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am Donnerstag, 15. April 2021 um 15:49

Selbstbestimmung ohne Beteiligung von ÄrztInnen

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Ärztekammer Hamburg positioniert sich zur Sterbehilfe
vom Mittwoch, 14. April 2021
Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb "Ärzte an Entscheidungen über die Gewährung einer Suizid­assistenz beteiligt" sein sollten. Der BGH hat klar und deutlich festgestellt, dass der Suizidwille einer Person keiner Begründung und keiner Gewährung bedarf. Das Recht die Selbsttötung mit Na-pentobarbital in ausreichender Dosierung durchzuführen, bedarf keinerlei ärztlichen Zutuns. Den rechtlichen Rahmen für Verwahrung, Distribution und Abgabe der todbringenden Substanz zu schaffen, obliegt dem Gesetzgeber, der darüberhinaus auch den Auftrag hat, Missbrauch so gut wie möglich zu verhindern. Der Gesetzgeber ist aufgerufen ähnliche Rahmenbedingungen wie mit dem Patientenverfügungsgesetz zu schaffen, sodass die Ausübung des Selbstbestimmungsrechts des Einzelnen eindeutig nachvollziehbar ist.

Weshalb also drängen sich Ärzte in eine Position, die ihnen lt. Berufsordnung zu Recht untersagt ist? Wollen sich Ärzte hier neue Privilegien, welcher Art auch immer, schaffen?
Für weitere Details zu diesem Standpunkt verweise ich auf den in der österreichischen Richterzeitung erschienenen Beitrag "Selbstbestimmung am Lebensende", der als PDF von hier https://dasalter.com/vfgh-kippt-%c2%a7-78-stgb/ downloadbar ist.

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