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Avatar #831974
am Montag, 26. April 2021 um 09:47

Richtig falsche Zahlen

Werter Practicus,
im Jahr 2018 sind in ganz Deutschland 53'546 Menschen (weiblich und männlich) bis zum 55. Lebensjahr gestorben (Statista), davon sicher weniger als die Hälfte Frauen, also Größenordnung 25'000. Wenn NRW einen Bevölkerungsanteil an der deutschen Gesamtbevölkerung von etwa 20% hat, dann sollten wir bei etwa 5'000 rauskommen. Sie liegen also etwa um den Faktor 10 daneben! Bitte prüfen Sie Ihre Daten und Ihre Rechnung und präsentieren Sie die korrigierten Erkenntnisse. Mal sehen, was dann rauskommt. Vielen Dank.
Avatar #881600
am Montag, 26. April 2021 um 11:33

Sie Vergleichen Äpfel mit Birnen

Werter BB-DD.
natürlich sterben im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung auch junge Frauen rein statistisch. Ziel ist es bei den Nebenwirkungen genau diesen Effekt rauszurechnen und zu schauen, was tatsächlich auf die Impfung zurückzuführen ist.
Hier geht es aber nicht um Todesfälle nach der Impfung im allgemeinen, sondern um ein spezielles Erkrankungsbild, das sehr sehr selten vorkommt in Deutschland. Dieses tritt unverhältnis mäßig oft nach einer Impfung vor allem bei jungen Frauen auf. Die Uni Greifswald hat auch die Zusammenhänge ganz gut erklären können. Über den Punkt, dass die Nebenwirkungen kein Zufallsfund sind, sondern im Zusammenhang mit der Impfung stehen sind wir schon lange drüber. Warum immer wieder Leute mit dieser Argumentation versuchen die Nebenwirkung klein zu reden ist mir ein Rätsel. Es ist einfach Unsinn junge Frauen mit AZ zu impfen, wenn diese ein höheres Risiko tragen. Hier jetzt allgemeine Todesstatistiken raus zu holen hat überhaupt nichts damit zu tun. Hier geht es nicht um zufällige Todesfälle, sondern um sehr seltene Erkrankungen nach der Impfung, die klar in einem Zusammenhang stehen.

https://www1.wdr.de/nachrichten/hirnvenenthrombose-nach-impfung-100.html
Hier hat ein Arzt der die Patienten behandelt eine ähnlich Meinung. AZ nur an ältere ist der richtige Weg!
Wenn junge Menschen aufgeklärt werden und sich trotzdem impfen lassen und einen Schaden davon tragen, bekommen Sie vermutlich nicht mal einen Schadensersatz. Zumindest sollte man das Risiko für die einzelnen Altergruppen separat ausweisen, mehr will ich ja gar nicht. Aber anscheinend will diese Transparenz keiner. Hauptsache schnell alles verimpfen und Kollateralschäden in Kauf nehmen.
Avatar #881600
am Montag, 26. April 2021 um 11:37

Zusatz

Und was Sie auch wieder gemacht haben, was ja mein Hauptkritikpunkt ist, dass alle das Risiko einer 20 jährigen mit einer 55 jährigen gleich setzen. eine 55 jährige stirbt auch zufällig mit einer höhren Wahrscheinlichkeit aus irgendeinem Grund in zeitlicher Nähe zu einer Impfung, als eine junge Frau.
Abgesehen davon, dass ich Ihnen wohl nicht mehr beweisen muss, dass diese Sinusvenenthrombose nur zufällig gehäuft nach einer Impfung auftritt. Bei 50-150 Fällen jährlich bei 83 Mio Menschen in einem Jahr( 52 Wochen), dürfte es bei 2,7 Mio Impfungen innerhalb von 3 Wochen nach einer Impfung eben keine 59 Fälle geben. Da reicht ein einfacher Dreisatz.
Avatar #831974
am Montag, 26. April 2021 um 12:54

@Paul2008

Ich unterstütze doch Ihre Sichtweise und habe mich auch schon oft genug hier im Forum dazu geäußert. Sie haben doch recht... Es wird überall immer so gedreht, dass die Zahlen am besten passen. Bei den Impfungen werden die Nebenwirkungsfälle am besten auf die ganze Bevölkerung normiert und mit Jahreszeiträumen verglichen, obwohl viel kürzere Zeiträume nach Impfungen gegeben sind, zudem nur bestimmte Gruppen besonders häufig betroffen sind, für die die Risikoanalyse eben spezifisch durchgeführt werden müssen (inkl. der mit dem Alter steigenden Sterblichkeit innerhalb einer Gruppe). Bei den Corona-Toten wird meist mit absoluten Sterbefallzahlen Panik gemacht, ohne auf die notwendige altersgruppenspezifische Normierung und die Einordnung in Bezug auf nicht vorhandene Übersterblichkeit und allgemeines Sterberisiko, am besten auch unter Berücksichtigung spezifischer Todesursachen überhaupt einzugehen. Gleiches gilt für die Diskussionen von "Übersterblichkeit", wo rohe Gesamtzahlen verschiedener Jahre verglichen werden, ohne Berücksichtigung der Altersentwicklung der Bevölkerung mit entsprechend großem Einfluss auf den Erwartungswert. Man kann das mit Hospitalisierungsraten, Fallzahlen von Lungenentzündungen, Belegungszahlen von Intensivstationen und Beatmungsfällen beliebig fortsetzen.
Haben Sie denn meinem vorhergehenden Beitrag nicht entnommen, Paul2008, dass Practicus die vernichtende Kritik bekommt, weil er Ihnen falsche Zahlen vorwirft und dabei selbst absurde Zahlen bemüht, die er vorher hätte auf Plausibilität prüfen sollen? Deshalb auch der Titel des Beitrags... Da vergleiche ich noch gar nichts, mir geht es schlichtweg darum, dass er schon die allgemeine Sterbestatistik falsch auswertet und von der 10-fachen Todesrate bei unter 55-jährigen ausgeht - um zum Schluss weiter undifferenziert von einem extrem geringen Risiko zu sprechen. Die Analyse des Practicus stimmt somit schon im Ansatz nicht, da muss ich noch nicht mal die Details diskutieren.
Avatar #881600
am Montag, 26. April 2021 um 14:22

@BB-DD

da hatte ich Sie wirklich falsch verstanden und nicht im Blick gehabt, das der Verfasser vom Kommentar davor von einem Practicus verfasst wurde.
Ich nehme meine Kritik diesbezüglich natürlich zurück. Sorry.

Was Sie geschrieben haben stört mich auch sehr, dass man beim Risiko der Nebenwirkung wenige Wochen nach der Impfung mit dem Auftreten eines ganzen Jahres vergleicht um heraus zu finden, ob es eine statistische Häufung gibt. Da ein Zusammenhang mit der Impfung normalerweise nur wenige Wochen danach hergestellt werden kann und der Vergleich sich auf 52 Wochen bezieht, ist hier schon ein relevanter Faktor enthalten der die Aussage verzerren kann.
Ebenso ist es falsch das Risiko mit allen bisher durchgeführten Impfungen zu berechnen, wenn man weiß, dass man für die Impfungen der letzten 2 Wochen noch keine Nebenwirkungen haben kann.

Alles was ich möchte ist, dass wir das spezifisch Risiko für die jeweilige Altersklasse (ggf. nach Geschlecht) angeben um wirklich jeden ideal beraten zu können.
In UK kamen Sie ja sogar zum Schluss, dass das Risiko für eine schwere COVID-Erkrankung nur doppelt so hoch ist für 20-30 jährige wie eine Sinusvenenthrombose nach Impfung zu bekommen. Und unsere Zahlen weisen auf ein deutlich höheres Risiko hin, als die Zahlen in UK. Natürlich gibt es viele Möglichkeiten das COVID-Risiko zu schätzen und dies hängt von vielen Parametern ab (Wartezeit auf MRNA-Impfstoff, Indzidenz Vor-Ort usw). Aber allein, dass die Risikobewertung hier so knapp ist, (während bei ü60 dieser Faktor über 600 ist) zeigt doch, dass dies eine gewisse Relevanz hat. Derzeit massenhaft Frauen zwischen 20 und 30 mit AZ zu impfen ist aus meiner Sicht einfach nicht sinnvoll, wenn noch genug ältere Menschen kein Impfangebot bekommen haben und wir andere Impstoffe für junge Menschen haben.

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