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am Samstag, 17. April 2021 um 11:36

Unklare Studienlage bezüglich asymptomatischer Ansteckung

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COVID-19: Junge Menschen anfällig für asymptomatische Reinfektionen
vom Freitag, 16. April 2021
Da soll noch einer durchblicken. Wie passt das damit zusammen??? Hat jemand eine Zusammenschau der Studienlage:

Alle Stadtbewohner im Alter von sechs Jahren oder älter waren zur Teilnahme eingeladen und 9.899.828 (92,9%) nahmen daran teil. Das Ergebnis: Es wurden keine neuen symptomatischen Fälle und lediglich 300 asymptomatische Fälle identifiziert. Die 1.174 engen Kontakte der asymptomatischen Fällen wurden alle negativ getestet.

Zusammenfassend kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Entdeckungsrate asymptomatischer positiver Fälle im Wuhan nach der Abriegelung sehr niedrig war (0,303/10.000), und es keine Hinweise darauf gibt, dass die identifizierten asymptomatischen positiven Fälle überhaupt infektiös waren. Die Studie umfasste übrigens 10 Millionen Personen (!).

https://www.nature.com/articles/s41467-020-19802-w
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am Samstag, 17. April 2021 um 13:40

Mal wieder falsche Verlinkung im Deutschen Ärzteblatt (DÄ)

Die im DÄ besprochene Publikation vom 15.04.2021 (in anderer Form wurde sie bereits im Nov 2020 veröffentlicht):
"SARS-CoV-2 seropositivity and subsequent infection risk in healthy young adults: a prospective cohort study" von Andrew G Letizia et al. Published: April 15, 2021
DOI:https://doi.org/10.1016/S2213-2600(21)00158-2
ist hier im Deutschen Ärzteblatt 2 X falsch verlinkt. Sie wurde mit der dänischen Populations-basierten Beobachtungsstudie "Assessment of protection against reinfection with SARS-CoV-2 among 4 million PCR-tested individuals in Denmark in 2020: a population-level observational study" von Christian Holm Hansen et al., Published: March 17, 2021DOI:https://doi.org/10.1016/S0140-6736(21)00575-4 verwechselt.

Inhaltlich ist die Studie dürftig. Seit Beginn der SARS-CoV-2-/COVID-19-Pandemie ist infektiologisch geläufig, dass man ungeimpfte, junge Männer nicht über Wochen auf engem Raum zusammen leben, die Nächte in gemein­samen Schlafsälen verbringen und tagsüber häufig im engen körperlichen Kontakt lassen kann, ohne grob fahrlässig SARS-CoV-2-Infektionen zu provozieren. Die Leiter des „United States Marine Corps Recruit Depot Parris Island“, wo alle männlichen Rekruten aus den Regionen östlich des Mississippi ihre Grundausbildung absolvieren, haben in bester Donald Trump Manier eben nicht Alles versucht, um das COVID-19-Erkrankungen aus den Kasernen fernzuhalten.

Jeder 2. angehende US-Soldat wurde bei PCR-Kontrollen positiv getestet. Nicht nur 1.079 der 2.247 Rekruten (48 %), zu Beginn der Ausbildung ohne Antikörper, sondern auch 19 von 189 Rekruten (10 %), mit positivem Antikörpertest und früher mit negativem PRC-Tests nach überstandener Infektion (zukünftig Impfung?) infizierten sich erneut. Die relative Inzidenzrate (IRR) von 0,18 (95-%-Konfidenzintervall 0,11 bis 20,8) bedeutet, dass eine frühere Infektion immerhin den 82-%igen Schutz in Übereinstimmung mit 89% in GB oder 81,5% in DK erbrachte.

MfG, Ihr Dr. med. Th. G. Schätzler

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