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Avatar #830245
am Donnerstag, 20. Mai 2021 um 13:55

Menschen auf Listen bei verschiedenen Hausärzten? Nein, geht doch nicht, da ...

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Müller: Aufhebung der Impfpriorisierung „folgerichtig“
vom Donnerstag, 20. Mai 2021
die Hausärzte impfern doch nur die eigenen Patienten!
Das hat auf dem Land zur Folge, dass viele Menschen sich nicht beim Hausarzt impfen lassen können.
Denn auf dem Land gibt es immer mehr Menschen ohne Hausarzt, weil fortlaufend Hausarztpraxen altersbedingt ohne Nachfolger schließen! ... darum könnten sich auch die Verantwortlichen mal kümmern. Denn es kostet viel Geld, wenn man wegen der Hausarztversorgung in eine größere Stadt umziehen soll.
Avatar #659853
am Donnerstag, 20. Mai 2021 um 19:00

Die Aufhebung der Priorisierung ist nicht folgerichtig, sondern tödlich, Herr Müller!

Stand 18.5.2021 waren von den insgesamt 86157 beim RKI gemeldeten Corona-Toten 85251 (96,7%) 60 Jahre und älter. Von den jüngeren Coronatoten sind die meisten eindeutig den inzwischen gut bekannten chronischen Vorerkrankungen zuzuordnen, die das indiviuelle Letalitätsrisiko im Falle einer Infektion dramatisch nach oben steigen lassen. Die bevorzugte Impfung älterer bzw. besonders gefährdeter Menschen zeigt erfreulicherweise Wirkung. So hat sich der Anteil der über 80jährigen an der Gesamtzahl der Coronatoten in den letzten vier Wochen von vormals 45,2% auf 35,1% verringert. Allerdings war das Risiko eines über 70jährigen, an einer Corona-Infektion zu versterben, im letzten Monat immer noch fast 90mal so hoch wie das Risiko, im gleichen Zeitraum einen tödlichen Unfall im Straßenverkehr zu erleiden. Das Corona-assoziierte Mortalitätsrisiko Jugendlicher war im gleichen Zeitraum nur 1/4 so hoch wie ihr Mortalitätsrisiko im Straßenverkehr, bei jungen Erwachsenen unter 30 Jahren weniger als 1/2 so hoch.

Angesichts der Tatsache, dass in weiten Teilen des Landes gerade einmal begonnen wird, Personen der Prioritätsgruppe 3 ein Angebot zu machen und noch für Wochen weit weniger Impfstoff zur Verfügung steht als nachgefragt wird, ist die Aufhebung der Priorisierung nicht folgerichtig, sondern fatal. Sie wird vielen Menschen aus den vulnerablen Gruppen das Leben kosten. Sie ist ein durch nichts zu rechtfertigender ethisch-moralischer Skandal und menschenverachtend. Sie tastet die Würde der besonders Gefährdeten grundgesetzwidrig an. Und sie tritt die vitalen Interessen all derer mit Füßen, die seit Monaten nicht ihrer Arbeit nachgehen dürfen. Erst wenn die besonders Gefährdeten durch eine Impfung geschützt sind, wird die Zahl schwerer, intensivpflichtiger Erkrankungen marginal werden und die Inzidenzzahlen belanglos, weil dann und erst dann die Letalität auf ein Niveau sinken kann, das sich in der Dimension allgemeiner Lebensrisiken bewegt
Avatar #109757
am Freitag, 21. Mai 2021 um 10:08

es treibt einfach Stilblüten

Einerseits die Hausärzte, die rückmelden, dass das drumrum zu viel Stress auf die Strukturen gibt und sie kaum hinterherkommen. Andererseits der Wunsch nach mehr Impfstoff. Manche Hausärzte, die jetzt in die Domäne der Betriebsmedizin vordringen und auf Unternehmen für Impfungen im Betrieb zugehen, und andererseits fordern "die Hausärzte brauchen mehr Impfstoff".
In der Pandemiebekämpfung wird aktuell viel falsch gemacht, und das hässliche, geldgierige Gesicht mancher Kollegen kommt halt auch zum Vorschein. Es ist zuletzt etwas ernüchternd.
Die letzten politischen Entscheidungen wirken auch mehr nach Wahlkampfwerbung als inhaltlich gut überlegt.

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