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Avatar #659995
am Sonntag, 11. April 2021 um 23:11

CBM II

Aufgrund der sehr steilen Zunahme des COVID-19-bezogenen Sterberisikos mit jeder Altersdekade kann generell gelten, dass – insbesondere mäßig ausgeprägte Adipositas (BMI 30-35) – dieses Risiko nicht relevant verändert. Adipositas sollte kein eigenständiger Priorisierungsfaktor sein.
Ähnliches gilt für andere Faktoren wie psychiatrische Erkrankungen, Diabetes, Hypertonie und so weiter.
Sobald die Priorisierung nach Altersgruppen nachrangig behandelt wird, kostet dies Menschenleben. Mehr als 90% der COVID-19-bezogenen Todesfälle betreffen Menschen 60+. Sie sollten absoluten Vorrang haben.
Wer zu beschäftigt ist, wer sich nicht mit wissenschaftlichen Publikationen befassen kann, der sollte sich ausruhen und keine Impfempfehlungen schreiben.
Mit CBM lässt sich COVID-19 nicht besiegen. Die 3. Welle mit derzeit 4.500 Intensivpatienten, von denen bis zu 1.500 sterben werden, geht leider zum Teil auch auf die Rechnung der STIKO.
Avatar #659995
am Sonntag, 11. April 2021 um 23:13

Confusion-based medicine (CBM)

Die KV vertritt Niedergelassene. Das sind medizinische Dienstleister und keine medizinischen Wissenschaftler. Sie füllen den Raum aus, den die Leitlinien-Gremien wie die Ständige Impfkommission (STIKO) vorgeben.
Die STIKO macht die Confusion-based medicine (CBM). Die Empfehlungen zum AstraZeneca-Impfstoff waren ein erstes Paradebeispiel, ein weiteres erlaube ich mir kurz vorzustellen.
Die STIKO gibt der Adipositas (BMI>30) ohne jede Einschränkung Impfpriorität 3, gleichauf mit der Altersgruppe 70 – 74 Jahre, vor der Altersgruppe 65 – 69 Jahre (Priorität 4).
Adipositas betrifft 15% der deutschen Bevölkerung, bereits 10% in der Altersgruppe 18 – 40 Jahre. In der Tat ist Adipositas als signifikanter Risikofaktor für letale COVID-19-Verläufe ausgewiesen, z.B. bei Williamson et al. (nature, 20.08.2020). Die Risikoschätzer sind in der britischen Studie 1,05 für BMI 30-35, 1,40 für BMI 35 – 40 und 1,92 für BMI 40+ im Vergleich zu Normalgewicht.
Die Risikoschätzer bezüglich Alter sind im Vergleich 18-39 Jahre (=1) 5 für die Altersgruppe 40-49 Jahre, 17 für die 50-59 Jährigen, 40 für die 60-69 Jährigen, 101 für die 70-79 Jährigen und 343 für die Menschen 80+.
Im Text geben Williamson et al. Beispiel für die kumulative Inzidenz (Häufigkeit) COVID-19-bezogener Todesfälle (0,01% für die 18-39 Jährigen, 0,69% für die Männer 80+ und 0,44% für die Frauen 80+) und verweisen im Übrigen auf Abbildung 2. Der lässt sich entnehmen, dass die Sterberate für 70-79 Jährige zwischen 0,1% und 0,2% liegt, die der 60-69 Jährigen zwischen 0,06% und 0,08%
Selbst bei extremem Übergewicht (BMI 40+) und damit einer Verdoppelung der Inzidenz auf 0,02% haben demnach 18-39 Jährige ein 3- bis 4-Fach geringeres COVID-19-bezogenes Sterberisiko als gesunde 60-69 Jährige.
Avatar #79783
am Sonntag, 11. April 2021 um 23:21

Richtig!

Und zum Schutz der medizinischen Ressourcen möglichst schnell für alle Risikogruppen zumindest die erste Impdosis, die schwere Verläufe bereits drastisch reduziert. Wenn das idiotische Ziel "Überlastung der Intensivstationen" weite beibehalten wird, kommen wir aus dem Dauerlockdown nicht heraus, wenn dann noch Animositäten bezüglich der Impstoffe berückstichtigt werden sollen.
Bei 11 Mio Dosen Astra für über 60-Jährige gab es in GB nur 4 Sinusvenenthrombosen - kein Grund, nicht damit geimpft zu werden. Die Letalität der Krankheit beträgt übrigens in dieser Altersgruppe 4% und mehr!
Avatar #795594
am Montag, 12. April 2021 um 20:06

IntensivbettenAbbau ...

Derzeit wird für meinen Wohnort die zweithöchste Inzidenz im Bundesland angegeben. Trotzdem ist es möglich wegen Leerstand in mindestens einem Krankenhaus
Patienten aus anderen Landkreisen aufzunehmen. Fragt sich niemand wie es möglich ist, daß hunderte Kliniken während der Pandemie geschlossen wurden. Fragt sich niemand, wieso es möglich ist, daß während der Pandemie 30 % bis 40 % der Mitarbeiter entlassen wurden und für die übrigen sechs Monate Kurzarbeit angeordnet wurde. Die Kurzarbeit sollte im Februar 2021 gleich wieder angeordnet werden, was dann aber zunächst zurückgezogen wurde. Ach ja. Und fragt sich niemand, wie es möglich ist, daß in eben diesem Zeitraum auch noch 4000 ! - ja - in Worten VierTausend ! - von insgesamt 22000 Intensivbetten abgebaut werden konnten, wo doch ständig die Auslastung am Limit sei? In einem hiesigen Krankenhaus stand eine gesamte Station über mehrere Monate leer. Es wurden ja viele Millionen € für die Bereitstellung der Betten für eventuelle Coronapatienten kassiert.
Und trotz dieser ständig in den Medien verbreiteten Notsituation und drohenden Triage konnten großzügig Patienten aus den angrenzenden europäischen Nachbarländern aufgenommen werden und offenbar nicht benötigte Beatmungsgeräte in andere Länder verschenkt werden. Und diejenigen, die hier Menschen, die nicht als Versuchskaninchen dienen möchten, diffamieren, sollten besser mal die Fact Sheets von Pfizer lesen. Der Vergleich mit dem Merkblatt vom RKI lohnt sich. Da steht nämlich auf sieben Seiten mehrmals, daß es sich um eine experimentelle Impfung handelt, daß niemand gezwungen werden kann einer Impfung zuzustimmen und daß niemandem, der die Impfung ablehnt, irgend welche Nachteile erwachsen dürfen. In China wird übrigens ein Totimpfstoff verimpft. Warum wird in Deutschland Dr. Stöcker vom PEI angezeigt und verfolgt, weil er einen solchen entwickelt hat, die Wirksamkeit erwiesen ist und er nicht mal Geld damit verdienen will? Man müsste ihm einen Orden verleihe

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