DÄ plusForenKommentare NewsWomit werden Menschen, die bereits Hirnvenen- und andere Thrombosen hatten, denn SICHER geimpft?

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am Samstag, 1. Mai 2021 um 14:07

So geht das nicht weiter, DÄ-Redaktion!

Erneut wird mit "US-Kardiologen: Thromboserisiko durch COVID-19 deutlich höher als durch Impfung" zu einem Artikel von "©rme/aerzteblatt.de" eine sinnenstellende Überschrift formuliert.

Aus der englischen Überschrift "Diagnosis and Management of Cerebral Venous Sinus Thrombosis with Vaccine-Induced Thrombotic Thrombocytopenia"
on Behalf of the American Heart Association/American Stroke Association/Stroke Council Leadership vom 29.04.2021 https://doi.org/10.1161/STROKEAHA.121.035564
ist sofort erkennbar, dass es sich mitnichten um ein allgemeines Thromboserisiko, sondern um z.T. lebensbedrohliche cerebrale Sinusvenenthrombosen (cSVT) bzw. andere intrazerebrale Thrombosen handelt. In den USA im Anschluss an Impfungen mit Johnson & Johnson-Vakzine beschriebene zerebrale Venen- und Sinusthrombosen (CVST) stehen mit impf­stoffi­nduzierten immunen thrombotischen Thrombozytopenien (VITT) in Verbindung. Studien der Universität Greifswald detektierten dies.

Wenn CVSTen genderspezifisch bei jungen Frauen (Durchschnittsalter 35 bis 40 Jahre) auftreten bzw. Risikofaktoren für CVST in diese Altersgruppe denen für venöse Throm­bo­embolien im Allgemeinen ähneln, müssen auch US-amerikanische Kardiologen nur für diese Altersgruppe impfbezogene und spontane Risiken vergleichend herausrechnen. Das gilt im Übrigen auch für die frauenspezifischen cSVT-Risiken bei AstraZeneca-Vakzine. Über 80 % der Patientinnen mit CVST haben mindestens 1 identifizierbaren Risikofaktor für Thrombosen, und 50% habe gleich mehrere prädisponierende Faktoren wie Schwanger­schaft/Wochenbett/bestimmte Arzneimittel (orale Kontrazeptiva, Chemotherapie) und selten auch Infektionen des Zentralnervensystems bzw. im „parameningealen“ Bereich (Mittelohr/Nebenhöhlen/Mund/Gesicht/Hals);
erbliche/erworbene Thrombophilien/Autoimmunerkrankungen/Krebs können prädisponieren.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #854357
am Samstag, 1. Mai 2021 um 16:28

Impf-Priorisierung

wenn ich diesen Artikel richtig verstehe, sollte dann umgekehrt eine Faktor V Leiden-Mutation oder auch eine Parodontitis dazu führen, Patientinnen, die noch nicht in der Menopause sind, zur Priorisierungsgruppe III für eine COVID-Impfung zu rechnen.
Mf u. kG Dr. Asta Klarner, ÄfA, Calden
Avatar #830245
am Sonntag, 2. Mai 2021 um 13:22

Womit werden Menschen, die bereits Hirnvenen- und andere Thrombosen hatten, denn SICHER geimpft?

Es wird in vielen Berichten immer nur vom Risiko auf Gerinnungsstörungen berichtet, dass die Impfstoffe bei bisher noch nicht davon Betroffenen machen könnten.
Menschen, die aber durch verschiedene Risikofaktoren ein erhöhtes Thromboserisiko haben, haben oftmals schon Thrombosen oder Embolien gehabt. Etliche dieser Menschen haben diese sogar überlebt und wollen aber nicht durch eine Impfung nochmals derartiges erleiden.
Welcher Impfstoff ist für diese Menschen dann sicher?
Denn das Risiko dieser Menschen ist gegenüber dem Risiko der Normalbevölkerung nicht 0,0000x Prozent, sondern vielleicht 50 oder 70 %.
Es gibt sicher viele Menschen, die bereits Thrombosen oder Embolien hatten. Sollen die alle ungeimpft bleiben?

Wie wäre es, wenn man andere Impfstoffarten wie Totimpfstoffe mit inaktivierten Viren, wie Peptidimpfstoffe etc. auch in Deutschland anbietet?
Der chinesische Impfstoff Vero ist ein Totimpfstoff mit inaktivierten Viren. Er wird in Ungarn, Serbien und der Türkei eingesetzt.
Könnte dieser nicht das Problem lösen?

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