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Avatar #795594
am Montag, 12. April 2021 um 20:06

IntensivbettenAbbau ...

Derzeit wird für meinen Wohnort die zweithöchste Inzidenz im Bundesland angegeben. Trotzdem ist es möglich wegen Leerstand in mindestens einem Krankenhaus
Patienten aus anderen Landkreisen aufzunehmen. Fragt sich niemand wie es möglich ist, daß hunderte Kliniken während der Pandemie geschlossen wurden. Fragt sich niemand, wieso es möglich ist, daß während der Pandemie 30 % bis 40 % der Mitarbeiter entlassen wurden und für die übrigen sechs Monate Kurzarbeit angeordnet wurde. Die Kurzarbeit sollte im Februar 2021 gleich wieder angeordnet werden, was dann aber zunächst zurückgezogen wurde. Ach ja. Und fragt sich niemand, wie es möglich ist, daß in eben diesem Zeitraum auch noch 4000 ! - ja - in Worten VierTausend ! - von insgesamt 22000 Intensivbetten abgebaut werden konnten, wo doch ständig die Auslastung am Limit sei? In einem hiesigen Krankenhaus stand eine gesamte Station über mehrere Monate leer. Es wurden ja viele Millionen € für die Bereitstellung der Betten für eventuelle Coronapatienten kassiert.
Und trotz dieser ständig in den Medien verbreiteten Notsituation und drohenden Triage konnten großzügig Patienten aus den angrenzenden europäischen Nachbarländern aufgenommen werden und offenbar nicht benötigte Beatmungsgeräte in andere Länder verschenkt werden. Und diejenigen, die hier Menschen, die nicht als Versuchskaninchen dienen möchten, diffamieren, sollten besser mal die Fact Sheets von Pfizer lesen. Der Vergleich mit dem Merkblatt vom RKI lohnt sich. Da steht nämlich auf sieben Seiten mehrmals, daß es sich um eine experimentelle Impfung handelt, daß niemand gezwungen werden kann einer Impfung zuzustimmen und daß niemandem, der die Impfung ablehnt, irgend welche Nachteile erwachsen dürfen. In China wird übrigens ein Totimpfstoff verimpft. Warum wird in Deutschland Dr. Stöcker vom PEI angezeigt und verfolgt, weil er einen solchen entwickelt hat, die Wirksamkeit erwiesen ist und er nicht mal Geld damit verdienen will? Man müsste ihm einen Orden verleihe
Avatar #659995
am Montag, 12. April 2021 um 20:46

Leider nicht ganz richtig II

Da Gesunde geimpft werden, ist die COVID-19-bezogene Mortalität relevant. Nach Williamson et al. (nature, 20.08.2020), betrug diese Mortalität in UK in der Altersgruppe 80+ Jahre 0,57%, 70-79 Jahre 0,14%, 60 – 69 Jahre 0,05% und 50 – 59 Jahre 0,02%. In jüngeren Altersgruppen wird die Todesgefahr durch COVID-19 massivst überschätzt und sind bereits wenige letale Impfversager kritisch für die Nutzen-Risiko-Bilanz (zumindest mit Bezug zur Sterblichkeit).
Die Letalität (Case-Fatality-Risk) in UK wurde aktuell von Grint et al. (Eurosurveillance, 18.03.2021) altersbezogen sogar für die britischen SARS-CoV-2-Varianten bestimmt. Sie war etwas höher als für Infektionen mit „Wildtyp“-SARS-CoV-2 und betrug 0,07% für Frauen < 65 Jahre und 0,14% für Männer < 65 Jahre. In der Altersspanne 65 - 75 Jahre stieg sie auf 0,72% bei Frauen und 1,37% bei Männern. Erst in der Altersgruppe 85+ betrug die Letalität 3,75% bei Frauen und 6,87% bei Männern. Bedeutsam war, dass eine oder zwei (Frauen: 0,34%, Männer: 0,64%) Komorbiditäten in der Altersgruppe bis 65 Jahre die Letalität zwar erhöhten, jedoch blieb diese deutlich unter der Letalität der 65 – 75 Jährigen.
Mein Fazit ist klar: Die Nutzen-Risiko-Bilanz der Corona-Impfung scheint bei Personen 60+ positiv und ist bei Personen < 60 Jahre deutlich geringer, auch bei Vorliegen chronischer Erkrankungen, und genauer zu überwachen.
Avatar #659995
am Montag, 12. April 2021 um 20:48

Leider nicht ganz richtig

@Practicus, ich stimme Ihnen zu, dass man bereits mit einer ersten Corona-Impfung einen Schutz gegen schwere COVID-19-Erkrankungen erreichen kann. Offenbar ist er leider nicht vollständig, wie Berichte über Todesfälle bei betagten und vorerkrankten Pflegeheimbewohnern mit vollständigem Impfschutz belegen (Nordkurier, 09.04.2021).
Aber warum halten Sie das Ziel der Senkung der Zahl intensiv- und beatmungspflichtiger COVID-19-Patienten für „idiotisch“? Finden Sie die Zahl von derzeit 4.662 COVID-19-Intensivpatienten, von denen bis zu 1.500 sterben werden, irrelevant? In der 1. und 2. Welle gab es noch keine Corona-Impfstoffe, jetzt ist dies anders, scheinen intensiv- und beatmungspflichtige COVID-19-Erkrankungen durch Impfung teilweise vermeidbar.
Richtig mag auch sein, dass angesichts der millionenfachen AstraZeneca-Impfungen 4 schwere Thrombosen bei über60 Jährigen in UK (woher stammt die Zahl?) vertretbar ist.
Allerdings überschätzen Sie, @Practicus, die Gefährlichkeit von COVID-19 und den potenziellen Nutzen einer Impfung massivst: „Die Letalität der Krankheit beträgt übrigens in dieser Altersgruppe [60+] 4% und mehr!“ Und ich fürchte, damit sind Sie nicht allein. Anja Neutzling vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) rechnete als offenbar schlagendes Element dem Nordkurier vor, dass 7 Todesfälle nur 0,01% aller bislang in MV zweimalig geimpften Personen repräsentieren.
Ich meine, die Relation zu geimpften Personen ist für die Nutzen-Risiko-Abschätzung nicht aussagekräftig, die Letalität, die Sie, @Practicus, überschätzen, auch nicht.

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