikos aller höheren Altersgruppen. Vergleicht man mit Hilfe der Daten dieser Tabelle vom Beginn diesen Jahres das Jahr 2020 mit dem bisherigen Zeitraum 2021, ist der Anteil der Todesfälle in den verschiedenen Altersdekaden unverändert: 23,1% aller Todesfälle entfallen auf die über 90jährigen, 69,7% auf die über 80jährigen, 89,0% auf die über 70jährigen und 96,6% auf die über 60jährige. Nach Impfung der drei priorisierten Gruppen sinkt also voraussichtlich die Corona-Letalität um über 95% (da zusätzlich Hochrisiko-Personen jüngeren Alters berücksichtigt werden.
Ob die Verantwortlichen jemals darüber nachgedacht haben, wie sehr sie mit dem Aufweichen der Priorisierung auch die eigenen Eltern und Großeltern gefährden, wie sie das diesen Menschen gegenüber begründen?
Wer hier nicht die ethisch einzig möglichen Schlüsse zieht, handelt zynisch und menschenverachtend!
Avatar #830245
am Samstag, 13. März 2021 um 13:35

Aufweichung der Priorisierung führt zu mehr Todesfällen bei den Älteren

Offenbar ist den Verantwortlichen noch nicht bewußt, dass die alten Menschen noch lange nicht geimpft sind.
Sie können oftmals selbst keinen Termin vereinbaren. Wer kann schon nachts sich an den PC setzen, um einen Termin VIELLEICHT online zu ergattern?
Man muss nämlich auch auf andere Impfzentren, die weiter weg liegen ausweichen können und das bedeutet für alte Menschen immer, dass sie einen Fahrer benötigen, der bereit ist, statt der 15 km ins nächsten Zentrum 60 km zu fahren.
Wenn man dann, wie hier in BW, die nachfolgenden Impfgruppen schon "aufmacht", ist das Chaos bei der Terminvergabe noch größer.
Tagelang erscheint am Bildschirm, tagsüber und nachts: "Virtueller Warteraum".
Hoffentlich wählen die verärgerten alten Menschen dann dementsprechend andere Parteien und nicht die, die ihnen dies "eingebrockt" haben. Man kann nämlich auch links der politischen Mitte Alternativen finden.

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