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am Mittwoch, 5. Mai 2021 um 16:23

GKV: SEIT ÜBER 100 JAHREN BÜRGERVERSICHERUNG

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Ärzteschaft lehnt Konzept der Bürgerversicherung ab
vom Dienstag, 4. Mai 2021
Eine lupenreine „Bürgerversicherung“ existiert über 100 Jahre für gut 90% der Menschen in Deutschland: Die Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV). Knapp 10% Vollversicherte in der PKV können dabei ohne Dramatisierungen weiterlaufen.

Der Streit um eine totale Bürgerversicherung ist müßig:
1. Private Kran­ken­ver­siche­rungen und Altersrückstellungen der Mitglieder kann man nicht entschädigungslos enteignen.
2. Eine Zwei-Klassen-Medizin besteht nach § 12 SGB V: „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“ ("WANZ"-Kriterien).
3. Steigende Rezeptgebühren, stationäre oder ambulante Zuzahlungen, grüne Rezepte für nicht verschreibungspflichtige OTC-Medikamente, Osteopathie usw. machen ambulante/stationäre Sondertherapien unerreichbare Selbstzahlerleistungen für einkommensschwache Patienten.
4. Chancengleichheit/Teilhabe im Gesundheitswesen werden durch krankheits-spezifische Alters-, Geschlechts-, Schichtzugehörigkeiten, Herkunft und Migrationshintergrund diktiert. Niedriglohn, geringfügige Beschäftigungen, Leih-, Schicht-, Wanderarbeit und Arbeitnehmer-Überlassungen tun ihr Übriges.

Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf. Meine KollegInnen und ich arbeiten mit Fingerspitzengefühl, emotionaler, sozialmedizinischer, psychologischer und praktischer Intelligenz in der hausärztlich-familienmedizinischen Praxis. Täglich müssen wir eine Balance von Solidarität, Selbstverantwortung und Subsidiarität herstellen - ohne dass sozial Schwache, Kranke, Alte, Junge, Kinder, Erwachsene, Reiche, Arme, Kluge und weniger Kluge ausgegrenzt, diskriminiert oder gar in Existenzangst oder würdeloses Sterben getrieben werden.

Umfassende Krankheits-, Daseins- und Risikovorsorge muss der Staat endlich mit einem angemessenen GKV-Bundeszuschuss für alle nicht direkt versicherten Leistungen garantieren. Darum sollten sich DIE GRÜNEN eher kümmern!

Mf+kG, Dr. med. T. G. Schätzler,Dortmund
Avatar #830245
am Mittwoch, 5. Mai 2021 um 17:47

Eine Kran­ken­ver­siche­rung für ALLE fände ich richtig und gut

Ich bin privat versichert (unfreiwllig als ehemaige Beamtin). Ich bin sehr unzufrieden mit der privaten Kranken-/Pflegeversicherung, weil diese die Versicherten, die infolge von chronischen Krankheiten hohe Krankheitskosten haben, nicht korrekt behandelt (ich drücke es vorsichtig und untertrieben aus). Werden die Versicherten dann noch pflegebedürftig, wird dies nicht besser.
Es gibt etliche Versicherte, die sich wünschen, dass sie sich nie hätten privat versichern müssen. Denn man hätte sich dann viel Ärger und Stress erspart. Stress ist nämlich ein Katalysator für viele Krankheiten.
Ich wäre daher sehr dafür, dass die privaten Versicherungen im Krankheitswesen und im Pflegebereich abgeschafft werden und dass alle Bürger in einer Versicherung versichert wären.

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