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Avatar #713112
am Freitag, 16. April 2021 um 21:30

Erschreckend

Kommentar zur Nachricht
Forscher erzeugen frühe Affenembryonen mit menschlichen Anteilen
vom Freitag, 16. April 2021
Die Arglosigkeit, mit der hier die Arbeit der angeblich wohlmeinenden Forscher beschrieben wird, ist wirklich bedrückend. Psychopathen können auch das Quälen eines Menschen mechanistisch so feingliedrig beschreiben, dass es wie eine Kunst klingt, das macht aber das Verbrechen nicht weniger ekelhaft. Jemand mit einem Rest menschlicher Regungen wird spüren, dass die Aussagen der Forscher fehlgeleitete Emotionen und trügerische Argumente sind. So wie vor 30 Jahren anlässlich der Diskussion über das Embryonenschutzgesetz die heilbringende Botschaft von der schönen neuen Welt der Stammzellen bei der Heilung unbehandelbarer Erkrankungen ausgesandt wurde, so sind es jetzt die Chimären, die das richten sollen, was die Stammzellen nicht geschafft haben. Schöne neue Welt der Perversionen ungezügelten Forscherdranges!
Als Ärztinnen und Ärzte mit einem Rest hippokratischen Bewusstseins sollten sich jeglichen Bestrebungen, die Manipulation des menschlichen Genoms weiter auszudehnen, energisch widersetzen. Der vorgeschobene Zweck heiligt nicht alle Mittel. Auch eine Atombombe wäre besser nicht erfunden worden, aber die Erfahrung lehrt, dass gemacht wird, was gemacht werden kann, wenn nur Ideologien ausreichend druckvoll oder der wirtschaftliche Profit ausreichend hoch sind; nicht von ungefähr kommen die "Fortschritte" in der Verfügbarmachung menschlichen Lebens aus China und den USA. Bleibt nur zu hoffen, dass die Horden zukünftiger chimärer Humanoiden den Dank für ihre Existenz noch den skrupellosen Schöpfern und arglosen Befürwortern übermitteln können. Wehret den Anfängen!
Avatar #648349
am Samstag, 17. April 2021 um 18:26

Die Verantwortung der Forschenden - sie wissen nicht , was sie tun

Die Wissenschaft hat der Menschheit schon viel Segen gebracht, aber auch großes Unheil. Experimente mit Lebewesen werden aus Tierschutzgründen seit Jahrzehnten kritisch gesehen und müssen in unserem Land aus gutem Grund genehmigt sein.
Genetische Forschung mit der Manipulation am Genom braucht zum Schutz aller Lebewesen eine gründliche Schaden/Nutzen -Untersuchung. Darüber kann nur die Gesellschaft in einer breiten Abwägung ethischer, wissenschaftlicher und philosophischer Gesichtspunkte entscheiden.
Das muss vor Beginn der Forschung geschehen. Die amerikanischen Forschenden haben mit angeblich guten Intentionen für die Schaffung biologischer Organe zur Transplantation bei Primaten geforscht. (https://www.cell.com/action/showPdf?pii=S0092-8674%2821%2900305-6) Wahrscheinlich haben sie sich in den USA nicht einmal strafbar gemacht. Dennoch fehlt ihnen die Legitimation. Das muss ein Tabu bleiben.
Natürlich gibt es gute Argumente für das Projekt. Und es gibt auch eine Verantwortung, wenn man etwas unterlässt, denn möglicherweise bringt so ein Projekt einen großen Fortschritt in der Medizin.
Die Kybernetiker haben uns gelehrt, dass ein Eingriff in ein System immer Folgen hat. Deshalb dürfen wir in die Natur nur eingreifen, wenn wir wissen, was wir tun.
Allerdings muss man auch sagen, dass es nicht nur Forschung zum allgemeinen Wohl gibt, sondern auch gegen die Menschen gerichtete Forschung für individuellen Profit. Deshalb ist auch diese amerikanische Geschichte ein erneuter Anlass zur Entwicklung weltweiter Einigung über die Ethik der Forschung.
Da könnte im Zeichen der Pandemie gleich der Auftrag einbezogen werden, Präventionen gegen Pandemien, globale Cyberattacken und Klimakatastrophen zu entwickeln.
Avatar #760232
am Sonntag, 18. April 2021 um 11:29

.. aber WIR sollten wissen, was wir wollen

Die Pandemie lehrt uns : es gibt keine absoluten Wahrheiten. Es kommt immer auf die Perspektive an. Aus der Sicht unserer HEUTIGEN irdischen Gegenwart sind diese Stammzellen-Experimente ein abstoßender Kulturschock. Man kann noch weiter gehen : Der durchschnittliche Erdenbewohner erreicht sein statistisches Lebensalter z.B. ohne eine notwendige Organtransplantation. Der mit diesen sehr aufwendigen medizinischen Eingriffen verbundene Nutzen betrifft also nur eine sehr kleine Zahl von Menschen. Es entspricht aber unserem vollständig am Individuum ausgerichteten Sozialethos, dennoch genau so zu handeln. Es gibt aber durchaus auch eine andere Perspektive. Sie orientiert sich am Nutzen für die Gesamtgesellschaft (wobei "Nutzen" nicht nur rein materiell verstanden werden sollte). Rückt man DIESE Perspektive in den Vordergrund UND erweitert man die Perspektive in eine zugegeben ferne Zukunft, dann ergeben sich wahrscheinlich Notwendigkeiten zu eben DIESEM Perspektivwechsel. Noch betreiben wir z.B. Raumfahrt um der Erkenntnis willen - wobei ja durchaus die Frage im Raum steht, ob die gewaltigen Kosten dafür gerechtfertigt sind. ABER es ist nicht auszuschließen, daß die Menschheitsgesellschaft gezwungen sein könnte, um ihrer schieren Existenz willen solche Projekte zu betreiben. Und vor einem solchen Hintergrund könnten eben auch die Stammzellenexperimente und überhaupt die Experimente mit dem Genom gerechtfertigt sein. Es ist ganz sicher Aufgabe UNSERER Gesellschaft, hier eine Entscheidung zu treffen - allerdings eine, die dann auch Aussicht auf Realisierung hat.

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