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am Freitag, 14. Mai 2021 um 12:43

HAXE DES BÖSEN ODER HAXE DES BLÖDEN?

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Ernährung: Studie untersucht Erkrankungsrisiken von Fleischessern
vom Mittwoch, 12. Mai 2021
2015 schrieb ich über "Die Haxe des Bösen":
Carcinogenicity of consumption of red and processed meat war der plakative Titel einer vorläufigen Publikation, die 22 internationale Experten aus 10 Ländern gemeinsam mit der International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon/F im Lancet veröffentlichten. Verarbeitetes/gepökeltes/geräuchertes Fleisch (‚processed meat‘), insbesondere gebraten/gegrillt/nitrosamin-/acrylamid-haltig wurde mit unbehandeltem Schlachtfleisch (rotem Fleisch) in einen Topf geworfen.
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/12338-haxe-des-boesen-3-0

Wie das die im DÄ aktuell beschriebenen Krankheitsrisiken von hohem Fleisch- und Wurstkonsum angeht? Einmalig retrospektiv befragte Konsumenten, die nur beschreiben, was sie gegessen h a b e n, nicht was sie essen w e r d e n, weisen bei exzessivem, undifferenzierten Fleischkomsum besondere Charakteristika auf: Signifikant niedrigeren sozioökonomischen Status/Bildungsgrad/geringeres Krankheits-/Präventions-Bewusstsein/mangelhaft ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein/wesentlich höheres sonstiges Risikoverhalten durch Rauchen/Alkohol/Fehl-, Überernährung/Bewegungsmangel. Fettleber/metabolisches Syndrom/Typ-2-Diabetes/Adipositas/Hypertonie/hypertensive Herzkrankheit/Dyslipidämie/KHK/Herzinsuffizienz/Konsum weiterer Drogen/Inkaufnahme von Umweltbelastungen (Wasser, Erde, Luft)/ungünstigere Lebens-/Wohn-/Arbeitsverhältnisse/Arbeitslosigkeit/ psychische Belastungen/fehlende kulturelle Reflexion treten hinzu.

Kausalität versus bloße Korrelation lässt sich nur mit gut geplanten prospektiven Studien lösen. Das gilt auch und besonders für Ernährungstudien bzw. damit verbundene, möglicherweise nachweisbare Fleischkonsum-Risiken.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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