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Avatar #831974
am Dienstag, 13. April 2021 um 10:05

@Staphylococcus rex

Was ist für Sie ein "vermeidbarer" Todesfall? Ein Corona-assoziierter, grundsätzlich ein infektionsassoziierter?
Ich empfehle Ihnen einen vergleichenden Blick in die Wochenberichte der AG Influenza und die donnerstägliche Ausgabe des Corona-Situationsberichtes. Dort sieht man, dass sich die sentinelbasierte SARI-Rate der Gruppe 80+ MIT Corona zwar deutlich unter dem Verlauf der 35-59 und 60-79-jährigen bewegt, dass die Gesamtzahl der SARI-Fälle 80+ aber immer noch genauso hoch ist wie die der jüngeren Altersgruppen. Bisher lag die SARI-Rate 59-79 und 80+ immer sehr ähnlich - und auch aktuell ist das offenbar so. Das muss also heißen, die 80+ fallen jetzt nur aus der Coronastatistik raus, liegen aber trotzdem im Nachbarzimmer der jüngeren Patienten mit einem anderen oder vielleicht auch einem nicht identifizierten Erreger. Die bereiten keine Probleme, müssen nicht beatmet werden? Sterben tun sie aber scheinbar auch, gleichwohl die Corona-Sterblichkeit sehr niedrig ist (siehe Destatis). Ist Corona also wirklich die Todesursache, ist der Tod also durch die Impfung vermeidbar? Und das alles, obwohl Kinder und Jugendliche scheinbar bei recht guter Gesundheit sind und sehr viel seltener, bei den unter 4-jährigen im Vergleich zu den Vorjahren praktisch gar nicht, hospitalisiert werden. Hier bedarf es für Kausalitätsanalysen, Risikobewertungen und Modellvorhersagen bezüglich Corona dingender Bearbeitung.
Avatar #40383
am Dienstag, 13. April 2021 um 11:40

Nutzen-Risiko

Mein Vorschlag wäre, Vaxzevria nur noch auf freiwilliger Basis zu verimpfen. In Hessen werden ca. 30% der Termine mit diesem Impfstoff abgesagt. Allerdings sollte die Nutzen-Risiko Bewertung nicht mit alten Zahlen erfolgen. Die weiter unten zitierte Arbeit von Williamson et al. wurde im Mai 2020 eingereicht. Die im Septemper 2020 publizierte Metaanalyse von Meyerowitz-Katz nennt eine deitlich höhere IFR (z.B. 0.4% at age 55, 4.2% at age 75 etc.).
Avatar #659995
am Dienstag, 13. April 2021 um 15:33

„Denkbar ungeeignet”

@Staphylococcus rex, Sie sind ja ein absoluter CBM-Experte, ich bin in dieser Hinsicht eher Laie. „Herdenimmunität“ lasse ich erst einmal beiseite. Aus der Heatmap der COVID-19-Inzidenzen lesen Sie die Altersverteilung der ITS-Belegung ab, super! Ich schaffe das nicht. Können Sie mir bitte die genauen Zahlen < 40 Jahre, 40 – 60 Jahre und > 60 Jahre herauslesen und in einem neuen Kommentar mitteilen? Vielleicht auch den Anteil derer, die verstorben sind. Besten Dank!
Frauen über 60 und Männer über 55 impfen ist absolut okay.
Ach, und für den Nutzen muss man die Zahl aller bisher berichteten Todesfälle in Tabelle 6 auf Seite 13 einfach mit 5 multiplizieren. Selbst mit diesem genialen Nutzen-Trick kommt man trotzdem nur auf magere 1.100 durch Impfung zu verhindernde COVID-19-Todesfälle bei Personen < 40 Jahre.
Übrigens hab ich durch Sie gelernt, dass die Zahlen in Abbildung 5 und der dazugehörigen Excel-Tabelle absolut nicht zu den DIVI-Zahlen passen. Von der DIVI werden an jedem Werktag im Schnitt 116 Todesfälle berichtet. Obwohl das so schrecklich genau klingt - 06.04.2021, 0:00 Uhr (als würden am 05.04.2021 Verstorbene noch mitgezählt) -, habe ich wohl bisher die RKI-Lageberichte und insbesondere die Tabelle 6 mit den vermeintlich aktuellen Todesfällen überbewertet. Wer weiß schon genau, wann die Zugänge in der Tabelle tatsächlich gestorben sind! Vielleicht Sie?
Und wegen der „denkbar ungeeigneten“ Daten von Williamson et al. vom 20.08.2020, schreiben Sie doch einfach mal an nature.
Avatar #659995
am Dienstag, 13. April 2021 um 16:28

Frühjahr, Herbst und SARI-Sentinel

@Baehre, Sie meinen, Williamson et al. haben olle Daten aus dem Frühjahr 2020 genommen, im Herbst 2020 ging dann erst die Post richtig ab. Das müssen Sie unbedingt auch an nature schreiben, die brauchen Aufklärung. Bitte vorher erst googeln, ob es Unterschiede zwischen Mortalität und Letalität (Infection-Fatality-Rate - IFR) gibt!

@BB-DD
Obwohl nicht angesprochen, danke ich Ihnen schon mal für den Hinweis auf Abbildung 7 zu hospitalisierten SARI im RKI-Lagebericht vom 08.04.2021, die ich übersehen hatte. Bei den Kranken­haus­auf­enthalten zieht die Altersgruppe 35 – 59 (wohl eher 50+) fast auf das Niveau der 60 – 79 Jährigen, während die früher führende Gruppe 80+ deutlich darunter liegt. Jetzt verstehe ich die Statements der Professoren Weber-Carstens und Wieler vom 09.04.2021 besser, wenngleich es sich nicht um Intensiv- oder Beatmungspatienten handelt. Aber warum gibt es auch keine genaueren Statements für Ärzte!
Ich hatte mir die Mühe gemacht, die Differenzen der mitgeteilten COVID-19-Todesfälle in den Altersgruppen im RKI-Lagebericht (Tabelle 6) vom 06.04.2021 zum 23.03.2021 zusammenzurechnen: 58% der 2.138 neu hinzugerechneten Todesfälle an und mit COVID-19 der letzten beiden Wochen betrafen Patienten 80+ (n = 1245), 80% Patienten 70+ (n = 1730) und 93% Patienten 60+ (n = 1980). Da kann man nicht davon sprechen, dass Patienten 80+ aus der Corona-Statistik fallen.
Avatar #831974
am Dienstag, 13. April 2021 um 20:29

@Claus Günther

Ich bezog mich nur auf die hospitalisierten SARI-Zahlen bis KW12 bei 80+, nicht auf Sterbefälle. Aber trotzdem danke für Ihre Mühe.

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