DÄ plusForenKommentare NewsDas Problem des geraden Weges in der Politik

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Avatar #106067
am Donnerstag, 24. Juni 2021 um 18:50

Darauf hätte die SPD-Bundestagsfraktion...

sich mal besinnen sollen, bevor sie genau diese unwürdigen rechtlichen Rahmenbedingungen mit ihrem Beschlus zum derzeit gültigen Paragraphen 219a selbst geschaffen hatte.

Wie vielen Ärztinnen und Ärzten wird derzeit der Prozess gemacht, obwohl sie keinerlei Werbung betreiben, sondern nur Informationen über legale Schwangerschaftsabbrüche nach Paragraph 218 unterbreiten, um dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung für Schwangere in Notlagen nachzukommen?

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #760232
am Freitag, 25. Juni 2021 um 09:55

Das Problem des geraden Weges in der Politik

Der Weg zum Heil ist nicht immer sehr geradlinig - vor allem in der Politik und schon gar nicht, wenn er durch eine solchermaßen komplexe Materie wie die des §218 ff führt. Vor allem aber sollte man nicht die Zeitläufte außer acht lassen. Die machen es manchmal notwendig, fast auf Gegenkurs zu gehen, ähnlich dem Segeln bei ungünstigem Wind. Für uns heute ist es geradezu eine Selbstverständlichkeit, den §218 und seine Ergänzungen als unvereinbar mit dem Individualrecht der Frauen zu verwerfen angesichts der gravierenden Belastungen einer Schwangerschaft für die Frauen allein. Es war historisch unstrittig die SPD, die dieses Ungleichgewicht beseitigen wollte. Sie hat sich dabei nicht selbst Steine in den Weg gelegt, aber immer mit Bestrebungen kämpfen müssen, die nicht gerade machtlose Minderheiten waren - und sind! Der Fairness halber muß man aber auch Argumente gelten lassen, die auf einen gewissen Widerspruch hinweisen : Den Abbruch von Schwangerschaften auf der einen Seite und den gewaltigen und für die betreffenden Frauen noch zusätzlich zu akzeptierenden Belastungen durch die modernen Verfahren der künstlichen Befruchtungen.

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